Wie man Muskelschmerzen lindert ohne zu Schmerzmitteln zu greifen

· 24 August, 2017
Dehnübungen und Massagen sind ideal, um Muskelschmerzen vorzubeugen oder sie zu lindern. Es empfiehlt sich jeden Tag für mindestens 10 Minuten Dehnübungen durchzuführen, um Problemen vorzubeugen

Für viele Menschen gehören Muskelschmerzen schon fast zum „täglich Brot“.

Zu den Ursachen gehören Bewegungsmangel – viele sitzen mehr als 8 Stunden vor dem Computer – und schlechter Schlaf. In vielen Fällen werden die Beschwerden so schlimm, dass alltägliche Aufgaben nicht mehr erledigt werden können.

In diesem Artikel stellen wir Möglichkeiten vor, wie man Muskelschmerzen lindern kann ohne dafür Schmerzmittel einnehmen zu müssen. 

Tipps gegen Muskelschmerzen

Wenn du auch zu den Menschen gehörst, die sich viel zu wenig bewegen und ihren Körper nicht ausreichend betätigen, kannst du zumindest folgende Ratschläge umsetzen.

So kannst du Muskelschmerzen auf einfache Art und Weise lindern:

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1. Kalte Umschläge

Um Entzündungen in den Muskeln zu reduzieren, wenn sie schmerzen, hilft Eis. Allerdings muss man die kalten Umschläge sofort anwenden, damit sie einen Effekt haben (sobald die Beschwerden beginnen).

Es hilft nämlich nichts, wenn man erst zwei Tage nach Beginn der Schmerzen die betroffene Stelle kühlt.

  • Um die Haut vor Schäden zu schützen, sollte man die Eiswürfel in ein Tuch oder eine Plastiktüte einwickeln. Anschließend für 10 bis 15 Minuten auflegen.
  • Eine weitere Option ist ein Bad in kaltem Wasser.

2. Dehne dich

Dehnübungen gegen Muskelschmerzen

Man kann Dehnübungen an allen möglichen Orten durchführen, zum Beispiel im Büro, im Fitness-Studio oder zuhause.

Eine Abfolge von Dehnübungen für nur 10 Minuten kann schon helfen, die Muskelschmerzen zu reduzieren. Oftmals entstehen sie, weil man lange Zeit in der selben Position ausgehalten oder ein schweres Training hinter sich hat.

Sich zu dehnen hilft allerdings nicht, wenn der Muskel verletzt ist oder man sich zu sehr zwingt.

  • Führe jeden Morgen gleich nach dem Aufstehen eine Routine von ungefähr 5 Minuten durch. In dieser Zeit kannst du Arme und Beine dehnen. Auf diese Weise reduzierst du Schmerzen und beugst Kontrakturen vor. Du kannst so perfekt in den neuen Tag starten.

3. Nimm eine Dusche

Wenn kalte Umschläge nichts nützen, weil der Muskel nicht entzündet ist, kann man Wärme einsetzen.

  • Nimm eine heiße Dusche und stelle das Wasser so heiß ein, wie du es gerade noch aushalten kannst. Auf diese Art und Weise entspannt sich der Muskel.
  • Eine weitere Empfehlung ist ein heißes Bad mit Bittersalz oder wohltuendem Schaum.
  • Auf der anderen Seite sind auch Dampfbäder sehr effektiv um Anspannungen zu beseitigen. Damit können Schmerzen effektiv gelindert werden. Du kannst sie zuhause durchführen oder in eine Sauna oder ein Spa gehen (dort kannst du gegebenenfalls auch eine entspannende Muskelmassage in Anspruch nehmen).

4. Spazieren gehen

Aktive Erholung ist besonders effektiv, denn so wird gleichzeitig Bewegungsmangel entgegen gewirkt. Wenn dir in letzter Zeit die Muskeln von der Arbeit schmerzen, solltest du etwas häufiger spazieren gehen.

