Angeborene Hüftluxation bei Säuglingen

Eine angeborene Hüftluxation betrifft eins von 1.000 Babys und eins von drei Kindern weist eine leichte Instabilität in diesem Gelenk auf. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass Mädchen diese Anomalie entwickeln, höher als bei Jungen.
Angeborene Hüftluxation bei Säuglingen

Letzte Aktualisierung: 22 April, 2021

Bei einer angeborenen Hüftluxation handelt es sich um eine Anomalie des Hüftgelenks. Sie ist auch bekannt als entwicklungsbedingte Hüftdysplasie. Manche Babys werden mit dieser Fehlbildung geboren, bei der die Spitze des Oberschenkelknochens nicht richtig in das Gelenk passt. Dies kann später zu Hinken und Schmerzen führen.

In den schwersten Fällen kann dieser Zustand auch zu einer Behinderung für die betroffene Person führen.

Eine angeborene Hüftluxation betrifft eines von 1.000 Babys, und eines von drei Kindern ist von einer leichten Instabilität des Hüftgelenks betroffen. Bei Mädchen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie diese Anomalie entwickeln.

Die Ursachen für eine angeborene Hüftluxation

Hüftluxation

Erfahre hier etwas über Operationen bei Neugeborenen.

Experten betrachten die angeborene Hüftluxation als eine “multifaktorielle Vererbung". Mit anderen Worten, viele Faktoren können diesen Geburtsfehler verursachen und diese sind in der Regel genetisch und umweltbedingt.

Einer der Umwelteinflüsse, von denen Experten glauben, dass sie zu einer Hüftdysplasie beitragen, ist die Reaktion des Babys auf die Hormone der Mutter während der Schwangerschaft. Eine enge Gebärmutter, die keine fetale Bewegung zulässt, oder eine Steißgeburt können ebenfalls eine chronische Hüftluxation verursachen.

Meist ist die rechte Hüfte aufgrund der Position des Fötus in der Gebärmutter eher betroffen.

Gleichzeitig haben Erstgeborene ein höheres Risiko für eine Verrenkung dieses Gelenks. Das liegt daran, dass die Gebärmutter bei der ersten Geburt kleiner ist und der Bewegungsspielraum des Babys eingeschränkter ist, was wiederum die Hüftentwicklung beeinflusst.

Andere Risikofaktoren können sein:

  • Das Vorkommen von Entwicklungsdysplasien der Hüfte oder sehr flexiblen Bändern innerhalb der Familie.
  • Die Position des Babys in der Gebärmutter, besonders bei Frühgeburten.
  • Zusammenhänge mit anderen orthopädischen Problemen wie zum Beispiel Sichelfuß, Klumpfuß oder Ähnlichem.

Welche Symptome kann eine chronische Hüftverschiebung auslösen?

Bei Neugeborenen sind die Anzeichen einer angeborenen Hüftluxation sehr subtil und die Eltern bemerken sie möglicherweise nicht. Dennoch ist das Hüftscreening Teil der üblichen medizinischen Routineuntersuchung, die Kinderärzte an Neugeborenen durchführen.

Einige der charakteristischsten Symptome einer Hüftdysplasie bei Babys sind die folgenden:

  • Wahrnehmung eines klickenden oder hohlen Geräusches während der Untersuchung der Hüfte
  • Größere Schwierigkeiten beim Bewegen eines Beines im Verhältnis zum anderen
  • Asymmetrie der unteren Gliedmaßen: ein Bein ist kürzer als das andere
  • Asymmetrie in den Falten, die normalerweise in der Leiste eines Beines zu entdecken sind
  • Hinken beim Gehen ist ein spätes Anzeichen. Allerdings wird dies meist schon in den ersten Lebensmonaten des Babys festgestellt, bevor es mit dem Laufen beginnt
  • Skoliose: Hierbei handelt es sich um die Bildung einer abnormen Krümmung der Wirbelsäule bei dem Versuch des Körpers, die ungleiche Verteilung des Gewichts zwischen den Beinen auszugleichen.

Chronische Hüftverschiebung diagnostizieren

Hüftluxation

Ärzte können diese Erkrankung in der Regel schon bei der Geburt durch eine körperliche Untersuchung des Säuglings erahnen. Dabei wird der sogenannte Ortolani-Test durchgeführt. Wenn das Ergebnis dieser Untersuchung positiv ist, wird die Diagnose durch einen Ultraschall oder eine Röntgenaufnahme der Hüfte bestätigt.

In einigen Fällen kann auch eine Konsultation mit einem Spezialisten für Kinderorthopädie erfolgen.

Die Behandlung einer angeborenen Hüftluxation

Bis zum Alter von 6 Monaten ist es nicht notwendig, alle Fälle orthopädisch zu behandeln. Die Behandlungen variieren je nach Schweregrad des Falles und dem Alter des Kindes.

In den leichtesten Fällen empfehlen Ärzte eine Haltungsbehandlung, wie z.B. das Baby in eine Grätschstellung zu bringen. Ebenso hilft es, das Kind auf dem Rücken mit offenen Beinen schlafen zu lassen, um den Knochen wieder in seine natürliche Position zu bringen.

Wenn die Krankheit schlimmer wird, kommen oft bestimmte Prothesen oder andere Behandlungsmethoden wie z.B. die Pavlik-Bandage zum Einsatz. Letztere besteht aus Gurten, die die Hüfte in einer 100-Grad-Beugung halten, um die Verrenkung zu reduzieren.

Wenn die Fehlstellung auch mit orthopädischen Behandlungen nicht korrigiert werden kann, ist eine Operation der letzte Ausweg.

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