5 Gewohnheiten, die den Knochen schaden

· 8 April, 2019
Schlafmangel ist nicht nur für die Reinigung des Körpers sehr negativ, auch die Mineralisierung der Knochen wird dadurch erschwert. Folglich könnte es zu Osteoporose kommen.

Pflegst du deine Knochen? Meist sind wir uns darüber nicht bewusst, doch bei einer falschen Ernährung, wenn wir zu viel Gewicht tragen oder uns zu wenig bewegen, tauchen im Laufe der Zeit oft Probleme und Schmerzen im Zusammenhang mit den Knochen auf.

Doch was kann man dagegen tun? In diesem Beitrag erfährst du, wie du deine Knochengesundheit pflegen kannst.

Alltägliche Gewohnheiten, die den Knochen schaden

Der alltägliche Lebensstil ist für die zukünftige Knochengesundheit ausschlaggebend. Die Knochen benötigen Pflege und spezielle Nährstoffe, um Krankheiten wie  Osteoporose, Knochenbrüchen, Hüftbeschwerden usw. vorzubeugen.

Wir empfehlen dir deshalb weiterzulesen und wenn nötig verschiedene Lebensgewohnheiten umzustellen.

1. Nahrungsmittel, die den Knochen schaden

erfrischungsgetränkeWie allgemein bekannt, hängt der Body-Mass-Index stark vom Kalziumspiegel ab, der für starke Knochen ausschlaggebend ist. Auch Vitamin D ist äußerst wichtig, doch oft vergessen wir, dies in der Ernährung zu berücksichtigen.

Lesetipp: Warum Softdrinks deinem Körper schaden

Es reicht nicht, täglich große Mengen an Kalzium einzunehmen, solange dieses nicht mit den korrekten Nahrungsmitteln kombiniert wird. Verschiedene Lebensmittel können die Kalziumreserven aufbrauchen und sind deshalb für die Knochen schädlich. Welche Nahrungsmittel gehören in diese Gruppe?

  • Erfrischungsgetränke mit Kohlensäure, insbesondere Coca Cola. Warum? Diese enthalten einen großen Anteil an Phosphorsäure, welche die Absorption von Kalzium reduziert. Vermeide deshalb diese Getränke so gut wie möglich. Auch die Nieren leiden übrigens stark an kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken.
  • Eine Tasse Kaffee ist zwar bei verschiedenen Beschwerden empfehlenswert, du solltest jedoch nicht zu viel von diesem köstlichen Getränk einnehmen. Mehr als zwei Tassen täglich werden nicht empfohlen, da Kaffee Xanthine enthält. Dies sind Substanzen, welche die Ausscheidung von Kalzium über den Urin anregen und deshalb zur Entmineralisierung der Knochen beitragen.
  • Wir alle wissen, dass Salz schlecht ist. Es trägt unter anderem zur Entkalkung der Knochen bei. Vermeide Salz so gut wie möglich. Insbesondere solltest du dann auf Wurstwaren, Konserven, Dosengerichte, Snacks und salzige Kekse verzichten.
  • Rotes Fleisch ist für die Knochen besonders schädlich. Es enthält viele schwefelhaltige Aminosäuren, welche bewirken, dass das Kalzium durch den Urin  ausgeschieden wird. Wähle pflanzliche Proteine, die viel gesünder und empfehlenswerter sind.

2. Schlafmangel

schlafen

Schlafen ist eine biologische Notwendigkeit. Während der Ruhephase werden im Organismus verschiedene Prozesse durchgeführt, so z.B. die Reinigung von Schadstoffen duch das Lymphsystem und die Leber, welche das Gleichgewicht für grundlegende Funktionen wiederherstellen.

Dies ist nur bei einem erholsamen Schlaf möglich.

In einer  im Journal Evidence-Basede-Medicine veröffentlichte Studie, konnte festgestellt werden, dass die Knochen- und Knochenmarkgesundheit durch Schlafstörungen geschädigt wird, da die Mineralisierung der Knochen reduziert und erschwert wird.

So kann es mit der Zeit zu Osteoporose kommen. Versuche früh zu Abend zu essen, regelmäßige Zeiten einzuhalten, vor dem Schlafen eine heiße Dusche zu nehmen und so deine Schlafqualität zu verbessern.

3. Höre auf zu rauchen!

nicht-rauchen

Personen, die diese schlechte Gewohnheit haben, leiden meist auch an schwächeren Knochen. Insbesondere bei Frauen, die ab der Menopause ein größeres Risiko für Knochenbrüche haben, ist Rauchen sehr schädlich.

Lesetipp: 8 Angewohnheiten, die Nierenschäden verursachen

Wenn du also zu den Raucherinnen gehörst, solltest du ernsthaft damit aufhören.

4. Vorsicht mit Taschen und Absätzen

taschen

Viele Gewohnheiten können langfristig gesehen unseren Knochen schaden. Hohe Absätze beeinträchtigen z.B. die Körperhaltung, wobei die Fuß-, Bein- und Rückenknochen sehr unter Miteleidenschaft gezogen werden.

Am Ende des Tages sind die Schmerzen und die Müdigkeit bereits zu spüren, doch nach vielen Jahren können ernsthafte Beschwerden auftreten. Entscheide dich besser für einen niedrigen, bequemen Absatz, du bist damit sicher auch sehr attraktiv.

Auch bei Taschen solltest du vorsichtig sein. Diese können bis zu  10 Kilos enthalten, ohne dass wir uns darüber bewusst sind. So entstehen Beschwerden, Schmerzen, Verspannungen usw. , sogar die Knochenstruktur kann darunter leiden.

Achte auf die Größe, die Breite des Henkels sowie Form und Gewicht der Tasche. Wenn täglich schwere Taschen verwendet werden, kann dies auch die Schultern, Arme und Hände sehr belasten.

Sei besonders bei großen Taschen (z.B. Tote-Taschen) vorsichtig. Wechsle beim Tragen die Seite und fülle die Tasche nicht allzu sehr.  Satchel-Taschen wiederum bewirken, dass das ganze Gewicht von einer Schulter getragen und dabei auch die Hand überbelastet wird.

Schone auch deine Ellenbogen, um eine Epicondylitis zu vermeiden.  Trage leichte Taschen und wechsle die Seite, auf der du die Tasche trägst, ab.

Welche Tasche ist am gesündesten? Am besten sind Taschen mit einem breiten, gefütterten Schultergurt, die nahe am Körper hängen und sich so nicht viel bewegen.

5. Bewegungsmangel, nein danke!

gehen

Gerade wenn du bei der täglichen Arbeit oder aus anderen Gründen  viel sitzen musst, solltest du dir darüber bewusst sein und für Ausgleich sorgen.

Die Folge von langem Sitzen sind nämlich geschwächte Knochen, die an Resistenz sowie Agilität verlieren, und auch oft Gelenksbeschwerden. Jedes Jahr werden sich die Konsequenzen vermehrt bemerkbar machen.

Warum beginnst du nicht noch heute mit täglichem Gehen? Vielleicht zusammen mit einer Freundin? Versuche es, du wirst sehr davon profitieren.

  • Cashman, K. D. (2007). Diet, Nutrition, and Bone Health. The Journal of Nutrition. https://doi.org/10.1093/jn/137.11.2507S
  • Holick, M. F., & Nieves, J. W. (2015). Nutrition and bone health. Nutrition and Bone Health. https://doi.org/10.1007/978-1-4939-2001-3