5 Alternativen zur Strafe

· 31 August, 2018
Durch gute Kommunikation wird positives Verhalten von Kindern unterstützt. Bevor du an eine Strafe denkst, solltest du lieber einen Weg finden, um über das Problem zu reden. So könnt ihr zusammen eine Lösung finden. Lies diesen Artikel, der dich bei der Kindeserziehung unterstützen möchte.

Wusstest du, dass Strafe nicht immer die einzige Art ist, auf die dein Kind seine Lektion lernt? Es gibt auch alternative Erziehungsweisen, die eine bessere Entwicklung des Kindes ermöglichen.

Verschiedene Psychologen sind sich einig, dass Schimpfen oder Schreien nur eine kurze Wirkung haben. Sie verändern nicht die untentschiedene Verhaltensweise unserer Kinder und greifen außerdem seine emotionale Gesundheit an.
Entdecke fünf Alternativen zur Strafe, die dir dabei helfen werden, dein Kind auf die beste Weise zu erziehen.

Erinnerst du dich daran, wie du dich gefühlt hast, wenn Mama oder Papa dich anschrien, weil du nicht dein Spielzeug weggeräumt hast? Oder erhieltst du womöglich in deiner Kindheit noch Schläge?

Dein Kind fühlt sich genauso wie du damals, wenn du es durch verbale Aggression bestrafst.

Selbst wenn du eigentlich nur eine falsche Verhaltensweise deines Kindes ändern möchtest, so fühlt es sich durch Strafen nur gedemütigt.

Durch eine solche Strategie lernt es niemals, welche positive Verhaltensweise du ihm eigentlich beibringen möchtest. Es will dann nur noch Dinge tun, durch die es die Strafe vermeiden kann und lernt so, selbst Gewalt als Mittel zur Konfliktlösung anzuwenden.

Welches sind die besten Alternativen zur Strafe?

Zu den besten Alternativen, um das Verhalten unseres Kindes zu verbessern, gehört das Gespräch. Doch manchmal ist das einfach noch nicht genug.

Man sollte dann erzieherische Alternativen in Betracht ziehen, die dem Kind durch positive Stärkung vermitteln, warum sein Verhalten unangebracht ist. Damit legt man den Grundstein zur Veränderung des Verhaltens.

Strafe ist nicht immer die beste Art, unseren Kindern etwas beizubringen.

Manche Textbücher empfehlen andere Arten der Strafe, wie zum Beispiel den Entzug von Privilegien.

Diese Strafen vermitteln jedoch dieselbe Botschaft wie Schreie oder Schläge. Wirklich wirksame Alternativen zur Strafe sind jene, die dem Kind erlauben, aus seinen Fehlern zu lernen und auf gesunde Weise zu wachsen.

Die positive Disziplin ist eine nützliche Methode, um die Beziehung zwischen Eltern und Kindern zu verbessern. Ihre Grundlagen sind gegenseitige Zuneigung und Respekt.

Du solltest natürlich nicht jeder Laune deines Kindes nachgeben, doch genauso wenig geht es darum, zu autoritär aufzutreten. Du solltest standfest sein, doch dabei die Gefühle und Bedürfnisse deines Kindes und deiner selbst in Betracht ziehen.  

1. Sprich mit deinem Kind über das Problem

Viele Eltern können sich nicht mit ihren Kindern auseinandersetzen, ohne dabei zu streiten. Das geschieht oft, wenn die Kinder Hilfe brauchen, aber nicht mit ihren Eltern reden wollen.

Eine Alternative zur Strafe ist es, deinem Kind zuzuhören und es aussprechen zu lassen. Sag nicht, dass du weißt, wie es sich fühlt.

Viele Gespräche enden, weil die Eltern zu früh eingreifen, wenn das Kind noch nicht fühlt, dass es seinen Standpunkt ausgedrückt hat.

Selbst wenn du meinst zu wissen, was im Kopf deines Kindes vorgeht, so zeige doch Interesse an dem, was es dir erzählt. Dadurch fühlt es sich sicher und bereit, um dir zu erklären, was geschehen ist.

