Was tun, wenn die Hände nachts einschlafen?

· 6 Oktober, 2014
Lasse dich ärztlich untersuchen, um die Ursachen herauszufinden und eine entsprechende Behandlung einleiten zu können.

Wir alle haben bereits erlebt, dass die Hände oder Beine nach langem Verweilen in derselben Position „einschlafen“. Kribbeln und Taubheitsgefühl, die sich dabei zeigen, sind meist harmlos.

Doch wie kommt es dazu, dass die Hände in der Nacht einschlafen? Und was kann man dagegen tun?

In den meisten Fällen ist eine ungünstige Lage für das Einschlafen der Hände während der Nachtruhe verantwortlich. Dadurch kommt es zu Durchblutungsstörungen. Das Kribbeln macht uns darauf aufmerksam, dass die Körperstellung verändert werden muss, um den Druck auf einen bestimmten Bereich zu verhindern.

Doch es gibt auch andere Gründe, die dazu fühen können, dass die Hände in der Nacht einschlafen. Anschließend erfährst du mehr darüber. 

Aus welchen Gründen schlafen die Hände in der Nacht ein?

Karpalltunnelsyndrom

Karpaltunnelsyndrom

Das nächtliche Einschlafen der Hand ist ein typisches Symptom für das Karpaltunnelsyndrom. Dieses wird von Kribbeln und Schmerzen begleitet, die sich wie Nadelstiche anfühlen. 

Das Syndrom entwickelt sich schleichend, wobei anfangs das Kribbelgefühl insbesondere in Daumen, Zeige- und Mittelfinger zu spüren ist.

Dazu kommt es, wenn der Nervus medianus im Handwurzelbereich komprimiert wird. Durch die Einengung des Karpaltunnels wird dieser Nerv geschädigt.

Druck auf die Handgelenke während der Arbeit

Handgelenk

In bestimmten Berufen werden die Handgelenke den ganzen Tag über stark belastet. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn man ständig am Computer arbeitet oder verschiedene Werkzeuge bedienen muss.

Dies kann mit der Zeit zu Schmerzen und nächtlichem Einschlafen der Hände führen. In Ruhelage entspannen sich die Nerven und die Schmerzen werden oft besonders intensiv.

Entdecke auch diesen Beitrag: Erste Hilfe bei Karpaltunnelsyndrom

Wasserretention

die Hände kribbeln

Übergewicht, Bewegungsmangel oder eine ungesunde Ernährung können zu Schwellungen an Händen oder Füßen führen. Es lagert sich Flüssigkeit im Gewebe ein und dies kann ebenfalls zu einem Kribbelgefühl führen, das sich in der Nacht verstärkt. Dies ist auf eine erschwerte Durchblutung zurückzuführen.

Mangel an Vitaminen der B Gruppe

Vitamin B12

Noch ein interessanter Artikel: Mangel an Vitaminen: Das passiert mit deinem Körper

Auch eine unausgewogene Ernährung kann zu nächtlichem Einschlafen der Hände führen. Wenn es an B-Vitaminen mangelt können sich verschiedene Symptome zeigen: Schlaflosigkeit, blasse Haut, Herzrasen oder auch eingeschlafene Hände oder Füße.

Du lässt dich am besten untersuchen, um herauszufinden, ob hier das Problem liegt.

Was tun, wenn die Hände nachts einschlafen?

Leinsamen

  • Ein Teelöffel Leinöl vor dem Schlafen kann sehr hilfreich sein. Denn aus Studien geht hervor, dass dieses Öl Entzündungen hemmt, insbesondere in den Extremitäten. Dies ist auf das darin enthaltene Omega-3-zurückzuführen. Du kannst so die Beschwerden lindern.
  • Ein Kaltwasserbad kann ebenfalls Schmerzen und Entzündungen lindern. Am besten gönnst du dir vor dem Schlafen ein Handbad.
  • Verzichte so gut wie möglich auf Salz und kohlensäurehaltige Getränke. Denn damit werden Entzündungen und auch das Schmerzenpfinden verstärkt!
  • Trinke ausreichend Wasser! Es sollten mindestens zwei Liter am Tag sein. Du kannst auch einen Artischockenaufguss zubereiten, der besonders stark harntreibend wirkt. Einfach eine Artischocke in Wasser kochen und vor dem Servieren mit einem Spritzer Zitrone verfeinern.
  • Baue mehr Nahrungsmittel mit B-Vitaminen in deinen Speiseplan ein. Dazu gehören Thunfisch, Kartoffeln, Bananen und alle grünen Gemüsesorten. Bei Bedarf kann dir dein Arzt auch ein Nahrungsergänzungsmittel verschreiben.
  • Wenn du repetitive Arbeiten zu erledigen hast, bei denen deine Handgelenke stark belastet werden, kannst du einen Verband anlegen, um den Bereich zu schützen.