  • Dabei musst du nicht gleich kilometerweit gehen. Anfangs reicht ein kurzer Spaziergang. Du kannst zum Beispiel einfach dein Auto etwas weiter entfernt von der Arbeitsstelle parken.
  • Während des Spaziergangs empfiehlt es sich, die Schultern zu kreisen, die Arme zu bewegen und den Kopf zur Seite zu drehen. So erreichst du die größtmögliche Entspannung.

5. Massagen

Massagen gegen Muskelschmerzen

Generell ist es nicht zu empfehlen, sich selbst Massagen zu geben. Denn dadurch können die Beschwerden sogar noch verschlimmert werden. Allerdings schafft man es manchmal einfach nicht, zu einem Spezialisten zu gehen.

In diesem Fall empfiehlt es sich zumindest leichten Druck auf die schmerzenden Stellen auszuüben. Mit kreisenden Bewegungen kann man den Muskel entspannen.

Allerdings ist es immer besser einen professionellen Masseur einmal die Woche aufzusuchen. Vor allem dann wenn die Schmerzen chronisch sind oder immer wiederkehren.

Professionelle Therapeuten wissen effektive Techniken anzuwenden und können mit speziellen Cremes, Ölen oder Gels gezielt gegen den Schmerz vorgehen.

6. Entspanne dich

Stress sowie alltägliche Aufgaben und Verpflichtungen gehören zu den hauptsächlichen Ursachen für Muskelschmerzen.

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig jede Nacht gut zu schlafen. Wenn möglich, empfiehlt sich auch ein 20-minütiger Mittagsschlaf.

Versuche immer zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen. Außerdem solltest du mindestes 8 Stunden pro Tag schlafen. Vergiss nicht, dass sich die Muskeln über die Nacht erholen und heilen.

7. Mache Yoga

Diese jahrtausend alte Technik lindert nicht nur Muskelschmerzen sondern beugt ihnen auch vor.

Regelmäßiges Yoga verbessert nicht nur die Flexibilität, sondern beugt auch Krämpfen vor und lindert Stress im Alltag.

Yoga gibt deinem Körper genau das, was er bei Muskelschmerzen benötigt.

Wenn du nicht zu einem speziellen Kurs gehen kannst, solltest du zumindest mehrmals die Woche eine Abfolge von einfachen Yoga-Übungen zuhause durchführen.

8. Reibe deine Muskeln

Je nachdem welcher Bereich deines Körpers von den Schmerzen betroffen ist, kann es hilfreich sein, den Muskel zu fest zu reiben. Du kannst dafür ein Tuch oder ein mit heißem Wasser befeuchtetes Handtuch verwenden.

Um den Effekt noch zu vergrößern, empfiehlt es sich ein Produkt mit entzündungshemmenden Eigenschaften zu nutzen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Rosmarin
  • Apfelessig
  • Gemahlener schwarzer Pfeffer

9. Ernähre dich ausgewogen

gute Ernährung gegen Muskelschmerzen

Oftmals macht der Mangel an bestimmten Nährstoffen anfälliger für Kontrakturen, Krämpfe oder Muskelschmerzen.

  • Versuche dich ausgewogen zu ernähren. Dabei sollten alle Arten von Nahrungsmitteln mit eingeschlossen werden: Proteine, Kohlenhydrate, gesunde Fette und einfache Zucker.
  • Früchte und Gemüse der Saison sollten genauso wenig in deiner Ernährung fehlen wie Hülsenfrüchte, Nüsse oder mageres Fleisch.

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10. Trinke ausreichend Wasser

Wenn die Muskeln nicht ausreichend mit Wasser versorgt sind, werden sie anfälliger für Verletzungen. Auch die Regeneration kann nicht normal erfolgen.

Wenn man dazu auch noch exzessiv Sport betreibt oder sich zu wenig bewegt, fällt es nicht schwer, zu verstehen, warum man unter Schmerzen leidet.

Um Wassermangel zu vermeiden, versuche die altbekannten „2 Liter Wasser pro Tag“ zu trinken. Bei starker Hitze oder nach dem Workout solltest du noch mehr trinken.

Titelbild freundlicherweise bereitgestellt von © wikiHow.com