Auswirkungen von Diabetes auf die mentale Gesundheit

3 Juni, 2020
Diabetes erhöht das Risiko für Depression und Angststörungen signifikant und kann auch andere Probleme auslösen. Erfahre heute mehr über dieses Thema.

Leider sind weltweit immer mehr Diabetesfälle zu verzeichnen. Schätzungsweise leiden fast 422 Millionen Menschen daran. Vielen ist jedoch nicht bewusst, welche Auswirkungen diese Stoffwechselerkrankung haben kann. Diabetes kann sich unter anderem auch auf die mentale Gesundheit auswirken. Auf dieses Thema werden wir heute näher eingehen.

Wenn die Bauchspeicheldrüse zu wenig oder gar kein Insulin produziert, oder wenn das Insulin vom Organismus nicht richtig genutzt werden kann, entsteht Diabetes. Insulin ermöglicht es der Glukose, in die Zellen zu gelangen. Dort wird dieser Stoff dann in Energie umgewandelt.

Problematisch ist jedoch, wenn die Glucose im Blut bleibt und die Konzentration während eines längeren Zeitraums erhöht ist. Denn dadurch werden die Blutgefäße und Nerven geschädigt. Deshalb ist es äußerst wichtig, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren und mögliche Beschwerden entsprechend zu behandeln. 

Diabetes wirkt sich jedoch nicht nur auf verschiedene Körperprozesse aus, sondern kann auch die mentale Gesundheit beeinflussen. Erfahre in unserem heutigen Artikel, welcher Zusammenhang besteht und welche mentalen Probleme diese Stoffwechselerkrankung verursachen kann.

Was ist Diabetes?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, die entsteht, wenn die Bauchspeicheldrüse zu wenig oder gar kein Insulin produziert, oder wenn das Insulin nicht richtig genutzt werden kann, um Glukose in die Zellen zu bringen. Die unterschiedlichen Arten sind: Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2.

Diabetes Typ 1: Diese Krankheit beginnt in der Regel in der Kindheit und entsteht, wenn die Bauchspeicheldrüse kaum oder kein Insulin herstellen kann. Die Behandlung erfolgt mit Insulininjektionen, um das fehlende körpereigene Insulin zu ersetzen und den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.

Diabtes Typ 2: Diese Form kommt im Erwachsenenalter häufiger vor, doch es gibt auch immer mehr Kinder, die daran leiden. Zunächst kann die Bauchspeicheldrüse in der Regel noch Insulin produzieren, doch dieses wird vom Körper nicht richtig genutzt. Mit der Zeit stellt der Organismus immer weniger Insulin her. Es besteht eine enge Beziehung zwischen Adipositas, Bewegungsmangel und Diabetes Typ 2. 

Beide Arten können zu jedem Zeitpunkt auftreten, niemand ist davor gefeit. Allerdings können genetische Faktoren eine Rolle spielen. Das große Problem ist, dass mit der Zeit verschiedenste Komplikationen auftreten können, da sich das Risiko für bestimmte Krankheiten erhöht. 

Zusammenhang zwischen Diabetes, dem Essen und der mentalen Gesundheit

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Auswirkungen von Diabetes auf die mentale Gesundheit

Diabetes wirkt sich auf verschiedene Lebensbereiche aus, vorwiegend deshalb, weil diese Krankheit große Verantwortung von den Betroffenen abverlangt. Die Behandlung erfordert eine strikte Kontrolle der Medikamente, der Ernährungsgewohnheiten und auch der sportlichen Aktivitäten.

Deshalb kommt es häufig vor, dass diese Krankheit großen Stress verursacht. Dadurch setzt der Körper Cortisol frei, ein Hormon, das sich auf den Glukosestoffwechsel auswirkt. All diese Prozesse sind eng miteinander verbunden.

Diabetiker müssen verschiedene Verhaltensweisen und Gewohnheiten vermeiden. So sind beispielsweise alkoholische Getränke oder unkontrolliertes Essen kontraindiziert. Dies kann zu vermehrter Nervosität und Demotivation führen.

Diese Krankheit ist außerdem bis zu einem gewissen Grad unvorhersehbar. Nicht immer können die gewünschten Resultate erzielt werden, auch wenn man sich an alle Empfehlungen hält und die regelmäßigen Kontrollen durchführt. Wenn dies der Fall ist, kann es vermehrt zu Frustrationen kommen.

Auswirkungen von Diabetes auf die mentale Gesundheit

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Mentale Gesundheit: Welche Störungen können durch Diabetes ausgelöst werden?

Diabetes hat leider verschiedenste Auswirkungen auf die mentale Gesundheit. Schätzungen zufolge ist das Risiko für Depressionen bei Diabetikern fast dreimal höher als bei Menschen ohne diese Krankheit. Auch Angststörungen kommen bei Diabetikern sehr häufig vor.

Deshalb ist es von großer Wichtigkeit zu verstehen, inwiefern diese Krankheit das Leben beeinflusst, und zwar nicht nur auf physischer Ebene. Nach der Diagnose ist es für Diabetiker ratsam, an einer Therapie teilzunehmen, um diese Situation besser zu bewältigen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass sich Körper und Geist kontinuierlich gegenseitig beeinflussen. Jedes mentale Problem wirkt sich negativ auf körperliche Krankheiten aus. Auch bei Diabetes ist dies der Fall. Es ist deshalb sehr wichtig, dies zu berücksichtigen und entsprechend zu handeln.

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