Unterleibsentzündung – Symptome & Vorbeugung

· 28 Mai, 2015
Es ist wichtig, die Symptome zu erkennen und eine frühzeitige Behandlung einzuleiten, damit die pelvine Entzündung nicht zu ernsthafen Beschwerden führt. Sie könnte nämlich Unfruchtbarkeit oder Risiken in der Schwangerschaft zur Folge haben.

Eine Unterleibsentzündung tritt nicht selten auf, dabei handelt es sich um eine Entzündung der Gebärmutter, der Eileiter oder der Eierstöcke. Diese Erkrankung ist sehr unangenehm, da typische Schmerzen an Hüfte oder Becken auftreten.

Ursachen einer Unterleibsentzündung sind Bakterien, die die weiblichen Fortpflanzungsorgane befallen. Behandelt man sie nicht rechtzeitig, können ernstere Probleme, wie Unfruchtbarkeit, die Folge sein. Deshalb sollten Frauen die Symptome und Vorbeugungsmaßnahmen kennen, um diese Entzündung zu vermeiden.

1. Was ist eine Unterleibsentzündung?

Unterleibsschmerzen

Eine Unterleibsentzündung befällt nicht nur die Geschlechtsorgane, sondern auch das umliegende Gewebe, wobei sich Eileiter, Eierstöcke oder Mutterleib entzünden und Schmerzen bis zur Hüfte auftreten. Deshalb glauben viele Frauen, dass es sich um Gelenkschmerzen oder Verschleiß handelt.

Diese Erkrankung behandelt man normalerweise erfolgreich mit Antibiotika. Geschieht dies nicht, können schwerwiegende Probleme, wie beispielsweise Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburten, auftreten.

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Die Ursachen sind vielseitig:

  • Übertragung durch Geschlechtsverkehr: Chlamydien-Bakterien sind die häufigste Ursache dieser Erkrankung.
  • Einige Verhütungsmethoden können ebenfalls Unterleibsentzündungen hervorrufen (bei einer Spirale erhöht sich beispielsweise das Risiko).
  • Vaginalduschen oder Scheidenspülungen sollten mit Vorsicht durchgeführt werden, da sie oft mehr Risiken als Vorteile bringen.
  • Eine korrekte Hygiene während der Menstruation ist ebenfalls wichtig, da sich Bakterien vermehrt ansammeln können.
  • Eine Entbindung oder eine Fehlgeburt können Ursache für eine Unterleibsentzündung sein.
  • Chirurgische Eingriffe an Gebärmutter oder Scheide erhöhen das Risiko, an dieser Erkrankung zu leiden.
  • Es kann vorkommen, dass die Schleimhaut des Gebärmutterhalses einen erhöhten Alkaliwert aufweist, so dass sich die Bakterien ebenfalls vermehren.
  • Gutartige Tumore, wie Myome oder Polypen, zählen auch zu den möglichen Ursachen.

2. Symptome

Bauchschmerzen sind Symptome einer Unterleibsentzündung

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Erkrankung manchmal symptomlos verlaufen kann. Dies kommt zwar nur selten vor, doch trotzdem sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig. Folgende Anzeichen solltest du beachten: 

  • Starke Hüftschmerzen an beiden Seiten. Der Schmerz ist stechend, verursacht Müdigkeit und wird meist mit einem Schmerzmittel gelindert.
  • Es können Bauch- bzw. Unterleibsschmerzen, sowie Brennen und Völlegefühl auftreten.
  • Eine Entzündung wird meist durch Fieber begleitet. Deshalb such bei Fieber sofort einen Arzt auf.
  • Wenn der Scheidenausfluss stark oder unangenehm riecht, ist dies ein Zeichen, dafür, dass etwas nicht stimmt.
  • Ist der Menstruationszyklus unregelmäßig? Verzögert sich die Menstruation? Treten Blutungen außerhalb der Regel auf? In diesen Fällen sollte ein Arzt konsultiert werden.
  • Schmerzhafter Geschlechtsverkehr sollte nicht unbeachtet bleiben.
  • Wenn beim Wasserlassen Schmerzen auftreten oder nur einige Tröpfchen ausgeschieden werden, obwohl ein erhöhter Harndrang besteht, ist ebenfalls ein Arztbesuch fällig.
  • Unerklärlicher Brechreiz, Völlegefühl oder Erbrechen nach den Mahlzeiten sind ernste Symptome, die du beachten solltest.

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3. Vorbeugung

Salbei als Vorbeugung gegen Unterleibsentzündung

  • Beim Geschlechtsverkehr und der Benutzung von Verhütungsmitteln ist Vorsicht angebracht.
  • Eine korrekte Hygiene der Intimzone ist unheimlich wichtig. Eine übertriebene Verwendung von Produkten kann das natürliche Gleichgewicht der Vaginalflora ins Schwanken bringen.
  • Beachte jede Schwankung deines Menstruationszyklus und des Scheidenausflusses. Bei Problemen oder Zweifeln, frage deinen Arzt um Rat.
  • Salbeitee: Diese Heilpflanze wird schon seit langem zum Schutz der weiblichen Geschlechtsorgane und bei „Frauenleiden“ verwendet. Der Menstruationszyklus wird geregelt und Schmerzen gelindert. Salbeitee verhilft auch zu einem flachen Bauch, wirkt entzündungshemmend und verhindert Flüssigkeitseinlagerungen. Es lohnt sich also, eine Tasse am Tag einzunehmen.
  • Regelmäßige Untersuchungen vom Facharzt sind unabdingbar, um das Fortschreiten dieser Erkrankung zu verhindern, da bei einer frühzeitigen Diagnose ernste Komplikationen verhindert werden können. Pflege deine Gesundheit!