Verfrühte Menopause

25 September, 2014

Eine vorzeitige Menopause kommt relativ häufig vor. Dies bedeutet, dass bereits vor dem 40. Lebensjahr keine Menstruation mehr stattfindet und keine Eizellen mehr gebildet werden. Somit kann ein Kinderwunsch nicht mehr erfüllt werden, außerdem treten verschiedene Symptome auf, die normalerweise erst später eintreffen. Erfahren Sie hier mehr über dieses Problem.

Was ist die vorzeitige Menopause?

In diesem Lebensabschnitt (der mehrere Monate oder Jahre dauern kann) kommt es zu einer starken Reduzierung von Östrogen, deshalb geht auch der Schutz vor bestimmten Krankheiten verloren. Das heißt, dass bei Frauen mit vorzeitiger Menopause die Wahrscheinlichkeit an Herzbeschwerden, Osteoporose oder Schlaganfällen zu leiden, größer ist.

Die Wechseljahre treten bei manchen Frauen früher, bei anderen später ein. Ungefähr 6% werden vor dem 40. Lebensjahr unfruchtbar. Wenn kein Eisprung mehr stattfindet, reduziert sich der Östrogenspiegel und die Menstruationsblutungen hören auf. Normal ist, dass dies zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr passiert, im Durchschnitt passiert dies mit 51 Jahren.

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Oft wird die verfrühte Menopause durch Gebärmutterkrebs oder die chirurgische Entfernung der Eierstöcke oder der Gebärmutter verursacht. Auch bei Raucherinnen ist die Wahrscheinlichkeit früher in die Wechseljahre zu kommen, größer. Es kann auch vorkommen, dass die Eierstöcke spontan aufhören, Eier zu produzieren, ohne dass die Ursache festgestellt werden kann.

Die Menopause bedeutet, dass eine Frau nicht mehr fruchtbar ist, was psychologische und auch physische Beschwerden mit sich bringen kann. Nicht immer ist festzustellen, wo die Ursachen einer verfrühten Menopause liegen. Übergewicht, Sesshaftigkeit und Tabakkonsum können dabei jedoch eine Rolle spielen.

Was sind die Symptome einer vorzeitigen Menopause?

Als erstes sind unregelmäßige Menstruationen zu beobachten. Es gibt jedoch auch andere Symptome, die bei einer regelmäßigen Monatsblutung auftauchen können. Diese können sich mit der Zeit intensivieren. Zu den häufigsten Symptomen bei einer frühzeitigen Menopause zählen:

  • Schwitzen und Hitzewallungen in der Nacht
  • Kopfschmerzen
  • Veränderungen im Menstruationszyklus, auch die Art der Blutung kann sich ändern
  • Reduziertes Libido
  • Gereiztheit
  • Stimmungsschwankungen
  • Depression
  • Inkontinenz und andere urinarische Probleme

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  • Schlaflosigkeit
  • Vaginale Trockenheit
  • Niedriger Selbstwert
  • Scheiden- oder Gebärmutterentzündung
  • Veränderung des Körpergewichts
  • Schmerzen beim Sexualverkehr
  • Trockene Augen, Haut oder Mund

Naturheilmittel für die Wechseljahre

Auch wenn Ärzte die gewönliche Menopause von der vorzeitigen unterscheiden, sind die Symptome dieselben. Der Unterschied ist der Zeitpunkt des Auftretens. Wenn Sie an den typischen Beschwerden leiden, können Sie natürliche Heilmittel verwenden, um diese zu lindern. Als Tee oder Nahrung werden folgende Pflanzen empfohlen:

Maca

Diese aus Peru stammende Pflanze zeichnet sich durch eine große Menge an Kalzium sowie aphrodisierende Eigenschaften aus. Trinken Sie 3 g Maca täglich über einen Zeitraum von 2 Monaten, um den reduzierten Östrogenspiegel sowie mangelndes Libido auszugleichen.

Kardamom

Kardamom hat eine ähnliche Wirkung wie Östrogen und hilft deshalb bei Wechseljahrbeschwerden. Bereiten Sie einen Tee mit 20 g Kardamomsamen in einem halben Liter Wasser zu und trinken Sie mehrere Tassen täglich.

Schlehen

Machen Sie einen Tee aus einem halben Teelöffel getrockneten Schlehenblüten pro Tasse. Diese wirken ausgezeichnet bei Wechseljahrbeschwerden, unabhängig davon, ob diese physich oder psychologisch sind. Sie sind z.B. bei Hitzewallungen, Herzklopfen, Schüttelfrost, Depressionen oder Schlaflosigkeit sehr empfehlenswert.

Klee

Diese Pflanze reguliert den Hormonhaushalt und hilft bei Schmerzen, verlangsamt den Entkalkungsprozess und beugt Herzproblemen vor. Trinken Sie mehrere Tassen pro Tag (ein Löffel getrocknete Kleeblätter pro Tasse).

Alfalfa

Alfalfa kann sehr hilfreich sein, um den Hormonspiegel zu regulieren und Wechseljahrbeschwerden zu lindern. Essen Sie Alfalfa-Sprossen oder Pulver, das sie auf verchiedene Mahlzeiten streuen können.

Brennessel

Auch diese Pflanze ist in der Menopause sehr empfehlenswert. Trinken Sie Brennnesselsaft, den Sie selbst herstellen oder in Reformhäusern kaufen können.

Hamamelis oder Zaubernuss

Eine Tasse Hamamelis-Tee (ein Teelöffel der getrockneten Blätter) wirkt ausgezeichnet gegen Hitzewallungen.

Schafgarbe

Diese Pflanze wird gegen Nervosität und Angstzustände, die in den Wechseljahren auftreten können, empfohlen. Trinken Sie einen Tee mit einem halben Teelöffel Schafgarbe und einem halben Teelöffel Kamillenblüten.

Süßholz

Regulieren Sie den Östrogenspiegel mit Süßholz und verbessern Sie so die Symptome der Menopause.

Passionsblume

Diese Pflanze hilft bei Problemen nervöser Art, die Schlafstörungen oder Schmerzen verursachen. Trinken Sie Tee mit mehreren Löffeln trockenen Passionsblumen pro Liter Wasser.

Baldrian

Baldrian wirkt ähnlich wie Passionsblumentee. Machen Sie einen Aufguss aus 15 g Baldrianwurzel und lassen Sie diesen die ganze Nacht lang ziehen, bevor Sie ihn filtern und trinken.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Dell Inc, Adrian Gaskell, Jodi Womack, epSos.de, Pedro Ribeiro Simoes.

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