Bei einer Schilddrüsenunterfunktion den Stoffwechsel anregen

· 6 Juli, 2016
Um die Produktion von Schilddrüsenhormonen anzuregen ist es wichtig, jodreiche Nahrungsmittel in die Ernährung einzubauen. Auch andere Maßnahmen sind grundlegend. Hier erfährst du mehr darüber.

Durch eine mangelhafte Hormonproduktion der Schilddrüse entstehen verschiedene Beschwerden. Unter anderem beeinträchtigt die veränderte Hormonaktivität den gesamten Stoffwechsel. Doch was kann man bei einer Schilddrüsenunterfunktion tun?

Es gibt verschiedenste Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion, die auch Hypothyreose genannt wird.

Neben einer Funktionsstörung der Schilddrüse selbst, der unzureichenden Anregung der Hypophyse durch den Hypothalamus oder einer gestörten TSH-Produktion in der Hypophyse, spielen dabei auch Faktoren wie Ernährung, Schadstoffe, Stress und anderen ungesunde Gewohnheiten eine Rolle.

Symptome, die bei einer Schilddrüsenunterfunktion auftreten

Durch den gestörten Hormonhaushalt treten verschiedenste Veränderungen und Beschwerden auf:

  • starke Stimmungsschwankungen
  • Kälteempfindlichkeit
  • Gewichtszunahme oder -verlust
  • Depression und Angstzustände
  • unregelmäßige oder zu starke Menstruation
  • Verdauungsprobleme und Verstopfung
  • Erschöpfungs- und Müdigkeitsgefühl
  • trockene Haut
  • Brüchigkeit von Haar, Haut und Nägeln
  • starker Haarausfall

Leseempfehlung: Wie kann man Schilddrüsenstörungen rechtzeitig erkennen?

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion den Stoffwechsel ankurbeln

Um bei einer Schilddrüsenunterfunktion die Beschwerden zu lindern, sind nicht nur gesunde Gewohnheiten wichtig. Du musst verschiedene Maßnahmen treffen, um deinen Stoffwechsel anzuregen.

Dabei handelt es sich um verschiedene chemische Reaktionen, mit denen Energie der Nahrungsmittel in Treibstoff verwandelt wird, den du im Alltag benötigst. 

Auch die Verdauung, das Herz-Kreislauf-System und andere vitale Funktionen stehen in engster Verbindung mit dem Metabolismus.

Du kannst durch bestimmte Maßnahmen die Schilddrüsenfunktion verbessern, deine Lebensqualität fördern und deine Allgemeingesundheit pflegen. Die Ernährung spielt hier eine grundlegende Rolle. Denn bestimmte Nahrungsmittel kurbeln den Stoffwechsel an!

Vergiss nicht, dich auch ausreichend zu bewegen und täglich 7 bis 8 Stunden am Stück zu schlafen! 

Lebensmittel, die deinen Stoffwechsel anregen

Wenn dir Hypothyreose diagnostiziert wurde, musst du deine Ernährung entsprechend umstellen. Nur so kannst du eine starke Gewichtszunahme und andere Konsequenzen verhindern. 

Anschließend listen wir verschiedene Nahrungsmittel auf, die deinen Stoffwechsel anregen und deshalb in deiner Ernährung bei einer Schilddrüsenunterfunktion nicht fehlen sollten.

Jodreiche Lebensmittel

bei einer Schilddrüsenunterfunktion jodreiche Lebensmittel essen

Jod ist für die Schilddrüse sehr wichtig. Denn oft kommt es durch Jodmangel zu einer Hypothyreose. Damit können außerdem auch Angstzustände und Verdauungsbeschwerden (Parasiten, Entzündungen und Verstopfung) gelindert werden.

