Warnsignale die auf Probleme im Kolon hindeuten

· 28 Mai, 2017
Es gibt bestimmte Symptome im Rahmen der Verdauung die sich als völlig harmlos herausstellen können. Wenn sie jedoch isoliert und über einen längeren Zeitraum auftreten, können sie auch auf schwerwiegendere Probleme hindeuten, darunter zum Beispiel das Kolonkarzinom

In fortgeschritteneren Stadien handelt es sich bei Problemen im Kolon meist um ein chronisches Krankheitsbild, was mit Veränderungen der Darmbewegungen und Schmerzen im Abdomen einhergeht.

In diesem Artikel wollen wir über die Warnsignale aufklären, die auf eine Problematik im Kolon hindeuten. So kannst du sie rechtzeitig erkennen und auf entsprechende Art und Weise behandeln.

Reizdarmsyndrom: was man wissen sollte

Probleme im Kolon

Probleme im Bereich des Kolon betreffen ungefähr bis zu einem Viertel der Bevölkerung und im Laufe der Zeit werden immer mehr Leute mit diesem Syndrom diagnostiziert.

Das Reizdarmsyndrom tritt vor allem bei Frauen auf. Es hängt jedoch nicht nur mit der Ernährung zusammen, sondern wird auch durch Stress, nervliche Anspannungen und Ängste hervorgerufen.

Diese Erkrankung wird zu jenen Krankheiten gezählt, die allgemein als „funktionelle Störungen des Verdauungstrakts“ bezeichnet werden. Darunter zählen auch Probleme wie Verstopfung und Verdauungsstörungen.

Bei all diesen Erkrankungen stehen vor allem die chronischen Symptome im Vordergrund. Darüber hinaus entstehen Symptome meist erst dann, wenn die Läsion bereits fortgeschritten und auch schwerwiegend ist.

Probleme im Bereich des Kolon entstehen vor allem bei jungen Erwachsenen (unter 45 Jahren). Tägliche Gewohnheiten können dabei die Situation entweder verbessern oder auch verschlechtern.

  • Nahrungsmittel, die besser nicht konsumiert werden sollten sind zum Beispiel Blattgemüse, Hülsenfrüchte und Pflaumen.
  • Flüssige Milchprodukte oder Zitrusfrüchte sollten ebenfalls nur in Maßen oder manchmal überhaupt nicht konsumiert werden.
  • Am besten sollte man auch auf Gerichte verzichten, die Gasbildung stark fördern. Dies sind zum Beispiel Zubereitungen mit Kohl oder Bohnengemüse.

Ganz im Gegenteil dazu werden besonders Nahrungsmittel empfohlen, die reich an Ballaststoffen und Proteinen sind.

  • Ein gutes Beispiel für die gesunde Küche ist zum Beispiel die mediterrane Kost, da diese viel Fisch, Olivenöl und Tomaten mit einschließt.
  • Zusätzlich sollte man bis zu 2 Liter Wasser pro Tag trinken. So wird der gereizte Darm beruhigt und die Bewegungen des Nahrungsbreis unterstützt. Damit kann auch Verstopfung verhindert werden.
  • Auf jeden Fall ist körperliche Betätigung besonders wichtig, um die Darmtätigkeit zu verbessern und Stress oder Anspannungen zu reduzieren.

Lies auch: Verstopfung? 5 Tipps, um bereits beim Frühstück dagegen vorzubeugen

Psychologische Faktoren können ebenfalls die Bewegung oder Empfindlichkeit des Darmes beeinflussen.

Aus diesem Grund ist es deutlich wahrscheinlicher, an Darmproblemen zu erkranken, wenn man häufig unter Stress steht, nervös oder besorgt ist, usw.

Andere Ursachen für Probleme im Kolon:

  • Akute Gastroenteritis
  • Nahrungsmittelintoleranzen
  • genetische Faktoren
  • hormonelle Veränderungen

Symptome bei Problemen im Kolon

Sehr häufig werden die Warnsignale mit anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Zum Beispiel geht man eher von einer Magenverstimmung, einer schweren Mahlzeit aus oder aber versteht die Beschwerden als Konsequenz des chaotischen Alltags.

