6 Anzeichen für Harninkontinenz

1 Dezember, 2015
Wenn du das Gefühl hast, die Blase nicht vollkommen entleert zu haben, häufig auf die Toilette musst und bei einer Anstrengung Harn abgeht, solltest du einen Arzt aufsuchen

Für jede Frau ist es unangenehm, das ständige Gefühl zu haben, auf die Toilette gehen zu müssen. Wenn dies häufig vorkommt, könnte es ein Anzeichen für eine Harninkontinenz oder für eine erschwerte Blasenkontrolle sein.

Außer dem ständigen Harndrang gibt es auch andere Anzeichen, die auf eine Harninkontinenz hinweisen. Es ist wichtig, diese zu kennen, da dieses Problem mit der Zeit die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann.

In diesem Beitrag erfährst du mehr über die Symptome von Harninkontinenz, denn jede vierte Frau, insbesondere ab den Wechseljahren, ist davon betroffen. 

Ursachen einer Harninkontinenz

Harninkontinenz erkennen

Die häufigste Ursache von Harninkontinenz ist eine Schwächung der Beckenbodenmuskel.

Diese Muskeln halten die Harnröhre geschlossen, bis sie das Signal erhalten, diese für das Wasserlassen zu öffnen.

Eine Schwächung der Elastizität führt bereits bei einem kleinen Huster oder leichter sportlicher Tätigkeit zu Harnverlust.

Diese Schwächung wird hauptsächlich durch Schwangerschaft, Entbindung und Menopause ausgelöst, kann aber auch durch folgende Faktoren bedingt sein:

  • Übergewicht oder Fettleibigkeit
  • Hirnschlag
  • Diabetes
  • Demenz
  • Harnwegsinfektion
  • Neurologische Schäden, wie z. B. Parkinson, Alzheimer, Spina Bifida, Multiple Sklerose usw.
  • Übermäßiger Konsum von bestimmten Arzneimitteln

Die Symptome zu identifizieren ist einfach, da sich diese im Laufe der Zeit verstärken.

Bei einem oder mehreren Signalen sollte ein Arzt aufgesucht werden, um ernstere Probleme auszuschließen.

Mehr zum Thema: Harninkontinenz: Übungen für Frauen

Wenn du oft auf die Toilette musst

Harndrang und Harninkontinenz

Nach dem Konsum von viel Flüssigkeit ist es ganz normal, dass ein Toilettengang fällig wird. Wenn das Bedürfniss der Entleerung jedoch häufiger als normal auftritt, auch wenn nichts getrunken wird, könnte es sich um Harninkontinenz handeln.

Dabei können sich die Blasenmuskeln nicht korrekt entspannen, um den Harn zu speichern.

Brennen beim Wasserlassen

Patienten, die an Harninkontinenz leiden, verspüren ein leichtes Brennen oder leichte Schmerzen beim Wasserlassen.

Harninkontinenz ist aber nicht immer der Grund, dies ist häufig auch ein Symptom für eine Harnwegsentzündung. Der Arzt kann Klarheit schaffen.

Inkontinenz beim Husten oder Niesen

Inkontinenz beim Husten

Der Harnabgang beim Niesen, Husten oder bei Aktivitäten, wie Springen, Treppensteigen usw. zählt zu den ersten Symptomen von einer unkontrollierten Blase. Dies wird als Belastungsinkontinenz bezeichnet, was sehr häufig vorkommt.

Die Toilette wird nicht erreicht

Du musst dringendst auf die Toilette und hast das Gefühl, den Harn nicht mehr länger halten zu können? Wenn du nicht rechtzeitig auf die Toilette kommst, weil der Harndrang plötzlich so stark ist, können meist verschiedene Therapien und Beckenbodenübungen sehr nützlich sein.

Ungewollter Harnabgang

Ungewollter Harnabgang

Du kannst den Harnabgang auch in entspannten Situationen nicht kontrollieren. Außerdem bemerkst du den unangenehmen Geruch und Feuchtigkeit an deiner Unterwäsche?

Dies könnte auf eine Inkontinenz  aufgrund von geschwächten Blasenschließmuskeln hinweisen.

Du hast Schlafstörungen

Harninkontinenz führt oft zu Schlafstörungen, gerade weil ständiger Harndrang verspürt wird.

Wenn du nachts mehr als 4 Mal auf die Toilette gehen musst, ist es an der Zeit, einen Arzt zu konsultieren, um eine Diagnose zu erhalten.

Lies auch: Harndrang hinauszögern, 5 negative Folgen

Wie gehen wir mit diesem Problem um?

Wie gehen wir mit Harninkontinenz um?

Für keine Frau ist es einfach, mit diesem Problem umzugehen, da die Harninkontinenz bedeutende Veränderungen im Alltag zur Folge hat. Denn wenn ein Notfall eintritt, können Geruch oder Flecken beschämend sein.

Veränderte Lebensgewohnheiten und die geeigneten Schutzmaßnahmen können jedoch sehr hilfreich sein:

  • Beckenbodenmuskelübungen 
  • Gesunde Ernährung
  • Einlagen oder spezielle Binden für Harninkontinenz
  • In Extremfällen kann eine medikamentöse Behandlung oder ein chirurgischer Eingriff nötig sein.
Auch interessant