Verstopfung? Ursachen und Vorbeugung

· 28 Juni, 2014
Körperliche Bewegung ist ausschlaggebend, um den Darm in Schwung zu bringen. Sesshaftigkeit hingegen fördert Verstopfung.

Verstopfung ist eines der häufigsten Leiden in unserer Gesellschaft. Viele betrachten die entstehenden Beschwerden als belanglos. Doch manche Experten glauben, dass ein nicht richtig funktionierender Darm der Ursprung für viele chronische oder degenerative Erkrankungen sein kann.

Verstopfung sollte je nach Ursache auf unterschiedliche Weise behandelt werden. Lesen Sie weiter, um verschiedene Möglichkeiten zur Vermeidung kennenzulernen.

Schlechte Ernährung

Es ist äußerst wichtig, raffinierte Mehle und einen Überschuß an tierischen Proteinen zu vermeiden. Achten Sie auf eine ausgewogene Kost:

  • Frisches Saisonobst oder frischgepresste Fruchtsäfte
  • Gemüse, Pürees und Salate
  • Vollkorngetreide
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse, Trockenobst und Samen

Es gibt außerdem viele Produkte, die abführend wirken, ohne dabei den Darm zu belasten:

  • Leinsamen (über Nacht eingeweicht)
  • Trockenpflaumen
  • Datteln
  • Haselnüsse
  • Frische, reife Feigen
  • Kiwi
  • Akazienhonig
  • Kudzu
  • Kastanien
  • Agar-Agar
  • Äpfel (gekocht, mit Schale)

Agar-Agar

Genauso wichtig ist, täglich mindestens 6 Gläser Wasser zwischen den Mahlzeiten zu trinken. Verstopfung kann Wassermangel bedeuten. Wir können unserem Körper helfen, die Ballaststoffe zu beseitigen, indem wir genügend Flüssigkeit zu uns nehmen.

Sesshaftigkeit

Wenn wir unseren Körper bewegen, setzt sich unser Darm ebenfalls in Gang. Aus diesem Grund ist es unentbehrlich, mindestens eine halbe Stunde am Tag eine sportliche Aktivität auszuüben, auch wenn es nur ein Spaziergang ist.

Druck und Stress

Stress wirkt sich negativ auf unsere Gesundheit aus und bringt unseren Organismus leicht aus dem Gleichgewicht, auch die Verdauung kann davon betroffen sein. Unser Verdauungstrakt leidet unter dem Druck, dem wir oft ausgesetzt sind. In diesem Fall können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Trinken Sie Melissen-, Passiflora- oder Baldriantee.
  • Führen Sie Atemübungen durch, dabei tief einatmen.
  • Massieren Sie Ihren Bauch.
  • Yoga oder Thai-Chi helfen ebenfalls bei Stress.

Die Leber erledigt ihre Funktion nicht richtig

Leber und Gallenblase haben eine direkte Verbindung mit dem Darmtrakt. Anzeichen, dass diese nicht richtig funktionieren sind zum Beispiel eine schlechte Verdauung oder Völlegefühl, Beeinträchtigung des Sehvermögens, Haarprobleme, Gelbfärbung der Haut oder Schmerzen unter den Rippen der rechten Seite. In diesem Fall können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Trinken Sie Boldo-Strauch-, Mariendistel- oder Löwenzahntee.
  • Essen Sie leicht und früh zu Abend.
  • Legen Sie zum Schlafen ein Wärmekissen auf Ihre Rippen an der rechten Seite.
  • Nehmen Sie morgens vor dem Frühstück den Saft einer halben Zitrone mit einem Eßlöffel Olivenöl zu sich.
  • Essen Sie täglich Umeboshi (japanische Pflaumensorte; in japanischen Lebensmittelgeschäften oder in Reformhäusern erhältlich).

Umeboshi

Missbrauch von Abführmitteln

Personen, die seit langem unter Verstopfung leiden und reizende Abführmittel benutzen, seien sie chemisch oder natürlich, sollten wissen, dass dies langfristige Folgen für die normale Darmfunktion hat und Durchfall, Geschwüre, Kalziummangel usw. mit sich bringen kann.

Meiden Sie deshalb, wenn möglich alle Abführmittel und wenden Sie diese nur in Extremfällen an. Ihr Darm wird drei bis vier Tage brauchen, um seine Funktionen wieder zu normalisieren. An diesen Tagen können Sie Einläufe durchführen, bis der Darm wieder auf natürliche Weise funktioniert, so dass sanftere Mittel eingesetzt werden können.

Psychogenische Ursachen

Viele Menschen sind nicht in der Lage sich zu entleeren, wenn es nicht zu Hause ist. Dieses Problem ist wichtiger, als wir denken, denn eigentlich sollte dies nicht von unserem Gehirn kontrolliert werden. Der Darm gibt das Signal und wenn wir es ignorieren, wird dieser allmählich seine Funktion verlieren. Wenn Sie dieses Problem nicht alleine lösen können, sollten Sie einen Therapeuten oder Psychologen aufsuchen.

Extreme, vereinzelte Fälle

Wenn eine akute Verstopfung besteht, zum Beispiel bei älteren Menschen oder im Falle, dass andere Hilfsmittel nichts nützen, können Sie das homöopathische Heilmittel Opium 15CH nehmen, statt chemische Abführmittel einzusetzen. Suchen Sie einen Homöopathen auf, dieser wird Ihnen die korrekte Dosis verschreiben. Sobald Sie eine Verbessung spüren, können Sie die oben angegebenen Ratschäge befolgen.