Allerdings sollte man aufmerksam werden, wenn die Symptome mehr als einmal in der Woche auftauchen und sich von der Ausnahme zur Regel verwandeln:

Abdominelle Schmerzen

Bauchschmerzen bei Problemen im Kolon

  • Der Schmerz ist vor allem im unteren Bauch lokalisiert und ist kolikartig also stechend und drückend.
  • Die abdominellen Schmerzen beginnen zunächst leicht aber nehmen im Laufe der Zeit an Intensität zu (zunächst moderat und später dann stark)
  • Die Dauer dieser Symptome ist in der Regel bis zu 2 Stunden, sie werden durch die Darmentleerung gelindert.

Der Beginn der Schmerzen tritt zusammen mit dem Gefühl auf, auf die Toilette zu müssen. Zusätzlich treten die Symptome immer zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf und gehen mit Schwankungen der Konsistenz des Stuhlgangs einher.

Das Auftreten kann außerdem auch direkt mit dem Essen von einem bestimmten Nahrungsmittel zusammen hängen. 

Veränderungen der Darmbewegungen

Diese Veränderungen können sich entweder als Diarrhoe oder Verstopfung manifestieren oder aber auch eine Kombination von beidem. Zusätzlich leiden die meisten unter einem Blähbauch und starker Gasbildung.

Als Konsequenz beklagen die betroffenen Personen oft ein Gefühl eines inkompletten Stuhlgangs oder beobachten Schleimauflagerungen im Stuhl.

Verdauungsprobleme

Übelkeit und häufiges Übergeben können ein weitere Warnsignal für Probleme im Kolon sein. Dazu gehört auch ein Brennen im Brustkorb.

Ein anderer Hinweis, der auch nicht unbeachtet bleiben sollte, ist ein unzureichendes Sättigungsgefühl nach Nahrungsaufnahme. Nach dem Essen (was ausreichend gewesen zu sein scheint) kommt sofort wieder Appetit auf.

Warnsignale die auf ein Kolonkarzinom hindeuten

Auch wenn Probleme im Kolon oft mit einer verbesserten Ernährungsweise und Reduktion von Stress behandelt werden können, sollte man stets ausschließen, dass es sich um ein schwerwiegenderes Krankheitsbild, wie zum Beispiel Krebs, handelt.

Die Symptome, die darauf hinweisen können, sind:

Bauchkrämpfe

Bauchkrämpfe sind häufig, nachdem man viel gegessen hat. Wenn sie allerdings über längere Zeit bestehen bleiben, nicht von weiteren Symptomen begleitet werden und in ihrer Intensität zunehmen anstatt abzuklingen, sind sie vielleicht durch Krebs verursacht.

Erschöpfung

Erschöpfung bei Problemen im Kolon

Es stimmt, dass es in der heutigen Zeit normal ist, sich müde zu fühlen.

Dennoch handelt es sich um ein Warnsignal, wenn man sich ständig lustlos, ohne Kraft und schläfrig fühlt, selbst wenn man ausreichend geschlafen hat bzw. keine besonders anstregenden Aktivitäten unternimmt.

Unerklärlicher Gewichtsverlust

Wenn man keine Diät durchführt oder die Ernährungsgewohnheiten nicht umgestellt hat, aber dennoch an Gewicht verliert, sollte man unbedingt einen Arzt konsultieren.

Ein Gewichtsverlust von mindestens 5% innerhalb von 6 Monaten ist ein Signal dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Krebs auslösende Zellen entziehen dem Körper Fett um selbst wachsen zu können und darüber hinaus benötigt das Immunsystem zusätzliche Kalorien, wenn es angegriffen wird.

Das wusstest du nicht? 8 Nahrungsmittel, die bei der Gewichtsabnahme helfen

Veränderungen im Stuhl

Das Auftauchen von Blut oder Veränderungen von Farbe, Konsistenz oder Volumen des Stuhlganges können ein Signal sein, das man beachten sollte.

Zusätzlich sollte man überprüfen lassen, ob Polypen im Darm vorhanden sind, die sich im Laufe der Zeit zu einem Karzinom entwickeln können.

Titelbild freundlicherweise bereitgestellt von © wikiHow.com