7 toxische Verhaltensweisen, über die sich viele Eltern nicht bewusst sind

· 29 Mai, 2016
Kinder kommen nicht mit einer Gebrauchsanleitung zur Welt, in der nachzulesen ist, wie man die besten Eltern sein kann. Oft verfallen wir in toxische Verhaltensweisen, die für die Entwicklung der Kinder negativ sind.

Die meisten Eltern versuchen, ihre Kinder nach bestem Wissen und Gewissen zu erziehen.

Manchmal sind sie sich jedoch dabei nicht bewusst, dass sie bestimmte toxische Verhaltensweisen annehmen, die mehr schaden als nutzen können. Darum geht es in unserem heutigen Artikel, der bezweckt, manchen die Augen zu öffnen, um die Realtität sehen zu können.

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Toxische Verhaltensweisen der Eltern

Kind denkt an Eltern

Gute Absichten alleine sind nicht genug. Autokritik ist notwendig, um toxische Verhaltensweisen zu identifizieren, die schlecht für die Kinder sein können.

Diese können nämlich ihr Selbstwertgefühl beeinflussen und in der Zukunft zu ernsten Problemen führen.

Doch… sind die Eltern schuld an toxischen Verhaltensweisen? Nein. Manchmal werden diese einfach kopiert, indem das Verhalten der eigenen Eltern nachgeahmt wird, denn es gibt kein Fach, das lehrt, wie sich Eltern verhalten sollten. Doch Erfahrung hilft dabei.

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In diesem Beitrag sprechen wir über 7 toxische Verhaltensweisen, mit denen sich vielleicht so manche Leserin oder so mancher Leser identifiziert. Es ist wichtig, sich nicht zu verschließen und alles einfach abzuleugnen. Denk daran, wie wichtig deine Kinder sind!

1. Bist du zu kritisch?

Oft sind wir nicht fähig, uns darüber bewusst zu werden, wie sehr wir unsere Kinder kritisieren. Es ist gut, auf Fehler hinzuweisen, denn dies kann Veränderungen bewirken, da Kinder so sehen, wo sie sich irren.

Wir müssen uns jedoch auch klar darüber sein, dass kontinuierliche Kritik für niemanden gut ist. Wer allzu kritisch ist, kann bei Kindern Unsicherheit generieren, denn sie werden das Vertrauen in sich selbst und in ihre Fähigkeiten und Kapazitäten verlieren.

2. Negative Emotionen bestrafen

Auch negative Emotionen können positiv sein. Angst kann beispielsweise in verschiedenen Situationen Leben retten.

Eltern und Kind

Deshalb sollten wir unseren Kindern erlauben, ihre Emotionen auszudrücken. Sie dürfen ruhig weinen, ihre Traurigkeit ausdrücken, ihre Angst zeigen… Repression ist nie gut, denn früher oder später muss sich diese irgendwie Luft machen.

3. Entscheidungen für sie treffen

Auch wenn Kinder noch nicht viele Erfahrungen gemacht haben, bedeutet dies noch lange nicht, dass sie ihre Meinung nicht äußern oder keine eigenständigen Entscheidungen treffen können.

Natürlich müssen Eltern bestimmte Dinge für ihre Sprösslinge entscheiden, doch manche Entscheidungen können auch von den Kindern selbst getroffen werden.

Erlaube es deinen Kindern Entscheidungen zu treffen, wenn dies möglich ist. So förderst du ihre Sicherheit, ansonsten werden die Kinder diese wichtige Fähigkeit nie lernen.

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4. Angst machen

Kinder sollten in einer sicheren Umgebung voller Vertrauen aufwachsen, nicht in einer Welt voller Angst. Kinder müssen Fehler begehen, die Welt erkunden und das Leben experimentieren.

Wenn sie Angst haben, sind sich Kinder auch unsicher und fürchten sich vor sich selbst. Deshalb ist es sehr wichtig, ihnen dieses Gefühl nicht anzuerziehen, denn ein Leben in Angst ist kein Leben.

5. Sie sind nicht schuldig

Eltern und Mädchen

Manchmal belasten die Eltern ihre Kinder mit dem eigenen Frust, was dazu führt, dass sie sich schuldig fühlen für Dinge, für die sie gar nicht verantwortlich sind.

Das kann in der Zukunft zu großen Problemen führen, da das Schuldgefühl verinnerlicht wird. Niemand sollte anderen die Schuld zuschieben, für die er gar nichts kann. Insbesondere Eltern sollten sich davor hüten.

6. Liebe kennt keine Bedingungen

Auch dies ist ein schwerwiegender Fehler, den Eltern oft ganz unbewusst begehen. Die Elternliebe zu den Kindern sollte nicht auf Bedingungen aufbauen, nicht von erzielten Leistungen oder Verhaltensweisen der Kinder abhängen.

Dies führt nur dazu, dass Kinder das Gefühl haben, es nicht verdient zu haben, geliebt zu werden. Dieses Gefühl werden sie das ganze Leben lang mit sich herumtragen.

7. Keine Grenzen setzen

Familien mit mehreren Kindern, aber auch Eltern, die eine „moderne“ Erziehung bevorzugen, vergessen oft, Grenzen zu setzen. Doch auch dies ist ein Fehler. Kinder benötigen Grenzen, die es ihnen erlauben, sich in der Welt, die sie entdecken, sicher zu fühlen.

Grenzen sind positiv, ohne diese können Kinder negative und herausfordernde Verhaltensweisen annehmen.

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Wenn du dich als Elternteil mit einer dieser toxischen Verhaltensweisen identifizierst, oder wenn dich diese an deine eigenen Eltern erinnern, ist es wichtig, das Verhalten zu verändern, um nicht dieselben Fehler zu wiederholen.

Kind wartet auf Eltern

Es geht darum, Personen zu erziehen, die sich in dieser Welt zurechtfinden und Beziehungen aufbauen können. All diese negativen Verhaltensweisen, machen dies schwieriger, als es sein muss.

Am besten du beginnst noch heute, toxische Verhaltensweisen zu verändern.