5 Tipps gegen Kopfläuse

6 Mai, 2015

Kopfläuse sind besonders bei Kindern im Kindergarten- oder Grundschulalter ein Problem. Die Kinder stecken buchstäblich ihre Köpfe zusammen, sodass die Läuse leicht von einem Haarschopf zum anderen wandern können. Mützen, Kapuzen und andere Kopfbedeckungen in der Garderobe können auch leicht zum Übertragungsherd werden. Wir haben Tipps, was man gegen Läuse tun kann!

shampoo-rezept

Kopfläuse töten

Kopfläuse lassen sich nicht einfach mit Shampoo herauswaschen. Sie müssen wirklich abgetötet werden. Dies geschieht mit speziellen Shampoos oder Tinkturen auf chemische Art und Weise, man kann Kopfläuse aber auch auf mechanisch-physikalische Art abtöten und bekämpfen. Wichtig ist, jede Behandlung konsequent und lang genug durchzuführen, da nicht nur die lebenden Läuse getötet, sondern auch die Nissen (Eier der Läuse) entfernt werden müssen! Da man diese nicht töten kann, muss jede Behandlung mindestens acht bis zehn Tage erfolgen, um auch die aus den Nissen geschlüpften Läuse abzutöten!

Neubefall verhindern

Schade, wenn man die Läuse auf dem Kopf erfolgreich bekämpft hat, sie aber auf Kuscheltieren, Mützen oder Bekleidungsstücken lauern und einen jederzeit wieder neu befallen können. Die Läuse müssen auch auf Gegenständen bekämpft werden! Bettwäsche, Handtücher, Kissen oder Textilien, die getragen wurden nach einmaligem Gebrauch bei mindestens 60 Grad waschen. Lassen sich Textilien oder Gegenstände nicht waschen oder vertragen keine hohen Waschtemperaturen, kann man sie in einer Plastiktüte (Müllbeutel, Gefrierbeutel) auch in der Tiefkühltruhe bei -18 Grad Celcius abtöten. Zwei Tage lang müssen die Gegenstände tiefgekühlt werden, um sicher zu sein, dass auch alle Läuse und Nissen wirklich vernichtet sind. Teppiche, Kopfstützen, Kinder-und Autositze müssen nach jedem Gebrauch sorgfältig mit möglichst hoher Wattzahl abgesaugt werden.

Haare Kamm

Nasses Auskämmen

Damit die Haare bei dieser Methode nicht „ziepen“, sollten sie vorher mit einer Haarspülung oder Haarkur vorbehandelt werden. So fällt das Kämmen leichter und ist besonders für Kinder angenehmer. Mit einem speziellen, in der Apotheke erhältlichen Läusekamm werden die nassen Haare regelmäßig und sehr sorgfältig ausgekämmt. An Tag 1, 5, 9 und 13 des Befalls wird das Haar in einzelne Bereiche unterteilt und mit dem Läusekamm ausgekämmt. In einer wissenschaftlichen Studie wurde bewiesen, dass 57% aller so behandelten Kinder nach 2 Wochen lausfrei waren. Diese Methode erfordert äußerste Sorgfalt und absolute Einhaltung der vorgeschriebenen Intervalle (Tag 1, 5, 9, 13).

Öl

Silikonöl (Dimeticon)

Silikonöl als Läusemittel ist noch nicht vollständig erforscht. Man nimmt an, dass es die Atemöffnungen der Läuse verstopft und die Läuse durch Ersticken sterben. Egal, welcher Wirkmechanismus dahinter steckt: es wirkt. Die Haare mit Silikonöl großzügig durchnässen und einwirken lassen. Dann zusätzlich die zuvor beschriebene Methode des nassen Auskämmens anwenden. Das Silikonöl bekommt man als Medizinprodukt in der Apotheke. Es sollte im gleichen Turnus angewendet werden die das nasse Auskämmen, da dies dem Rhythmus der Läuse entspricht, in dem diese aus den Nissen schlüpfen.

apfelessig

Essig

Die Eier und Eihüllen der Läuse lassen sich mit dem Läusekamm besser abstreifen, wenn die Haare zuvor mit Essig durchnässt wurden. Apfelessig eignet sich hier gut. Es empfiehlt sich, zunächst die Läuse mit dem Läusekamm aus mit Haarspülung oder Haarkur kämmbar gemachtem Haar auszukämmen. Danach die Haare gut ausspülen und mit Essig übergießen. Nochmals zonenweise mit dem Läusekamm durchkämmen, um Eier und deren Hüllen auszukämmen. Dann mit klarem Wasser nachspülen.

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