6 schmerzstillende Pflanzen

Baldriantee lindert nicht nur Stress und Angstgefühle, er hilft auch gegen Muskelschmerzen, Krämpfe und Kopfweh.
6 schmerzstillende Pflanzen
Maricela Jiménez López

Geprüft und freigegeben von der Ärztin Maricela Jiménez López.

Geschrieben von Daniela Echeverri Castro

Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2022

In diesem Artikel stellen wir dir natürliche, schmerzstillende Pflanzen vor, die dir Linderung verschaffen können.

Schmerzen sind die Antwort des Körpers auf eine Überstimulierung der Nervenenden, die dann ein Warnsignal an das Gehirn schicken.

Eine zu große Hitze, ein harter Schlag oder andere Veränderungen, die durch chemische Erreger in unseren Organismus eindringen, verursachen dabei diese Überstimulierung.

Es gibt verschiedene Arzneimittel, die helfen können, Schmerzen zu lindern, unabhängig davon, welche Auslöser dafür verantwortlich und wie stark diese sind. Schmerzstillende Pflanzen gehören dabei zu den natürlichen Alternativen.

Denn der Konsum von konventionellen Schmerzmitteln kann jedoch unerwünschte Nebenwirkungen zur Folge haben, insbesondere deshalb, weil verschiedene chemische Wirkstoffe nicht gut für die Organe sind.

Deshalb sind bereits seit langer Zeit medizinale Pflanzen empfehlenswert, die aufgrund der enthaltenen Wirkstoffe ähnlich wie Medikamente wirken, jedoch keine Nebenwirkungen verursachen. Du solltest aber niemals Medikamente absetzen ohne deinen Arzt zu konsultieren.

Möchtest du mehr über diese Heilpflanzen erfahren? Dann zeigen wir dir hier einige schmerzstillende Pflanzen.

Heilpflanzen: Schmerzstillende Pflanzen

1. Minze

minze

Die Minze ist für ihre positive Wirkung auf die Verdauung und gegen Blähungen sehr bekannt, doch dieses Heilkraut wirkt auch schmerzlindernd und kann bei Magenschmerzen und anderen Beschwerden helfen.

Wie wird Minze verwendet?

Minze kann in verschiedenen Getränken und vielen anderen Rezepten verwendet werden. Am besten eignet sich jedoch in diesem Fall die Zubereitung als Tee, um von der schmerzstillenden Wirkung zu profitieren.

Zutaten

  • 1 Teelöffel Minze (5 g)
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Zubereitung

  • Das Wasser zuerst zum Kochen bringen und dann die Minze dazugeben.
  • Nach 3 Minuten nimmst du den Tee vom Herd, danach noch kurz ziehen lassen.
  • Trinke davon dann täglich 3 Tassen.

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2. Baldrian

Diese schmerzstillende Pflanze ist aufgrund ihrer beruhigenden Wirkung, die bei Stress sowie Angstgefühlen hilft, sehr beliebt.

Sie kann auch als Schmerzmittel dienen und beispielsweise Krämpfe, Kopfschmerzen, Muskelspannungen usw. lindern.

Wie wird Baldrian verwendet?

Im Reformhaus oder in der Apotheke kann diese Pflanze in Tablettenform sowie als Extrakt gekauft werden. Du kannst dir jedoch auch einen Tee zubereiten.

Zutaten

  • 1 Teelöffel Baldrianwurzel (5 g)
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Zubereitung

  • Das Wasser zuerst zum Kochen bringen und den Baldrian darin dann 3 Minuten köcheln lassen.
  • Danach noch etwas ziehen lassen, absieben und trinken.

3. Zimt

Zimt

Das angenehme Aroma dieses Gewürzes kann nicht nur verschiedene Speisen verfeinern, Zimt wirkt auch schmerzlindernd und kann beispielsweise Muskelschmerzen und Krämpfe reduzieren.

Wie wird Zimt verwendet?

Du kannst natürliches Zimtextrakt verwenden oder auch einen Tee aus Zimtrinde zubereiten.

Zutaten

  • 1 Teelöffel Zimt (5 g), achte aber darauf, dass es sich um Ceylon-Zimt handelt, der weitaus gesünder als der üblichere Cassia-Zimt ist!
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Zubereitung

  • Das Wasser zuerst zum Kochen bringen und den Zimt dazugeben.
  • 5 Minuten lang ziehen lassen und danach trinken.

4. Rosmarin

Die schmerzlindernde Wirkung des Rosmarins ist insbesondere bei Kopf-, Hals- und Rückenschmerzen sehr hilfreich. Dieses Heilkraut wirkt auch entzündungshemmend und hilft deshalb bei Gelenks- und Muskelbeschwerden.

Wie wird Rosmarin verwendet?

Wenn du damit Kopfschmerzen behandeln möchtest, machst du am besten einen Gesichtsdampf.

Bei Schmerzen an anderen Körperstellen, kannst du von Rosmarintee profitieren.

Zutaten

  • 2 Esslöffel Rosmarin (20 g)
  • 1 Liter Wasser

Zubereitung

  • Das Wasser zuerst zum Kochen bringen und den Rosmarin dazugeben. Ziehen lassen und danach eine schön warme Tasse trinken.

5. Brennnesseln

Brennessel

Manche schmerzstillende Pflanzen haben eine sehr starke Wirkung. Brennnesseln gehören dazu. Sie haben eine solch  starke Wirkung, dass damit auch schlimme Schmerzen wie bei Arthritis oder Gicht behandelt werden können.

Die entzündungshemmenden Wirkstoffe in Kombination mit Bor, Calcium und Silizium haben deswegen beruhigende Effekte und stärken gleichzeitig die Knochen.

Wie werden Brennnesseln verwendet?

Auch mit diesem Wiesenkraut bereiten wir einen heilenden Tee zu.

Zutaten

  • 1 Esslöffel Brennnesselblätter (10 g)
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Zubereitung

  • Eine Tasse Wasser zum Kochen bringen und 1 Löffel Brennnesselblätter dazu geben.
  • 3 Minuten lang kochen lassen und dann vom Herd nehmen. Sobald der Tee etwas abgekühlt ist, absieben und davon anschließend bis zu 3 Tassen täglich trinken.

6. Lavendel

Lavendel wirkt leicht schmerzlindernd und kann bei Torticollis (Schiefhals) und Muskelschmerzen helfen.

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Wie wird Lavendel verwendet?

Diese schmerzstillende Pflanze kann äußerlich mit Umschlägen oder auch als Massageöl verwendet werden.

  • Wenn es sich um Schmerzen im Lendenbereich handelt, kannst du einen Umschlag mit Lavendeltee machen und 10 Minuten auf der schmerzenden Stelle wirken lassen.
  • Für Torticollis und Halsschmerzen kannst du ebenfalls eine Mischung aus ätherischem Lavendelöl mit Olivenöl (zu gleichen Teilen) zubereiten und mit einer sanften Massage auftragen.

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  • Tick, H. (2015). Nutrition and Pain. Physical Medicine and Rehabilitation Clinics of North America. https://doi.org/10.1016/j.pmr.2014.12.006

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