Vorsicht: Vaginalduschen könnten die Gefahr für Eierstockkrebs erhöhen!

· 3 November, 2016
Eine Vaginaldusche bezweckt zwar bessere Hygiene, doch dabei wird die schützende Intimflora geschädigt, was für die Gesundheit schwere Folgen haben kann.

In zahlreichen Studien wurden Vaginalduschen mit Infektionen, Entzündungen und ektopischen Schwangerschaften assoziiert. 

Auch Gebärmutterhalskrebs, Fruchtbarkeitsprobleme und ein höheres Risiko für HIV sowie andere sexuell übertragbare Krankheiten sollen damit gefördert werden.

Davon ausgehend wurde in wissenschaftlichen Studien beobachtet, dass diese Gewohnheit auch mit der Entwicklung von Eierstockkrebs im Zusammenhang steht. Vaginalduschen sollen das Risiko daran zu erkranken verdoppeln!

Anschließend gehen wir näher auf dieses Thema ein.

„Sister Study“, die Studie, die zu diesen Resultaten kam

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Dieses Projekt weiblicher Gesundheit wurde unter dem Slogan „Von Frau zu Frau, von Schwester zu Schwester, markieren wir den Unterschied“ durchgeführt.

Die Sister Study kam zu dem Resultat, dass Vaginalduschen Eierstockkrebs fördern können.

Der ursprüngliche Ansatz ist faszinierend, denn er setzt sich aus unterschiedlichen, vielseitigen Forschungslinien über die weibliche Gesundheit zusammen, die Aufschluss über verschiedene Krankheiten und Methoden zur Vorsorge geben.

Die Zeitschrift Epidemiology hat die Resultate von über 41 000 Frauen aus den USA und Puerto Rico seit 2003 veröffenlicht. Alle waren zwischen 35 und 74 Jahre alt und hatten eine Schwester, die an Brustkrebs gelitten hatte. 

Im Juli 2014 wurden 154 Fälle von Eierstockkrebs diagnostiziert, doch die Zahl verdoppelte sich, wenn jene Frauen berücksichtigt wurden, die Vaginalduschen durchführten.

Das Interesse an diesem Ergebnis brachte die Wissenschaftler dazu, die Fälle der Frauen zu isolieren, die keine genetische Veranlagung für Brustkrebs (Fälle in der Familie) aufwiesen, was die Beziehung zwischen Vaginalduschen und Eierstockkrebs weiterhin verstärkte.

Lesetipp: Eierstockkrebs durch Entfernung der Eierstöcke vorbeugen?

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Was sind Vaginalduschen?

Vaginalduschen werden mit unterschiedlichen Mitteln, die antiseptisch wirken und Duftstoffe enthalten, durchgeführt, um den Intimbereich zu reinigen und zu erfrischen.

Dafür gibt es verschiedene Präsentationen und Geräte mit Applikatoren, welche die Flüssigkeit in die Scheide einführen. Eine andere Option ist, den Intimbereich einfach mit Wasser zu spülen.

Die Scheide reinigt sich zwar auf natürliche Weise, doch wir haben die Tendenz, dafür reichlich Wasser und Hygieneprodukte zu verwenden, die von Apotheken und verschiedenen Kommunikationsmedien gepriesen werden.

Lesetipp: 9 Maßnahmen, um Vaginalinfektionen zu vermeiden

Davon ist zwar schwer abzuraten, doch trotzdem werden Vaginalduschen in Supermärkten und anderen Geschäften angeboten und von vielen Frauen ohne ärztliche Kontrolle angewendet.

Diese Behandlung mag zwar ein Gefühl der Reinheit und Frische vermitteln, doch mit der Behandlung wird der pH-Wert in der Scheide beeinträchtigt was die Intimflora schädigt.

Deshalb fördert der regelmäßige Gebrauch von Vaginalduschen, wie aus der erwähnten Studie hervorgeht, folgende Beschwerden:

  • Übermäßige Vermehrung schädlicher Bakterien,
  • Infektionen,
  • Eindringen der Bakterien in die Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke sowie
  • Eierstockkrebs.

Die meisten Medien raten von Vaginalduschen ab, doch trotzdem werden diese von vielen Frauen weiterhin verwendet, da sie sich davon mehr Hygiene und andere Vorteile versprechen.

Deshalb ist es notwendig, Kampagnen gegen diese Gewohnheit zu initiieren.

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Statt Vagnialduschen empfehlen sich folgende Gewohnheiten

Es ist besorgniserregend, dass trotz der Warnungen durch Gesundheitsexperten eine große Anzahl von Frauen noch immer täglich Vaginalduschen durchführt.

Die Gründe dafür sind, wie bereits erwähnt, das Frische- und Reinheitsgefühl oder der falsche Glauben daran, dass „Produkte aus der Apotheke oder Wasser nicht schädlich sein können“. Die Voraussetzungen, um diese schädliche Gewohnheit abzulegen sind:

  • Sich darüber bewusst werden, wie schädlich diese Gewohnheit für die Gesundheit sein kann.
  • Auf Vaginalduschen verzichten, wenn diese nicht ausdrücklich von einem vertrauenswürdigen Arzt oder Gynäkologen verschrieben wurden.
  • Täglich saubere Wäsche anziehen.
  • Den Intimbereich nicht künstlich befeuchten.
  • Auf eine korrekte Ernährung und einen gesunden physischen Zustand achten.
  • Den natürlichen Reinigungsvorgang der Scheide respektieren, ohne eine Vaginaldusche oder Wasser von außen einzuführen.
  • Den Bereich mit lauwarmem Wasser und parfümfreier, sanfter und hautfreundlicher Seife (die speziell für diesen Bereich vorgesehen sein sollte) äußerlich reinigen.
  • Es ist nicht notwendig, den Intimbereich mehrmals täglich zu reinigen, auch nicht nach jedem Toilettenbesuch. Es reicht etwas Toilettenpapier, die Verwendung des Bidet ist nicht notwendig.

ANMERKUNG: Diese Information ist für das Leben jeder Frau sehr wichtig, es handelt sich um wissenschaftliche Resultate, die bezwecken, gesunde Gewohnheiten zu fördern. 

Jede Frau sollte Rücksprache mit ihrem Frauenarzt halten, der genau über verschiedene Praktiken informieren und Empfehlungen für den Einzelfall geben kann.