5 gesunde „Superfrüchte“

· 7 März, 2015

In der Werbung hört man immer wieder von „Superfrüchten“. Doch was ist das eigentlich und was ist daran so „super“? Wir haben für dich 5 solcher Superfrüchte unter die Lupe genommen. Macht es Sinn, das viele Geld für die teuren Superfrüchte auszugeben, oder gibt es preiswerten Ersatz?

Was sind Superfrüchte?

Zu den Superfrüchten gehören unter anderem Cranberry, Granatapfel, Acerola, Acai, Aronia, Goji und viele mehr. Es handelt sich dabei um überwiegend exotische Obstsorten, die überdurchschnittlich reich an Mineralstoffen, Vitaminen, Polyphenolen und anderen Pflanzenwirkstoffen sind. Aber auch heimische Früchte wie die Preiselbeere gehören zu den Superfrüchten. Wegen ihrer hohen Konzentration an Mineralstoffen, Vitaminen und Pflanzenwirkstoffen zeigen sie in vielen Bereichen eine stark gesundheitsfördernde Wirkung. Allen Superfrüchten wird auch ein hoher Gehalt an Antioxidantien bescheinigt, das sind zellschützende Wirkstoffe, die freie Radikale im Körper neutralisieren. Freie Radikale können unsere Zellen schädigen und entstehen durch den normalen Stoffwechsel, aber auch durch UV-Bestrahlung, Umweltgifte, Ozon, in Stresssituationen, durch eine unausgewogene Ernährung, die Einnahme bestimmter Medikamente und durch Krankheiten. Ein Zuviel an freien Radikalen führt zu einer Oxidation von Eiweiß und Fetten und in Folge zu einer beschleunigten Alterung der Zellstrukturen.

Wie esse ich Superfrüchte?

Die Wirkstoffe der Superfrüchte werden gerne in Tablettenform für teures Geld angeboten. Es ist jedoch wissenschaftlich nicht erwiesen, ob die Stoffe in isolierter Form überhaupt vom menschlichen Organismus genauso gesundheitsförderlich aufgenommen werden können, wie in der natürlichen Form, der Frucht selbst. Auch Säfte der Superfrüchte sind fraglich, denn diese Säfte sind selten pur und man weiß nicht, wie viele der ursprünglichen Vitamine sich überhaupt in der Flasche befinden. Wenn Du den Saft aus frischen Früchten selber herstellst, oder die Früchte roh verzehrst, ist das die beste Variante.

GranatapfelGranatapfel

Im Granatapfel steckt eine Vielzahl gesunder Stoffe wie Polyphenole, vor allem die Punicalagine. Diese wertvollen Pflanzenwirkstoffe haben gezeigt, dass sie Herz, Gefäße, Gelenke und Prostata schützen können. Studien zum Granatapfelsaft haben gezeigt, dass er bei gesunden Personen kurzfristig den Blutdruck senken und den oxidativen Stress vermindern kann. Beides sind Risikofaktoren für Herzerkrankungen. Granatäpfel gibt es zu jeder Jahreszeit bei uns zu kaufen. Ihre Edelsteinartigen Fruchtbestandteile verzieren Obstsalate und Müsli. Ein Trick, um die kleinen Körner aus der Schale zu bekommen: Schneide den Granatapfel in der Mitte quer auf. Halte ihn dann umgedreht über eine Schüssel und klopfe mit einem Löffel kräftig auf die Schale. Die einzelnen Kerne fallen dann einfach heraus. Da es etwas spritzt, halte den halben Granatapfel dabei möglichst tief in die Schüssel. Ein hohes Rührgefäß ist ideal.

GojiGoji Beere

Goji-Beeren stärken das Immunsystem, senken den Cholesterinspiegel, fördern die Konzentrationsfähigkeit, haben entzündungshemmende Wirkungen und werden als Anti-Aging-Beeren gefeiert. Sie werden hauptsächlich in China angebaut und getrocknet nach Europa gehandelt. In frischer Form haben sie viel Vitamin C – allerdings auch dann immer noch weniger als frische, schwarze Johannisbeeren. Da in China viel mit (teils illegalen) Pestiziden gearbeitet wird, sollte man Produkte mit Gojibeeren nur aus kontrolliert biologischem Anbau kaufen. Oder am besten gleich frische Johannisbeeren nehmen – die haben mehr Vitamin C als getrocknete Gojibeeren und verfügen ebenso über ein breites Spektrum an wertvollen sekundären Pflanzenstoffen.

CranberriesCranberries

Cranberries sind berühmt für ihre starken Abwehrkräfte und werden speziell vorbeugend gegen Harnwegsinfektionen empfohlen. Gewisse Inhaltsstoffe der Cranberries verhindern wahrscheinlich, dass Bakterien in den Harnwegen verbleiben und so eine Infektion auslösen. Außerdem enthält die Cranberry eine hohe Konzentration an Antioxidantien. Cranberries wachsen in Nordamerika und sind verwandt mit unseren heimischen Preiselbeeren. Bei uns werden Preiselbeeren seit Generationen zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten genutzt. Warum also teure Importfrüchte kaufen statt einheimische Früchte essen? Im Sommer findest du die roten Beeren auf Moorwiesen, in Heidelandschaften und auch manchen Bergwiesen. Lecker und so gesund!

Noni

Die Noni-Frucht heißt auch „indische Maulbeere“ und wird vor allem in Australien als „Schönheitsfrucht“ verwendet. Ein Glas Saft pro Tag aktiviert angeblich den Stoffwechsel und schützt vor Falten. Mehr sollte es dann aber auch nicht sein, denn wahrscheinlich enthält Noni-Saft bedenkliche Inhaltsstoffe. Es handelt sich um Anthrachinonderivate, die als starke Abführmittel bekannt sind, aber auch in der Farbstoffindustrie verwendet werden können. Das Geld für teuren Noni-Saft kann man besser in eine gute Tagescreme mit Lichtschutzfaktor investieren – so schützt man effektiver (und günstiger) vor Falten.

Blaubeeren

Acai Beeren

Auf den ersten Blick sehen sie ein bisschen aus wie Heidelbeeren. Manche behaupten, dass die Beeren dank der vielen Antioxidantien dazu verhelfen jünger auszusehen. Außerdem sollen Acai-Beeren den Stoffwechsel ankurbeln und so die Kilos schmelzen lassen. Naja. Es geht auch mit heimischen Früchten: Heidelbeeren oder Sauerkirschen enthalten noch mehr Antioxidantien – und die Heidelbeere sogar mehr Magnesium als Acai Beeren.