Wenn sich dein Kind dir erst mal öffnet, dann könnt ihr zusammen nach einer Lösung des Problemes suchen.

2. Erkläre deinem Kind die Folgen seines Verhaltens

Der Ton macht bekanntlich die Musik. Wenn du deinem Kind Sätze wie „Wenn du das machst, dann wird es dir noch leid tun!“ sagst, dann wird es nur Angst und keinen Respekt vor dir haben.

Du bringst ihm so auch nicht bei, welche Verhaltensweisen es wie ändern soll.

Sprich mit deinem Kind. Erkläre ihm, dass seine Verhaltensweisen Folgen haben. Gib ihm zu verstehen, dass diese Konsequenzen die Personen in seinem Umfeld betreffen können.

Mutter schimpft, Tochter rebelliert

Du solltest dabei standfest und direkt sein, aber immer freundlich bleiben. Lobe auch dein Kind, wenn es sich korrekt verhält, so lernt es, den richtigen Weg zu gehen. Unternehmt zusammen eine Familienaktivität, um euch zu belohnen.

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 3. Gib deinem Kind mehr Hausarbeit auf

Eine der Alternativen zur Strafe ist es, dem Kind mehr Aufgaben im Haushalt zu geben, wenn es sich nicht korrekt verhält. So kannst du Disziplin ausüben, ohne die Stimme zu erheben.

4. Bitte es darum, sich zu entschuldigen

Bestimmt hast du dein Kind schon mal dazu gebracht, „Entschuldigung“ zu sagen. Doch hast du jemals an die wahre Macht dieses Wortes gedacht?

Sofortige Entschuldigungen sind manchmal nicht die beste Art des Handelns, weil sie oft leer sind.

Dein Kind muss zuerst über sein Verhalten und den Konflikt nachdenken. Gib ihm etwas Zeit, alles zu verdauen, damit es auch versteht, wie sein Verhalten die Gefühle anderer beeinflusst.

Wenn es sich erst einmal beruhigt hat, dann redet zusammen darüber, was geschehen ist und bitte es darum, auch an andere zu denken. Vielleicht hat es sie verletzt.

Wenn es zunächst etwas Zeit zum Nachdenken hat, dann wirst du darüber erstaunt sein, wie schnell eine Entschuldigung auf ganz natürliche Weise herauskommt. Die ist dann auch viel ehrlicher als die geforderte sofortige Entschuldigung.

5. Gib ihm verschiedene Optionen und lasse es selbst entscheiden, wie es für sein schlechtes Verhalten zahlen möchte

Je nach Grad seines Verhaltens kannst du verschiedene Alternativen zur Strafe aussuchen. Gib deinem Kind dann Zeit, darüber nachzudenken und zu wählen, welche Aufgabe es erfüllen möchte.

Vielleicht geht es um weniger Zeit mit elektronischen Geräten oder mehr Aufgaben im Haushalt.

Wenn du deinem Kind eine Strafe aufzwängst, dann fühlt es sich nur frustriert und spürt vielleicht sogar Groll und Wut gegen dich.

Wenn du ihm jedoch ruhig die Konsequenzen seines Verhaltens erklärst, dann ist es fähig zu verstehen, wie es sich beim nächsten Mal angemessener verhalten kann.

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Schlussbemerkungen

Strafen enthalten negative Konsequenzen, die alle Eltern vermeiden sollten. Man bringt seinem Kind so bei, andere zu strafen. Meinst du wirklich, dass es ihm etwas bringt, den Computer oder den Nachtisch wegzunehmen?

Es ist wahrscheinlich, dass dein Kind so lernt, seinen Frust auch an anderen auszulassen.

Des Weiteren werden durch Strafe Schuldgefühle erzeugt. Meistens bestraft man Kinder, wenn sie gerade weinen.

Sie sollten jedoch zuerst Zeit haben, darüber nachzudenken, was sie eigentlich falsch gemacht haben.

Dadurch kann das Kind schnell lernen, dass seine Eltern ihm verzeihen und es erneut lieben, auch wenn es etwas falsch gemacht hat und deswegen traurig oder frustriert ist.