9 Maßnahmen, um Vaginalinfektionen zu vermeiden

· 3 September, 2016
Hygiene ist wichtig, um Infektionen zu vermeiden. Jedoch solltest du Vaginalduschen vermeiden, um die natürliche Intimflora zu schützen.

Wenn die Intimflora gestört ist, ist man für Vaginalinfektionen durch Bakterien, Pilze oder Viren anfälliger.

Dazu kommt, dass der Intimbereich für die Vermehrung von Mikroorganismen ein perfektes feucht-warmes Milieu bietet.

Krankheitserreger können durch sexuellen Kontakt oder auch durch mangelnde oder übertriebene Hygiene, öffentliche Bäder, Stress usw. auftreten.

Schätzungsweise leiden 8 von 10 Frauen mindestens ein Mal im ihrem Leben an einer Vaginalinfektion. Doch glücklicherweise gibt es verschiedenste Maßnahmen, die vorbeugend gegen Vaginalinfektionen helfen.

Wir möchten heute die 9 wichtigsten davon mit euch teilen.

1. Hygiene

falsche Hygiene der Intimzone führt zu Vaginalinfektionen

Die richtige Intimhygiene ist die wichtigste Maßnahme, um Infektionen fern zu halten.

Dabei sollte man vorsichtig sein, denn die Vagina ist sensibel und die Flora kann durch bestimmte chemische Stoffe gestört werden. Ist dies der Fall, ist es für Hefsporen und Bakterien leicht, sich zu vermehren.

Aus diesem Grund solltest du eine Seife verwenden, die den pH-Wert nicht stört und den Intimbereich immer von vorne nach hinten waschen.

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2. Informiere dich über die sexuell übertragbare Krankheiten

Sexuell übertragbare Krankheiten gelten als eine der häufigsten Ursachen für Probleme in der weiblichen Intimzone.

Wer ausreichend Bescheid weiß, kann die nötigen Vorkehrungen zur Vorbeugung treffen.

Dies garantiert nicht nur eine gute Gesundheit, sondern ermöglicht dir ein freies und gesundes Sexualleben zu führen.

3. Keine Vaginalduschen

Viele sind der Meinung, dass Vaginalduschen unangenehme Gerüche und Infektionen fern halten.

Dem ist aber nicht so! Vaginalduschen sind schädlich, da damit gesundheitsfördernde Bakterien, die vor Entzündungen schützen, zerstört werden.

Durch die Störung der Vaginalflora wird die Zone geschwächt und Hefesporen, Bakterien und andere Krankheitserreger haben freien Lauf.

4. Vermeidung von enger Kleidung

enge Hose bei Vaginalinfektionen vermeiden

Zu enge Jeans verhindern die nötige Druchlüftung der Intimzone, folglich kommt es zu einem perfekten feucht-warmen Milieu, in dem sich Bakterien wohl fühlen.

Verwende weite Kleidung, die luftdurchlässig ist.

5. Kleidungswechsel nach dem Sport

Der Schweiß, der während einer sportlichen Tätigkeit produziert wird, wird von der Kleidung aufgenommen und kann Entzündungen auslösen.

Eine Dusche mit einer sanften Seife und ein Kleidungswechsel sollten so bald wie möglich durchgeführt werden.

6. Keine Parfums oder ähnliche Produkte

Parfum, Duftseifen oder Intimdeos werden mit aggressiven chemischen Stoffen hergestellt, die die natürliche Vaginalflora stören.

Der Vaginalausfluss ist für viele unangenehm, jedoch solltest du dir bewusst sein, dass dieser die Intimzone schützt.

Mit der Verwendung der erwähnten Produkte trocknet der Intimbereich zu sehr aus und das Risiko von Entzündungen erhöht sich erheblich. Das Sexualleben davon kann ebenfalls beeinträchtigt werden da die natürliche Lubrikation ausbleibt.

7. Stärkung des Immunsystems

Stärkung des Immunsystems gegen Vaginalinfektionen

Das Immunsystem produziert Antikörper, um externe Krankheitserreger zu bekämpfen.

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung, ausreichend Wasser und andere gesunde Lebensgewohnheiten sind die beste und einfachste Form der Vorbeugung.

8. Nicht zu viele Medikamente einnehmen

Bestimmte Medikamente, wie Antibiotika, schwächen die Bakterienflora und lösen Pilzinfektionen in der weiblichen Intimzone aus.

Antibiotkia dienen zwar zur Behandlung von Entzündungen, doch bestimmte Viren und Bakterien haben eine Resistenz entwickelt, sodass sie frei angreifen können.

Die willkürliche Einnahme von Arzneimitteln schwächt die Abwehrkräfte und macht für Krankheiten anfälliger.

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9. Verwende Intimwäsche aus Baumwolle

Frau kauft Intimwäsche aus Baumwolle um Vaginalinfektionen vorzubeugen

Viele Frauen bevorzugen Spitzenintimwäsche oder seidige synthetische Materialien, da sie sich attraktiver und somit sicherer fühlen.

Das Problem ist, dass diese Materialien die Haut nicht atmen lassen, und sich in einem feucht-warmen Milieu Mikroorganismen besser vermehren können.

Um dies zu vermeiden, solltest du bestmöglichst Baumwollhöschen und luftdurchlässige Materialien verwenden.

Abschließend möchten wir noch darauf hinweisen, dass der regelmäßige Besuch des Frauenarztes ebenfalls erforderlich ist, damit dieser überprüfen kann, dass alles in Ordnung ist.