Wenn du nicht weinst, wird es dein Körper tun

30 August, 2017
Weinen wird zwar oft als Zeichen von Schwäche interpretiert, doch es kann sehr befreiend und wichtig sein!

Wenn du nicht weinst, wird es dein Körper für dich tun. Wenn du versuchst, alles zurückzuhalten und dich immer zu beherrschen, wirst du irgendwann explodieren und dein Leid wird sich durch körperlichen Schmerz äußern.

Du darfst negative Gefühle und Emotionen nicht immer nur schlucken, du musst diese ausdrücken und freilassen können.

Lesetipp: Nicht zu weinen tut nur noch mehr weh!

Die Angst davor, wie andere reagieren, was sie sagen oder dass du auf Ablehnung stößt, führt nur dazu, dass du Spannungen in dir ansammelst, die sich mit der Zeit den Weg nach außen suchen werden.  

Wenn du nicht weinst, leidest du mehr

Unterdrücktes Weinen schadet dem Körper

Wenn du nicht weinst, wirst du viel mehr leiden, dein Leben wird sich mit Traurigkeit, Trostlosigkeit, Depression und Beklemmung füllen.

Dir stehen alle Möglichkeiten offen, damit es nicht soweit kommt. Doch wenn du alles für dich behältst, kannst du den richtigen Weg nicht finden.

Ein Beispiel: Stell dir vor, dein Partner legt immer die Füße auf den Tisch. Du hast nie etwas gesagt, vielleicht, weil du anfangs glauben wolltest, dass es dich nicht stören würde.

In der ersten Verliebtheit tragen die meisten eine rosarote Brille und akzeptieren Dinge, die ihnen nicht gefallen. Was geschieht jedoch, wenn diese Phase vorbei ist?

Du kommst in die Realität zurück und plötzlich stören dich Dinge, die du lange toleriert hast ganz besonders. Sporadisch wirfst du ein „du weißt, dass ich das nicht mag“ in den Raum oder verziehst einfach dein Gesicht um deinem Partner verständlich zu machen, was dir missfällt.

Wenn das allerdings keinerlei Veränderung bringt und du deshalb Spanungen in dir ansammelst, dann wirst du eines Tages explodieren, auch wenn ein ganz anderer Auslöser dazu führt.

Entdecke: Wie man vermeidet, dass äußere Konflikte zu inneren Konflikten werden

Der große Fehler dabei ist, so zu tun, als würde dich etwas nicht stören, obwohl es das tut. Du äußerst dein Unbehagen nicht, weil du dir denkst, dass sich das früher oder später schon geben wird.

Doch dies ist ein Irrtum: Du kannst nicht von jemandem erwarten, Dinge zu verändern, wenn du ihn nicht einmal darauf hinweist.

Dein Körper warnt dich, wenn es dir nicht gutgeht

Weinen wirkt sich gut auf die Gesundheit aus

Wenn du alles immer schluckst und erduldest, wird dein Körper dir allmählich Anzeichen geben und dich warnen, dass Probleme vorhanden sind.

Wiederkehrende Kopfschmerzen, Magenverstimmungen, ein Ekzem oder andere Probleme können ein Hilferuf sein, um dir zu sagen, dass etwas in deinem Inneren nicht in Ordnung ist.

Es ist wichtig, all das nicht zu ignorieren.

Vielleicht bist du dir nicht darüber bewusst, was in dir vorgeht, denn es kann sich um vergangene Erfahrungen handeln, an die du dich kaum erinnerst. Wenn du an Angstzuständen leidest, wenn es dir oft schlecht geht und du nicht glücklich bist, solltest du auf deinen Körper hören!

Analysiere den Kern des Problems, denn der Körper reagiert nicht grundlos, er bringt dein inneres Leid zum Ausdruck.

Körper und Geist sind eng miteinander verbunden. Du darfst deine Probleme nicht einfach ignorieren und Schmerzen oder Unwohlsein als unwichtig abtun.

Gehe den Ursachen auf den Grund, schaue in dein Inneres und überlege dir, was die Ursachen für eine Magenverstimmung, ein Ekzem, Kreislaufprobleme, Dermatitis usw. sein könnten.

 

Verpasse nicht: Lerne, auf deinen Körper zu hören

Wenn du die Körpersignale ignorierst, werden weitere Beschwerden entstehen, die ein Hinweis dafür sind, dass du etwas tun musst. 

Überzeugungen, Traumata und Erfahrungen

Weinen ist keine Schwäche

Probleme entstehen durch falsche Überzeugungen, Traumata und Erlebnisse. Man entscheidet sich nicht bewusst dafür, kann jedoch die Gelegenheit nutzen, die Augen zu öffnen, zu lernen und loszulassen.

Die Angst „nein“ zu sagen, entsteht vielleicht durch ein Trauma oder eine negative Erfahrung, die du noch immer mit dir herumschleppst.

Die Angst davor, Gefühle auszudrücken, kann aus einer negativen Erfahrung herrühren, die dein Selbstwertgefühl und dein Selbstvertrauen beeinträchtigt hat. Doch du musst dich nicht damit abfinden!

Jedes Trauma und jede Erfahrung ist eine Chance, dich in die Person zu verwandeln, die du wirklich sein möchtest.

Bevor du gehst empfehlen wir dir auch diesen Artikel: Geringes Selbstwertgefühl in 5 Schritten entdecken und besiegen

Weinen macht glücklich

Vergiss also nicht: Wenn du nicht weinst, wird dein Körper es tun. Fange damit an, zu weinen, wenn du es brauchst, um deinen Körper von Unwohlsein und Leid zu befreien.

Bist du bereit, dich anstelle des Elends für dein Wohlbefinden zu entscheiden?

 

Abbildungen: Sylvie Ann

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