9 Symptome, die auf eine Infektion mit Parasiten hinweisen

· 20 Dezember, 2015
Um eine Infektion mit Parasiten sowie deren mögliche Vermehrung zu vermeiden, ist neben einer strikten Hygiene auch eine gesunde Ernährung wichtig. Der Konsum von Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln ist nicht zu empfehlen, stattdessen soll mit Ballaststoffen die Darmpassage und damit die Elimination von Parasiten beschleunigt werden

Viele Menschen glauben, dass bei uns in den Industrieländern eine Infektion mit Parasiten kaum mehr ein Thema ist. Parasiten gibt es doch hauptsächlich dort, wo die Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und keine ausreichende Lebensmittelhygiene haben, oder?

Auch wenn dies bedeutende Risikofaktoren sind, ist die Problematik auch in den entwickelten Ländern nicht zu vernachlässigen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass weltweit etwa 3 Milliarden Menschen mit Parasiten leben. Genau genommen ist das nahezu die Hälfte der Weltbevölkerung.

Arten von Parasiten

Parasiten existieren in allen Farben und Formen. Ganz besonders viele Parasiten siedeln sich im Darm an. Dort verwenden sie dann Nährstoffe, die wir mit der Nahrung zu uns nehmen. Dadurch entziehen sie uns Energie, so dass wir Symptome einer Mangelernährung entwickeln.

Andere Parasiten hingegen befallen die roten Blutkörperchen. Dadurch verursachen sie Blutarmut. Übrigens kann auch eine Infektion mit Parasiten Darm Blutarmut auslösen. Durch die Infektion mit Parasiten wird die Darmschleimhaut so sehr zerstört, dass wir über den Darm Blut verlieren.

Wiederum andere Parasiten befallen Organe, die für die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten und Giftstoffen verantwortlich sind. Damit schränken die Funktion der entsprechenden Organe ein.

Infektion mit Parasiten

Für gewöhnlich erfolgt die Infektionen mit Parasiten über den Mund: bei mangelnder Hygiene können Parasiten in den Mund gelangen. Man kann sie aber auch mit kontaminiertem Wasser oder Lebensmitteln aufnehmen.

Die meisten Parasiten durchlaufen Entwicklungsstadien im Darm, sobald wir uns mit ihnen infiziert haben. Das kann die ersten erkennbaren Symptome mit sich bringen. Wenn die Parasiten vom Darm aus in andere Gewebe auswandern, dann ändert sich unter Umständen die Symptomatik.

An dieser Stelle möchten wir auf 9 Probleme hinweisen, deren Ursprung in einer Infektion mit Parasiten liegen kann. Denn umso zügiger du den Grund deiner Beschwerden herausfindest, desto eher kannst du sie adäquat behandeln.

Das wirksamste Mittel zur Parasitenvorsorge ist eine angemessene Hygiene – 5 Tricks, um deinen Haushalt auf natürliche Weise zu desinfizieren

Mögliche Symptome einer Infektion mit Parasiten

1. Schlafstörungen

Schlafstörung aufgrund von Infektion mit Parasiten

Melatonin ist ein Hormon, das unseren Schlaf-Wach-Rhythmus regelt. Wenn allerdings dessen Synthese oder Freisetzung eingeschränkt wird, dann schlafen wir nicht mehr gut. Der Melatoninhaushalt und andere Faktoren, die unsere Schlafqualität beeinflussen, können von einer Vielzahl an körperlichen und psychischen Problemen beeinträchtigt werden.

Es schadet nicht, auch an eine mögliche Infektion mit Parasiten zu denken, wenn wir unter Schlafstörungen leiden. Parasiten können folgende Symptome auslösen:

  • Schlaflosigkeit.
  • Probleme beim Ein- und Durchschlafen.
  • Nächtliches Zähneknirschen.
  • Bettnässen.

2. Hautprobleme

Viele Erkrankungen, die den Organismus im Ganzen schwächen, finden auch in Hautproblemen Ausdruck. So kann zum Beispiel ein Nährstoffdefizit, das sich daraus ergibt, dass Darmparasiten zugeführte Nährstoffe für sich verwerten, zu Hautveränderungen führen.

Mangelerscheinungen treten insbesondere dann auf, wenn eine massive Infektion mit Parasiten vorliegt und sich diese ungehindert vermehren können.

Es gibt natürlich auch viele Parasiten, die die Haut direkt befallen, zum Beispiel Milben. Folgende Symptomatik ergibt sich:

  • Trockene Haut
  • Juckreiz
  • Ekzeme
  • Hautausschlag und Pickel
  • Hautgeschwüre

3. Müdigkeit

Die Parasiten rauben dem Körper Energie, ganz gleich wo sie sitzen. So kommt es zu dauerhafter Müdigkeit, einem starken Gefühl der Erschöpfung und unter Umständen sogar zu Depressionen. So kann kein normales Leben geführt werden.

4. Reizdarm

Reizdarm aufgrund von Infektion mit Parasiten

Das Reizdarm-Syndrom geht mit Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung einher. Die Bezeichnung als Syndrom weist bereits darauf hin, dass man keine eindeutige Ursache nennen kann. Tatsächlich können die Auslöser nicht immer festgestellt werden.

