Bluthochdruck und Niereninsuffizienz – Pflegetipps

20 Juni, 2015
Arzneimittel dürfen nur mit ärztlicher Verschreibung eingenommen werden, da Leber und Nieren diese nicht gut prozessieren.

Bluthochdruck zählt zu den schlimmsten Feinden der Nieren. Diese stille Krankheit, die nicht zu spüren ist aber allmählich fortschreitet, kann mit der Zeit eine Niereninsuffizienz verursachen. Deshalb empfehlen wir dir in unserem heutigen Beitrag die besten Strategien, um dies zu verhindern, gesunde Blutdruckwerte aufzuweisen und so für eine bessere Lebensqualität zu sorgen. Lies einfach weiter, um mehr darüber zu erfahren.

Warum schadet Bluthochdruck den Nieren?

Das ist ganz einfach erklärbar, doch das eigentliche Problem liegt darin, dass Bluthochdruck meist erst bei den ersten Symptomen bemerkt wird und dann ist es manchmal schon zu spät. Anschließend erfährst du mehr über den Zusammenhang von Bluthochdruck und Niereninsuffizienz:

  • Erhöhte Blutdruckwerte zwingen das Herz, mehr zu arbeiten. Wenn diese Überlastung lange andauert, werden die Blutgefäße und Arterien allmählich irreparabel geschädigt.
  • Wenn die Blutgefäße der Nieren geschädigt werden, wird das Blut nicht mehr korrekt gefiltert, folglich sammeln sich Schadstoffe und Flüssigkeiten im Körper an.
  • Die überschüssige Flüssigkeit bewirkt, dass die Blutgefäße noch mehr leiden und sich der Blutdruck weiter erhöht. Dies führt zu einem gefährlichen Kreislauf, der schwerwiegende Gesundheitsfolgen haben kann.

Wie zeigt sich Niereninsuffizienz?

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Sobald die ersten Anzeichen für eine Niereninsuffizienz auftreten, müssen regelmäßige Kontrolluntersuchungen und Maßnahmen durchgeführt werden, um zu versuchen, die Nierenfunktion zu regulieren, denn dieses Leiden ist nicht heilbar. Wer an chronischer Niereninsuffizienz leidet ist stark gefährdet, Dialyse und folglich eine Nierentransplantation zu benötigen.

Es handelt sich um ein ernstahftes Problem, deshalb lohnt es sich zeitgericht vorzusorgen und den Blutdruck regelmäßig überprüfen zu lassen. Gesunde Ernährungs- und Lebensgewohnheiten spielen dabei ebenfalls eine große Rolle. Doch wie kann man wissen, ob sich die Nierenfunktion verschlechtert? Die häufigsten Symptome sind:

  • Große Müdigkeit den ganzen Tag über,
  • geschwollene Füße und Knöchel,
  • Kälteempfindlichkeit,
  • sehr gelb gefärbter Urin,
  • harter und geblähter Bauch.

Eine Harnanalyse kann am besten darüber Aufschluss geben. Personen mit Niereninsuffizienz weisen einen erhöhten Kreatinin-Spiegel auf. Kreatinin ist ein Abfallprodukt, das beim Abbau von Muskelzellen entsteht. Wenn die Nieren gut funktionieren, wird Kreatinin über den Harn ausgeschieden, bei mangelnder Nierenfunktion, sammelt sich dieser Stoff jedoch an. Es handelt sich um einen sehr eindeutigen Hinweis, der jedoch nur über eine Harnanalyse festgestellt werden kann.

Pflegetipps für normale Blutdruckwerte, um den Nieren nicht zu schaden

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Da du jetzt weißt, wie wichtig es ist, den Blutdruck zu regulieren, um einer möglichen Niereninsuffizienz vorzubeugen, empfehlen wir dir, folgende Tipps zu beachten:

  • Vermeide Gewichtszunahmen. Achte auf ein für dein Alter und deine Größe adäquates Gewicht.
  • Iss frisches Obst und Gemüse, insbesondere grünes Blattgemüse und entwässernde Früchte, wie beispielsweise Ananas, Birnen, Trauben, Heidelbeeren…
  • Vermeide Milchprodukte mit viel Fett. Du kannst diese durch pflanzliche Milch (Hafer-, Reis- oder Nussmilch) ersetzen.
  • Verzichte auf Salz, Zucker und Weißmehl.
  • Treibe mindestens eine halbe Stunde täglich Sport. Am besten eine mäßige Sportart, die dein Herz und die Durchblutung aktiviert. Du kannst zum Beispiel eine halbe Stunde lang spazieren gehen, Rad fahren, schwimmen oder Balletunterricht nehmen.
  • Du kannst ein Glas Rotwein am Tag trinken, solltest diese Menge jedoch nie überschreiten.
  • Wenn du rauchst, solltest du noch heute mit dieser gefährlichen Gewohnheit aufhören.
  • Du kannst Vitamin-D-Zusätze einnehmen, die für die Nierengesundheit sehr gut sind.
  • Nimm täglich einen Löffel Natron in Wasser aufgelöst. Dieses Mittel wirkt stark basenbildend und fördert deshalb die Nierenfunktion.
  • Versuche, so wenig Medikamente wie möglich einzunehmen, diese werden nämlich von Leber und Nieren nicht gut prozessiert.
  • Auch eine korrekte Stressbewältigung ist wichtig. Versuche, ein ausgeglichenes Leben zu führen und deine Emotionen korrekt zu managen. Stress ist – wie du sicherlich weißt – ein Auslöser für erhöhten Blutdruck und sollte deshalb kontrolliert werden.
  • Vergiss nicht auf regelmäßige Routineuntersuchungen, um die Blutdruckwerte und deine Nierengesundheit zu kontrollieren. Du kannst dir zusätzlich einen Blutdruckmesser kaufen und die Werte selbst täglich überprüfen.
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