Tamales: ein leckeres Maisgericht aus Lateinamerika!

· 3 Mai, 2018
Tamales stammen aus Lateinamerika und bestehen hauptsächlich aus Mais, der süß oder salzig mit weiteren Zutaten verarbeitet wird.

Tamales begleiten in Lateinamerika quasi den Tagesablauf. Es gibt sie in süß und salzig, zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen, als Dessert, daheim und an Straßenständen. Heute möchten wir dir dieses für Lateinamerika so typische Gericht näher vorstellen.

Tamales: typisch Lateinamerika!

Jeder Lateinamerika-Reisende kennt Tamales: leckere Päckchen aus Mais, die in Blätter gewickelt gegart werden und süß oder salzig zu jeder Tageszeit auf den Tisch kommen – oder direkt als Fast Food auf der Straße aus der Hand verzehrt werden.

Schon die Mayas und Azteken kannten diese Art der Zubereitung, welche bis heute unverändert beibehalten wird: eine Art Teig aus Maisgries wird mit weiteren Zutaten wie Käse, Fisch, Fleisch oder Honig auf Blätter gestrichen. Diese Blätter werden zu kleinen Paketen zusammengefaltet und das Gericht darin gegart.

Fast jedes Land in Lateinamerika hat sein eigenes, typisches Rezept für Tamales. Je nach Region ändert sich auch der Name etwas und insbesondere das Blatt, in dem der Mais gegart wird, variiert von Region zu Region. Häufig sind es getrocknete Maisblätter, oft werden aber auch Bananenblätter verwendet.

Möchtest du das Rezept selbst ausprobieren, so sind für dich im Herbst kurz vor der Maisernte die Blätter von Mais leicht zu bekommen.

TamalesRezept für hausgemachte Tamales

Die Zubereitung ist arbeitsintensiv, sodass du dich nicht von der Menge der Zutaten abschrecken lassen solltest. Tamales werden aufgrund der langen Vorbereitungszeit immer auf Vorrat hergestellt. Die fertig gegarten Päckchen kannst du problemlos einfrieren. Du brauchst folgende Zutaten:

  • 2 Zwiebeln
  • ca. 500 ml Hühnerbrühe
  • Grüne Chilischote(n) nach Geschmack
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1kg Maismehl oder Maisgries
  • Maisblätter
  • 250g Butter
  • 500g Tomaten
  • 500g Hühnchenfilet (gegart)
  • 90ml Pflanzenöl (Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 1 Esslöffel Backpulver

Zunächst muss der Teig zubereitet werden. Mische das Backpulver mit dem Mais. Rühre dann nach und nach die Hühnerbrühe unter den Mais und achte darauf, dass sich keine Klumpen bilden. Der Teig sollte nicht zu weich, aber auch nicht zu fest sein, sodass du ihn noch formen kannst, er dabei aber weder bröselt noch zerläuft. Gib gegebenenfalls noch etwas Wasser oder Hühnerbrühe hinzu.

Während der Teig etwas quillt, hast du Zeit, die Sauce zuzubereiten. Schneide dazu die Zwiebeln, Tomaten und den Knoblauch klein und setze alles zusammen mit etwas Wasser in einem Topf bei mittlerer Hitze auf. Köchele die Zutaten etwa 10 Minuten, bis alles gar ist. Püriere dann alles mit dem Pürierstab zu einer sämigen Sauce.

Zupfe nun das gegarte Hühnerfilet in kleine, mundgerechte Stücke und lege die Maisblätter bereit. Sind sie so trocken und störrisch, dass sie brechen, feuchte sie etwas an. Wichtig: Hast du die Maisblätter selbst vom Feld gesammelt, solltest du sie vor der Verwendung extrem gut mit einer Gemüsebürste und viel Wasser von Pestiziden befreien.

Tamales zubereiten
Lege nun ein Maisblatt auf eine ebene Fläche und bestreiche das Blatt mit etwa zwei gehäuften Esslöffeln Teig. Darauf kommt dann ein Esslöffel Sauce und einige Stücke Hühnerfleisch. Auf diese Art und Weise bestreiche so viele Maisblätter, bis du keinen Teig mehr übrig hast.

Falte nun die Blätter fest zusammen, sodass Sauce und Fleisch komplett von Teig umhüllt sind. Achte darauf, dass die Maispäckchen gut verschlossen sind, sodass sie nicht aufplatzen können. Verwende dazu Küchengarn oder in Streifen geschnittene Maisblätter als Schnur.

Setze nun einen großen Topf mit Wasser auf und bringe das Wasser zum Kochen. Gib dann die Maispäckchen in den Topf und lasse sie etwa 50 Minuten leise vor sich hin simmern. Dann sind die Tamales fertig und können entweder sofort heiß verspeist oder abgekühlt eingefroren werden.