Die 10 häufigsten Hautallergien

· 29 August, 2014
Bei den ersten Symptomen einer Allergie empfiehlt es sich, die betroffene Stelle mit Wasser und neutraler Seife zu waschen und jeglichen Kontakt mit dem Auslöser zu vermeiden.

Hautallergien können uns in jeglicher Hinsicht das Leben beträchtlich erschweren. Aus diesem Grund sollten wir uns bewusst sein, welche Hautreaktionen erscheinen können.

Lies weiter, um mehr über Hautallergien zu erfahren. Wie identifiziert man sie und welche Maßnahmen sollte man ergreifen, um diese zu vermeiden.

Hautallergien durch Parfums und Duftstoffe

Parfums und Duftstoffe befinden sich unter den häufigsten Ursachen für Allergien bei Erwachsenen. Die Tendenz ist steigend.

Zu dieser Gruppe zählen viele Produkte: Seifen, Körperlotionen, Shampoos, Reinigungs- bzw. Haushaltsmittel, Feuchttücher und vieles mehr. Es kann sogar möglich sein, dass Produkte, die mit dem Label „ohne Duftstoffe“ beschriftet sind, trotzdem Allergien auslösen.

Wenn du bemerkst, dass ein Produkt mit Duftstoffen eine Allergie verursacht, solltest du dieses durch eines mit natürlichen Essenzen oder durch ein vollkommen duftstofffreies ersetzen.

Hautallergien durch Nickel

Nickel gilt ebenfalls als eines der häufigsten Allergene. Dieses Metall wird oft für Schmuck oder Piercings verwendet.

Die meisten Reaktionen treten an den Ohren auf, da manche Teile der Ohrringe Nickel enthalten. Die Reaktion kann bei einem sofortigen Kontakt oder auch erst nach einiger Zeit auftreten.

Wo können wir Nickel finden? In Uhren, Brillen, Kleiderverschlüssen, Knöpfen, Gürteln, Manschetten usw.

Hautallergien durch Latex

Latexallergien treten in letzter Zeit immer häufiger auf. Grund dafür ist die wachsende Anzahl von Produkten, die aus Latex hergestellt werden.

Dieses Material wird für Handschuhe, Bälle, Kleidung, Haargummis, Kondome und viele andere Produkte verwendet.

Symptome einer Latexallergie können kleine Ausschläge oder Hautrötungen, jedoch aber auch Atembeschwerden oder Erbrechen sein.

Hautallergien durch Haarfärbemittel

Voluminöses Haar und glatte Haut

Eine Haarfärbemittelallergie wird meist durch eine Reaktion gegen p-Phenylendiamin (PPD) hervorgerufen. Da ist eine chemische Substanz, die meist für diese Produkte verwendet wird und vor dem Auftragen mit anderen Stoffen gemischt werden muss.

Um Reaktionen zu vermeiden, sollte vor dem Auftragen ein Test durchgeführt werden, wie es normalerweise auf der Verpackung angegeben wird. PPD kann auch in vermeintlich natürlichen Färbemitteln enthalten sein.

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So ist zum Beispiel bei Hennamischungen für schwarze Haare Vorsicht geboten. Meist treten Symptome wie Juckreiz, Schmerzen oder Schwellungen auf.

Hautallergien durch Kletternden Giftsumach

Der Giftsumach beinhaltet Urushiole. Diese ölartige Substanz löst bei vielen Menschen allergische Reaktionen aus, da es sich hier um ein extrem starkes Allergen handelt.

Es können Hautausschläge, Blasen, Rötungen, Juckreiz und Hautbrennen auftreten. Urushiol ist eine sehr klebrige Substanz, so dass sie sich leicht verbreiten kann.

Die Beschwerden können durch eine gründliche Reinigung der betroffenen Hautstellen mit kaltem Wasser und Antihistaminika gelindert werden.

Hautallergien durch Textilien

Viele Menschen glauben, allergisch gegen Wolle zu sein. Dieses Material bewirkt in einem unbehandelten Zustand jedoch keine Reaktionen.

Deren Textur kann bei empfindlicher Haut Reaktionen auslösen, die mit einer Allergie leicht verwechselt werden.

