Wirken Hausmittel gegen humane Papillomviren?

· 27 April, 2018
Humane Papillomviren klingen zunächst gefährlich, sind es aber nicht immer. Erfahre mehr darüber – und was du tun solltest.

Humane Papillomviren stecken hinter verschiedenen Beschwerden oder Erkrankungen. Nicht immer ist ein Befall mit den Viren gefährlich und nicht immer kann man auch etwas dagegen tun. Erfahre, welche Viren es gibt und was sie bewirken!

Humane Papillomviren sind ansteckend

Humane Papillomviren sind zwar ansteckend, jedoch oft ungefährlich. Sie verursachen an Haut und Schleimhäuten ein meist unkontrolliertes Wachstum, welches tumorartig ist, jedoch oft gutartig. Warzen sind auch eine Folge von einer solchen Infektion.

Es kommt darauf an, welche Haut und welche von insgesamt mindestens 124 Humane Papillomviren (HPV) die Person befallen, doch in der Regel bilden sich an der betroffenen Stelle zunächst harmlose Warzen, auch im Intim- oder Analbereich. Meist sind die durch Humane Papillomviren hervorgerufenen Wucherungen also gutartig.

Es gibt aber auch Humane Papillomviren, die bösartige Wucherungen verursachen. Dazu gehören zum Beispiel:

Das Problem: Findet bei einer von HPV betroffenen Intimregion Oralsex statt, kann sich das Humane Papillomvirus auch auf die Mundschleimhaut übertragen und dort Krebs im Mund auslösen!

Nicht alle HPV verursachen aber Krebs! Humane Papillomviren werden grob in zwei Klassen unterteilt: Hochrisiko- und Niedrigrisikotypen. Die Hochrisikotypen sind an rund 99% aller Gebärmutterhalskrebsfälle beteiligt. Darüber hinaus gibt es noch einige HPV, die noch nicht eindeutig klassifiziert wurden.

Papillomviren am FußWie erfolgt die Ansteckung?

Da viele Menschen Humane Papillomviren an sich tragen, ohne dies zu wissen, ist die Ansteckungsgefahr recht hoch. Oder wusstest du, dass eine Warze am Fuß für alle ansteckend ist und du daher nicht barfuß laufen solltest?

Die Übertragung erfolgt durch Hautkontakt oder ungeschützten Geschlechtsverkehr. Kondome halbieren das Infektionsrisiko, jedoch ist es auch möglich, sich über gemeinsam genutzte Gegenstände wie Handtücher, Trinkgefäße, Badvorleger oder Zahnbürsten zu infizieren. Auch, wenn du dir die Schamhaare rasierst kannst du den Virus von einer befallenen an eine noch nicht befallene Körperregion übertragen!

Wenn du glaubst, dass Humane Papillomviren ein rein weibliches Problem seien, weil Männer in keiner Statistik auftauchen, so lasse dir erklären, dass Frauen regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt gehen und es daher verlässliche Daten gibt. Die Viren treten bei Männern genauso oft auf und können von Mann zu Frau übertragen werden, da Männer von ihrer Infektion meist nie erfahren.

Papillomviren im IntimbereichKann man sich schützen?

Egal vor welcher Art der Papillomviren du dich schützen möchtest: Hygiene ist das A und O! Nutzt du öffentliche Bäder und Saunen, trage Schuhe und setze dich immer nur auf eine Seite deines eigenen Handtuchs. Verwende Kondome beim Geschlechtsverkehr und gehe regelmäßig zur Vorsorge beim Frauenarzt.

Beim Frauenarzt wirst du nicht darauf untersucht, ob bei dir Humane Papillomviren vorliegen, sondern der Arzt macht einen Abstrich. Es macht keinen Sinn, diesen auf Viren zu untersuchen, denn in über 90% aller Fälle einer Virusinfektion verläuft diese völlig harmlos.

Der Abstrich wird also nicht auf den Virus, sondern auf Gewebeveränderungen untersucht. Treten Veränderungen auf, so kann das auf Humane Papillomviren hinweisen. Selbst wenn es sich um einen Virusbefall handelt, so heilt dieser in vielen Fällen wieder von selbst aus.

Gibt es Hausmittel, die helfen?

Wurden bei dir Veränderungen im Gewebe durch Humane Papillomviren entdeckt, besteht zunächst noch kein Grund zur Sorge. Dein Arzt wird dich darauf hinweisen, dass ab jetzt engmaschige Kontrollen nötig sind und du diese Termine auch regelmäßig wahrnehmen sollst.

Erst, wenn der Arzt feststellt, dass sich das Gewebe bösartig verändert und nicht von selbst ausheilt, wird er mit dir über Behandlungsmöglichkeiten sprechen. Diese sind sehr individuell und hängen von so vielen Faktoren ab, dass wir an dieser Stelle nur auf deinen Arzt verweisen möchten.

Hausmittel gibt es wirklich keine und da sich aus dem durch Viren veränderten Gewebe Krebs entwickeln kann, solltest du auch keinesfalls mit Knoblauch, Rizinusöl und anderen Hausmitteln experimentieren, denn im Ernstfall spielst du nicht mit Hausmitteln, sondern mit deinem Leben!