Folgende Nahrungsmittel enthalten Jod:

  • Meeresfrüchte
  • Heidelbeeren
  • Naturjogurt
  • weiße Bohnen
  • Bio-Erdbeeren
  • Himalayasalz
  • Milchprodukte
  • Kartoffeln

Kokosöl

Auch mit Kokosöl kannst du deinen Stoffwechsel ankurbeln und gleichzeitig die Produktion von Schilddrüsenhormonen stimulieren. 

Seine antibiotischen und antimykotischen Eigenschaften bekämpfen Pilzerkrankungen wie Candida albicans und Bakterien wie Helicobacter pylori.

Es ist jedoch wichtig, hochwertiges biologisches Öl aus erster Pressung zu verwenden!

Wie konsumiert man Kokosöl am besten?

  • Beginne damit, täglich einen Esslöffel Kokosöl zu essen und steigere dich langsam bis hin zu drei Esslöffeln pro Tag.

B-Vitamine

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion B-Vitamine essen

B-Vitamine sind für eine gesunde Schilddrüse grundlegend! Beachte dabei, dass jedes Vitamin dieser Gruppe unterschiedliche Funktionen hat:

  • Thiamin (B1): wichtig bei Schilddrüsenüberfunktion
  • Riboflavin (B2): wichtig für die richtige Hormonproduktion in der Schilddrüse
  • Niacin (B3): unterstützt alle Zell- und Drüsenfunktionen
  • Pyridoxin (B6): ohne dieses Vitamin kann die Schilddrüse nicht ausreichend Jod aufnehmen
  • Cobalamin (B12): bei einer Schilddrüsenunterfunktion kann dieses Vitamin nicht richtig aufgenommen werden. Damit erhöht sich das Risiko für Nervenkrankheiten. 

Vitamin D

Ein Mangel an Vitamin D hängt zusammen mit verschiedenen Autoimmun-Erkrankungen, unter anderem Störungen der Schilddrüse.

Du kannst täglich ein kurzes Sonnenbad nehmen, damit dein Körper Vitamin D synthetisieren kann. Auch Nahrungsmittel wie Fettfisch, Ei, Innereien oder Käse enthalten dieses Vitamin. Dein Arzt kann dir auch ein Nahrungsergänzungsmittel verschreiben. 

Zink

Zink ist für verschiedenste biochemische Prozesse sehr wichtig. Der Zinkstoffwechsel wird allerdings von den Schilddrüsenhormonen beeinflusst. Umgekehrt wirkt sich ein Zinkmangel ebenfalls auf die Funktionstüchtigkeit der Schilddrüse aus.

Du findest Zink zum Beispiel in Haferflocken, Linsen oder Erdnüssen.

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Kupfer

Schilddrüsenunterfunktion

Kupfermangel kann verschiedenste Auswirkungen auf den Körper haben. Dieses Mineral ist nicht nur für die Schilddrüse wichtig, es sorgt auch für gesunde Haut, Haare und Nägel.

Darüber hinaus ist das Spurenelement wichtig für das Immunsystem, die Nerven und das Blut.

Du findest Kupfer zum Beispiel in Chlorophyll, das in Algen und Gemüse enthalten ist. Auch ein Nahrungsergänzungsmittel kann von Nutzen sein.

Fischöl

Fischöl soll die Aufnahme von Schilddrüsenhormonen verbessern. Dies ist auf das darin enthaltene Omega 3 zurückzuführen. Auch Herz und Kreislauf profitieren davon. 

Ballaststoffe

Schilddrüsenunterfunktion und Haferflocken

Ballaststoffreiche Lebensmittel sind eine wichtige Ergänzung, um Übergewicht und einen hohen Blutzuckerspiegel zu vermeiden. Damit verbessert sich die Verdauung und der Appetit kann gezügelt werden. Außerdem wirken sich Ballaststoffe positiv auf einen hohen Cholesterinspiegel aus!

Beim Verdacht auf eine Schilddrüsenunterfunktion solltest du dich ärztlich untersuchen und beraten lassen! Nur mit der richtigen Diagnose kannst du auch die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Und so deine Gesundheit und Lebensqualität erhalten!