4 Tipps zur Krebsvorsorge

26 Mai, 2020
Auch mit der besten Krebsvorsorge kann diese Krankheit nicht zu 100 Prozent verhindert werden. Doch mit verschiedenen Maßnahmen können bestimmte Risikofaktoren reduziert werden. Erfahre heute mehr über dieses Thema. 

Die Krebsvorsorge kann das Risiko für Tumorerkrankungen reduzieren, diese jedoch nicht zu 100 Prozent verhindern. Wir sprechen von einer Gruppe von Krankheiten, an denen im Jahre 2018 rund 18,1 Menschen weltweit litten. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, entsprechende Maßnahmen zu treffen, um die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung zu senken.

Die Entwicklung einer Tumorerkrankung hängt mit verschiedenen Risikofaktoren zusammen, denen wir ausgesetzt sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)  definiert das Risiko als „jedes Anzeichen, jede Eigenschaft oder Exposition eines Individuums, welche die Wahrscheinlichkeit, an einer Krankheit oder Verletzung zu leiden, erhöht“.

Nicht alle Risikofaktoren können verhindert werden, denn manche davon hängen mit dem Alter, dem Geschlecht oder genetischen Mutationen zusammen. Doch andere, wie zum Beispiel die Exposition gegenüber verschiedenen Substanzen oder bestimmte Verhaltensweisen, können modifiziert werden. Anschließend findest du vier nützliche Tipps zur Krebsvosorge!

Hilfreiche Tipps zur Krebsvorsorge

Informationen der Mayo Clinic ist zu entnehmen, dass die Möglichkeit aufgrund des Lebensstils an Krebs zu erkranken, weit akzeptiert ist. In diesem Sinne müssen wir wissen, dass wir Risiken mit verschiedenen Veränderungen reduzieren können. Wir nennen dir anschließend die vier wichtigsten Dinge zur Krebsvorsorge.

1. Vermeide den Tabakkonsum

Krebsvorsorge: mit Rauchen aufhören
Rauchen zählt zu den bekanntesten Risikofaktoren, die Krebs verursachen können.

Indem du auf den Tabakkonsum und die Exposition von anderen Schadstoffen verzichtest, kannst du einen wichtigen Beitrag in der Krebsvorsorge leisten.

Tabak zählt zu den wichtigsten und häufigsten Risikofaktoren. Die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass Tabak weltweit im Jahre 2004 bei 22 Prozent der Krebstodesfälle mitverantwortlich war. Dies bedeutet, dass davon insgesamt 1,6 Millionen Menschen betroffen waren.

Bei über 10 Krebsarten besteht ein Zusammenhang mit Tabak, wobei Lungenkrebs die wichtigste ist. Studien haben gezeigt, dass 16 Prozent der Raucher, die bereits in jungem Alter beginnen, ab dem 60. Lebensalter eine Krebserkrankung entwickeln.

Zwar betrachten viele Zigarren und Wasserpfeifen als weniger schädlich, doch gerade dieses Vertrauen des Konsumenten erhöht das Risiko. Auch die Gefahr für Passivraucher darf nicht vergessen werden. Es gibt keine unschädliche Art des Tabakrauchens, die einzige Möglichkeit ist, vollkommen darauf zu verzichten.

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2. Zur Krebsvorsorge an Gewicht abnehmen

Bei mindestens 8 verschiedenen Krebsarten besteht ein Zusammenhang mit Adipositas. Die meisten davon haben mit dem Magen-Darm-Trakt zu tun. Die Internationale Agentur für Krebsforschung, kurz IARC, informiert, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und folgenden Tumorerkrankungen besteht:

  • 39 % im Falle eines Endometriumkarzinoms
  • 37 % im Falle von Speiseröhrenkrebs
  • 25 % bei Nierenkrebs
  • 11 % im Falle von Darmkrebs
  • 9 % bei Brustkrebs bei Frauen nach der Menopause

Der übermäßige Konsum von rotem Fleisch und Fertigprodukten kann das Risiko für Darmkrebs ebenfalls erhöhen. Wichtig in der Krebsvorsorge ist deshalb regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung, um ein ausgeglichenes Körpergewicht zu bewahren oder zu erreichen.

3. Alkohol nur in bescheidenen Maßen 

Krebsvorsorge; wenig Alkohol
Der übermäßige Konsum von Alkohol erhöht das Krebsrisiko.

Der übermäßige Konsum von Alkohol wird mit einem erhöhten Krebsrisiko assoziiert. Es ist deshalb sehr wichtig, alkoholische Getränke nur in bescheidenen Maßen einzunehmen.

Alkohol wird mit Mundhöhlenkrebs und anderen 7 Krebsarten in Verbindung gebracht, unter anderem auch mit Brustkrebs. Das Risiko erhöht sich mit zunehmendem Alkoholkonsum.

Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation zufolge ist Alkohol bei Männern für 22 Prozent und bei Frauen für 9 Prozent der Fälle von Mundhöhlenkrebs mitverantwortlich.

Es sollten deshalb bei Männern nicht mehr als maximal zwei Weingläschen oder zwei kleine helle Bierflaschen am Tag sein. Frauen sollten nicht mehr als ein Glas Wein oder eine kleine helle Bierflasche täglich trinken.

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4. Vermeide zu lange oder häufige Sonnenexposition

Die ionisierende Strahlung hat auf Menschen krebserregende Wirkungen. Dazu gehört auch die ultraviolette Strahlung, die von der Sonne ausgeht. Diese steht mit verschiedenen Hautkrebsarten in Verbindung, vor allem mit Melanomen.

Schätzungen zufolge wurden 2018 weltweit ungefähr 55.000 Todesfälle durch Melanome verzeichnet. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt deshalb verschiedene Maßnahmen, um sich vor ultravioletter Sonnenstrahlung zu schützen:

  • Die übermäßige Sonnenexposition vermeiden,
  • Sonnenschutz verwenden und
  • sich mit Kleidung abdecken, um die schädliche Strahlung abzuhalten.

Abschließende Empfehlungen zur Krebsvorsorge

Zusätzlich zu den erwähnten Tipps kannst du auch andere Maßnahmen treffen, um einer Krebserkrankung vorzubeugen. Eine gesunde und ausgeglichene Ernährung mit möglichst wenig Zucker, jedoch ausreichend frischem Obst und Gemüse ist besonders wichtig. 

Darüber hinaus solltest du dich regelmäßig ärztlich untersuchen lassen und alle Früherkennungstermine wahrnehmen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Risikofaktoren bestehen. Bei einer frühen Diagnose können die meisten Krebsarten geheilt werden.

  • OMS | Prevención del cáncer. (2017, August 9). Retrieved from https://www.who.int/cancer/prevention/es/
  • Cob Guillén, E., Cohen Rosenstock, S., & Cob Sánchez, A. (2018). Obesidad y cáncer. Medicina Legal de Costa Rica35(2), 45-53.
  • Zinser-Sierra, J. W. (2019). Tobacco use and lung cancer. Salud publica de Mexico61(3), 303-307.
  • IARC Working Group on the Evaluation of Carcinogenic Risk to Humans. Ionizing Radiation, Part 1: X- and Gamma (γ)-Radiation, and Neutrons. Lyon (FR): International Agency for Research on Cancer; 2000. (IARC Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Humans, No. 75.) Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK401325/