Dennoch gibt es Textilmaterialien, die Formaldehydharze beinhalten und Allergien auslösen. Dieses Material wird oft für elastische Bekleidung verwendet, um diese gegen Wasser, Falten oder Zusammenziehen widerstandsfähig zu machen.

Dieser chemische Stoff kann Reaktionen wie Reizungen, Ausschläge und Schwellungen bewirken. Wenn du eine allergische Reaktion feststellst, solltest du versuchen, Kleidung aus Baumwolle, Poliester, Nylon oder formaldehydfreiem Acryl zu verwenden.

Es kann vorkommen, dass die Allergie sehr leicht ist und die Symptome nach mehrmaligem Waschen der Kleidung verschwinden.

Hautallergien durch Kosmetika

Hautallergien können wegen Kosmetika auftreten

Bei Kosmetika können die zu ihrer Herstellung verwendeten Duft- oder Konservierungsstoffe Auslöser einer allergischen Reaktion sein. Hautreizungen treten sehr häufig auf und können jeden betreffen.

Vor allem, wenn das Verfallsdatum abgelaufen ist oder das Produkt eine schlechte Qualität aufweist.

Wenn du ständig Hautrötungen, Schwellungen oder Ausschläge hast, kann dies eine Allergie gegen chemische Stoffe wie Formaldehyde, Parabene oder Thimerosal sein, die zur Herstellung von Kosmetika verwendet werden.

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Bei einer allergischen Reaktion ist es wichtig, die Benutzung des Produktes sofort einzustellen. Teste nach einiger Zeit schrittweise andere Produkte, bis du das für deine Haut geeignete gefunden hast.

Hautallergien durch Topische Arzneimittel

Antibiotika oder andere Salben, die zur Wundheilung oder gegen andere Hautprobleme verwendet werden, beinhalten Neomycin. Dieser Stoff kann leichte aber auch schwere Allergien hervorrufen.

Arzneimittel mit Neomycin können Hautreizungen oder übermäßige Trockenheit an der betroffenen Zone bewirken. Wenn du vermutest, gegen Neomycin allergisch zu sein, solltest du einen Allergologen aufsuchen, damit dieser Allergieproben durchführen kann.

Sollte sich die Allergie bestätigen, ist es wichtig, deinen Hausarzt, Zahnarzt usw. darüber zu informieren, damit diese Substanz bei Behandlungen vermieden wird.

Hautallergien durch Sonnenschutzcremes

Sonnenschutzcremes können bei Allergien genau eine gegenteilige Wirkung beim Kontakt mit der Sonne hervorrufen.

Es klinkt zwar seltsam, aber wenn manche chemische Stoffe dieser Produkte in Kontakt mit der Sonne treten, können negative Reaktionsveränderungen bei Allergikern auftreten.

Diese chemischen Stoffe sind meist Para-Amino-Benzoesäure (PABA), Benzophenon, Oxybenzon, Salicylat und Cyclohexanol.

Viele Hauttypen sind widerstandsfähiger als andere und weisen keine oder nur leichte Reaktionen auf.

Auf jeden Fall solltest du Sonnenschutzcremes suchen, die frei von diesen Stoffen sind, um Risiken zu vermeiden.

Hautallergien durch Haushaltsprodukte

Normalerweise bewirken diejenigen Haushaltsmittel Allergien, die starke und langanhaltende Lösungsmittel oder andere aggressive Stoffe beinhalten.

Dazu gehören zum Beispiel Farblösemittel, Nagellackentferner oder Feuerzeug-Flüssigkohle.

Die meisten dieser Produkte verursachen Hautreizungen, können aber bei empfindlicher Haut, die einem längerem Kontakt ausgesetzt ist, Allergien auslösen.

Wie werden die ersten  Allergiesymptome erkannt?

Allergie im Gesicht

Es ist unheimlich wichtig, auf die ersten Symptome einer Allergie achtzugeben. Diese können Hautrötung, Juckreiz, Brennen oder kleine Ausschläge sein.

Wenn du diese bemerkst und als Reaktion identifizierst, solltest du die betroffene Hautzone mit Wasser und einer neutralen Seife reinigen und jeglichen Kontakt mit dem Allergen vermeiden.

Sind die Symptome ernst, dann suche einen Dermatologen oder Allergologen auf.