So kommt es, dass der Reizdarm auch durch eine Infektion mit Parasiten ausgelöst werden kann. Insbesondere schädigen Darmparasiten die Darmschleimhaut. Außerdem stören sie die Aufnahme von Nährstoffen, die Darmpassage und damit die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten und Giftstoffen.

Daraus ergeben sich unzählige Folgeprobleme. Ebenfalls möglicherweise verantwortlich für einen Reizdarm ist eine unangepasste Ernährung.

 Lerne, welche Lebensmittel du meiden solltest: Reizdarm – schlecht verträgliche Nahrungsmittel

5. Verdauungsstörungen

Dieser Punkt steht in engem Zusammenhang mit dem zuvor Genannten.

Damit sie durch die Darmbewegungen nicht nach außen befördert werden, halten sich viele Darmparasiten an der Darmschleimhaut fest. Diese reagiert darauf mit einer Entzündung. So kann sie ihre eigentliche Funktion, die Aufnahme von Nährstoffen, nur noch eingeschränkt ausüben.

Eine großflächige Schädigung der Darmschleimhaut kann sogar zu einem kontinuierlichen Blutverlust und in Folge zu einer Blutarmut führen.

Desweiteren wird  die Darmflora gestört, wenn das gesamte System des Darms aus dem Gleichgewicht gerät.

Welche Symptome können wir feststellen?

  • Häufig wiederkehrende Bauchschmerzen
  • Koliken
  • Probleme bei der Verdauung bestimmter Lebensmittel
  • Plötzliche Lebensmittelunverträglichkeiten

6. Entzündungen

Schmerz in Händen durch Infektion mit Parasiten

Die Parasiten lösen eine Entzündungsreaktion aus. Dies geschieht, während sogenannte Entzündungsmediatoren ins Blut und von dort auch in andere Gewebe gelangen. Beschwerden treten dann auch in Bereichen auf, die auf den ersten Blick in keinerlei Zusammenhang zu den Parasiten stehen.

Mögliche Symptome sind:

  • Arthritis
  • Muskelschmerz
  • Schmerzen im Bereich der Brust und des Herzens
  • Schmerzen in Händen und Füßen

7. Unkontrollierbare Veränderungen des Körpergewichts

Vielleicht würde sich der ein oder andere ja sogar glücklich schätzen, wenn er plötzlich und ohne erkennbaren Grund an Gewicht verliert. Hinter diesem Zustand können sich jedoch ernsthafte Erkrankungen verbergen. Eine Infektion mit Parasiten zum Beispiel.

Wir haben nun schon mehrfach erwähnt, dass die Parasiten dem Körper Energie und Nährstoffe rauben. Jedoch selbst die Nährstoffe, die sie nicht für sich selbst beanspruchen, können von der geschädigten Darmschleimhaut nur noch ungenügend absorbiert werden.

Während die Parasiten also wachsen und gedeihen, versucht unser Körper zunehmend, mit den Mangelerscheinungen fertig zu werden. Betroffene beschreiben auch, dass sie unkontrollierbaren Hunger verspüren. Der tritt auf, weil wir eben unter jenen Nährstoffdefiziten leiden.

8. Geistige Unausgeglichenheit

Wenn eine Infektion mit Parasiten vorliegt, kann es auch zu funktionellen Problemen im Nervensystem und zu psychischen Störungen kommen.

Bei folgenden Symptomen sollte eine Parasitose ausgeschlossen werden:

  • Nervosität
  • Anspannung und Stress
  • Stimmungsschwankungen
  • Depression
  • Gedächtnisstörungen

9. Probleme im Bereich des Urogenitaltraktes

Fortpflanzung

Selbst die Harnwege und der Fortpflanzungsapparat bleiben von den Parasiten nicht unbeeinträchtigt. Zu den häufigsten Symptomen zählen:

  • Prämenstruelles Syndrom
  • Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus
  • Prostatabeschwerden
  • Zysten
  • Myome
  • Flüssigkeitsretention
  • Wiederkehrende Harnwegsinfektionen

Wie lassen sich Parasiten ausmerzen?

Wenn du bei dir selbst oder einem Familienmitglied Symptome feststellst, die auf eine Infektion mit Parasiten hinweisen, solltest du einen Arzt aufsuchen. Dieser stellt zuerst eine fachgerechte Diagnose. Danach leitet er gleich eine entsprechende Behandlung ein.

Sei dir unbedingt über die möglichen Folgen einer Parasitose im Klaren!

Außerdem empfehlen wir dir als begleitende Therapie, den Konsum von Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln zu meiden. Stattdessen solltest genug Ballaststoffe zu dir nehmen, die eine gesunde Verdauung und eine zügige Darmpassage fördern. Dadurch wird die Entfernung eventuell vorhandener Darmparasiten gefördert.

Folgende Lebensmittel eignen sich zur Therapiebegleitung:

  • Brombeeren
  • Granatapfel
  • Ananas
  • Papaya
  • Ingwer
  • Wirsingkohl
  • Kürbiskerne
  • Aloe Vera
  • Kokosöl

Es ist absolut grundlegend, zuerst immer auf deine Gesundheit  zu achten. Wenn du Symptome frühzeitig erkennst, kann eine Therapie dir dabei helfen, schwerwiegendere Folgeerkrankungen zu vermeiden.