7 Anzeichen für ein erhöhtes Risiko, an Morbus Parkinson zu erkranken

· 17 November, 2015
Ein ausdrucksloses Gesicht kann eines der ersten Anzeichen für Morbus Parkinson sein. Wenn der Betroffene dies auch selbst nicht merkt, so werden es doch seine Mitmenschen feststellen

Morbus Parkinson ist eine degenerative Erkrankung des Nervensystems, die Mediziner weltweit vor große Herausforderungen stellt. Bis heute wurde keine effektive Therapie gefunden, aber Forscher arbeiten weiter mit Hochdruck an diesem Problem.

Momentan werden alle Anstrengungen unternommen, die Lebensqualität der an Parkinson leidenden Patienten zu verbessern oder mindestens zu erhalten.

Just in diesem Moment zeigen sich bei vielen Menschen bereits erste Symptome der Parkinson-Krankheit, die aber aus Unwissenheit ignoriert oder gewöhnlichen Erkrankungen zugeschrieben werden.

Vor dem Hintergrund, dass ein frühzeitiges Erkennen der Krankheit die Vermeidung der schwersten Folgen ermöglicht, wird in jüngster Zeit genau dieser Thematik viel Beachtung geschenkt: Welches sind denn frühe Anzeichen von Morbus Parkinson? Welche Symptome treten auf, bevor nicht reversible Veränderungen im Gehirn stattfinden?

Im Folgenden sprechen wir mit dir über sieben Anzeichen, die auf ein erhöhtes Risiko, an Morbus Parkinson zu erkranken, hinweisen.

Gehört ebenfalls zu den neurodegenerativen Erkrankungen und will früh erkannt werden: Wie kann man Alzheimer frühzeitig erkennen?

1. Änderungen in der Schrift

Veränderungen in der Schrift und Parkinson

Jeder Mensch hat seine eigene Handschrift und diese verändert sich im Laufe des Lebens kaum. Wenn nun das Schreiben mit der Hand zunehmend Schwierigkeiten bereitet, die Buchstaben kleiner und enger werden, dann kann das ein erster Hinweis auf eine sich entwickelnde Parkinson-Krankheit sein.

Patienten, bei denen Morbus Parkinson diagnostiziert wurde, schreiben sehr kleine Buchstaben, setzen den Stift nur mit minimalem Druck auf das Papier. Um einen vollständigen Satz zu schreiben, brauchen sie mitunter doppelt so lange wie ein gesunder Mensch.

2. Minderung oder Verlust des Geruchssinnes

Wenn du schon seit mehreren Tagen keinen kräftigen Geruch mehr wahrgenommen hast, solltest du einen Facharzt aufsuchen.

Ein temporärer Verlust des Geruchssinnes kann Symptom einer Nasennebenhöhlenentzündung sein oder mit der Einnahme bestimmter Medikamente einhergehen. Einige Experten glauben aber, dass es sich hier auch um ein frühes Symptom von Morbus Parkinson handeln kann, da es bei Patienten mit sicherer Diagnose häufig gezeigt wird.

Im Moment handelt es sich hierbei noch um eine Vermutung, denn ein wissenschaftlicher Beweis für einen bestehenden Zusammenhang konnte noch nicht erbracht werden. Man geht aber davon aus, dass während der Neurodegeneration im Rahmen von Morbus Parkinson Proteine im Olfaktorischen Cortex (der Bereich des Gehirns, der für das Riechen zuständig ist) Proteine abgelagert werden, die die Fähigkeit zu riechen reduzieren.

3. Schlafstörungen

Schlafstörungen haben eine Vielzahl von Ursachen, was es problematisch macht, sie zu einem eindeutigen Anzeichen für Morbus Parkinson zu erklären.

Parkinsonpatienten erleben von den frühen bis zu den finalen Stadien der Erkrankung sehr häufig Schlafstörungen. Sie können nicht einschlafen und bewegen sich nachts viel.

Da Schlafstörungen unterschiedlichste gesundheitliche Konsequenzen haben können, empfehlen wir unabhängig von ihrer Ursache, einen Arzt aufzusuchen und dem Problem auf den Grund zu gehen.

4. Fehlender Gesichtsausdruck

Gesichtsausdruck und Parkinson

Ein mangelndes Vermögen, Gefühle über die Mimik zum Ausdruck zu bringen, vermittelt den Eindruck, man würde eine Maske tragen. Der Betroffene schaut immer traurig, wütend oder ernst, obwohl dies gar nicht seiner momentanen Stimmung entspricht.

Zu Beginn fällt es dem Betroffenen selbst häufig recht schwer, diese Veränderung zu beobachten. Seine Familie und Freunde werden darauf wahrscheinlich schneller aufmerksam und sollten ihn darauf hinweisen.

5. Veränderungen der Stimme

Wenn es auf einmal zu Stimmstörungen kommt, die Stimme schwächer als sonst klingt oder der Betroffene das Gefühl hat, die Worte würden ihm auf der Zunge „kleben“, dann ist das ein sicherer Hinweis darauf, dass etwas nicht in Ordnung ist. Dasselbe gilt für plötzliches Stottern.

Stimmveränderungen sind besonders häufig, wenn der Morbus Parkinson bereits in ein nächstes Stadium übergeht.

6. Depression

In der Mehrzahl der Fälle entwickeln Parkinsonpatienten eine Depression, nachdem die Diagnose gestellt wurde. Dennoch gibt es offensichtlich einen Zusammenhang zwischen der Neurodegeneration und dem psychischen Problem, der bereits vor Diagnosestellung besteht.

Es exisitieren verschiedene Hypothesen, in denen die veränderte Produktion von Dopamin und Serotonin, zwei Neurotransmittern, die im Gehirn Signale übertragen, für die Entstehung einer Depression verantwortlich gemacht wird.

7. Zittern

Zittern und Parkinson

Zittern ist das wohl bekannteste Symptom dieser Erkrankung.

Es ist normal, nach starker körperlicher Anstrengung zu zittern, aus Nervosität oder Angst, während einer Prüfung. Häufiges Zittern ohne erkennbare Ursache ist allerdings nicht mehr normal und erfordert das baldige Aufsuchen eines Arztes.

Der US-amerikanischen Parkinsonstiftung zufolge weist ein leichtes Zittern von Fingern, Händen, Lippen oder Kinn stark auf das Vorliegen von Morbus Parkinson hin.

Mehr als 70% aller Parkinson-Patienten zeigen dieses Symptom und es ist auch das Anzeichen, das von der Außenwelt am stärksten wahrgenommen wird, besonders, wenn die Krankheit voranschreitet oder der Betroffene Momente von Angst und Stress erlebt.

 

Glaubst du, ein erhöhtes Risiko für Morbus Parkinson aufzuweisen? Wenn du mehrere der oben genannten Symptome an dir feststellen konntest oder jemanden kennst, bei dem diese auftreten, dann zögere nicht länger und handle jetzt, bevor die Krankheit weiteren Vorsprung gewinnt. Suche einen Arzt auf!