Symptome des polyzystischen Ovarsyndroms

Die Symptome des polyzystischen Ovarsyndroms weisen darauf hin, dass mit deinem Hormonhaushalt etwas nicht in Ordnung ist und du deinen Gynäkologen aufsuchen solltest.

Entdeckst du an dir Symptome des polyzystischen Ovarsyndroms, so kann auch eine ganz andere hormonelle Störung oder eine andere Erkrankung dahinter stecken. Wichtig ist, dass du, sobald du den Verdacht eines polyzystischen Ovarsyndroms hegst, mit deinem Frauenarzt sprichst.

Wie erkenne ich die Anzeichen des polyzystischen Ovarsyndroms?

Bevor du sämtliche Auffälligkeiten des polyzystischen Ovarsyndroms bei dir selbst diagnostizierst, lass dir gesagt sein, dass viele dieser Symptome allein völlig harmlos sein können und nicht sofort bedeuten, dass du eine Patientin des polyzystischen Ovarsyndroms bist! Es soll dich nur wachsam machen, damit du das Thema bei deinem nächsten Frauenarzt-Termin ansprichst.

Folgende Anzeichen und Symptome könnten versteckte Hinweise des polyzystischen Ovarsyndroms sein:

  • Zyklusstörungen
  • Unfruchtbarkeit
  • Akne
  • Hirsutismus
  • Haarausfall
  • Übergewicht
  • Hyperandrogenämie
  • Zysten an den Eierstöcken
  • Schilddrüsenfehlfunktion

Im Folgenden erläutern wir dir die Punkte noch genauer.

Frau hat Symptome des polyzystischen OvarsyndromsZyklusstörungen

Wenn der Zyklus einer geschlechtsreifen Frau länger als 35 Tage dauert oder die Periode ganz ausbleibt, dann spricht man von Zyklusstörungen. Diese können, müssen aber nicht Symptom für das polyzystische Ovar-Syndrom sein.

Unfruchtbarkeit

Unerfüllter Kindewunsch kann viele Ursachen haben. Liegen sie auf hormoneller Ebene, kann es sein, dass das polyzystische Ovar-Syndrom vorliegt. Das polyzystische Ovar-Syndrom beschreibt eine Kombination aus mehreren Symptomen, die einander zum Teil bedingen.

Akne

Akne tritt nicht immer nur im Gesicht auf, sondern kann auch den ganzen Körper betreffen. Typischerweise sind Jugendliche in der Pubertät von dieser Hautkrankheit betroffen, sie kann aber auch bei Erwachsenen bei Hormonveränderungen wie im Rahmen des polyzystischen Ovar-Syndroms auftreten.

Hirsutismus

Bei dieser Krankheit werden die zarten Körperhaare an der Oberlippe, auf den Armen oder Beinen oder auch im Nacken oder anderen Körperstellen durch feste Haare ersetzt, sodass es teilweise bis zu einer Art „Pelzbildung“ kommen kann. Besonders an den Armen und im Gesicht ist diese starke Körperbehaarung störend.

Die Grenzen zur normalen Behaarung sind fließend, sodass nicht ganz klar ist, wie viele Frauen eigentlich darunter leiden. Man schätzt, dass 5-10% aller am polyzystischen Ovarsyndrom erkrankten Frauen davon betroffen sind.

Das Gegenteil davon: Haarausfall

Auch das Gegenteil von starker Körperbehaarung kann ein Symptom sein: Haarausfall! Wenn dir pro Tag mehr als 100 Haare ausfallen, spricht man von Haarausfall. Ein typisches Zeichen für besorgniserregenden Haarausfall ist, wenn morgens auf deinem Kopfkissen einige Haare liegen.

Hyperandrogenämie

Die Hyperandrogenämie beschreibt eine Erhöhung der männlichen Geschlechtshormone im Blut. Durch diese werden eine Reihe der bereits genannten Symptome ausgelöst. Dieses Symptom kann nur bei einer entsprechenden Blutuntersuchung erkannt werden. Wahrscheinlich veranlasst dein Frauenarzt diese Untersuchung, wenn der Verdacht besteht.

Frau hat Symptome des polyzystischen OvarsyndromsZysten in den Eierstöcken

Obwohl der Name des polyzystischen Ovar-Syndroms auf Zysten in den Eierstöcken hinweist, haben nur etwa 70-80% aller am polyzystischen Ovar-Syndrom leidenden Frauen tatsächlich auch Zysten an den Eierstöcken. Die Zysten können im Ultraschall festgestellt werden. Erst bei mindestens 8 solcher Zysten wird von einer erhöhten Zahl von Zysten gesprochen.

Übergewicht

Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, am polyzystischen Ovar-Syndrom zu erkranken mehr als doppelt so hoch, wenn man übergewichtig ist. Übergewicht führt zu Hormonveränderungen und verursacht somit einige der oben genannten Symptome. Man rechnet damit, dass in Zukunft mehr Frauen am polyzystischen Ovar-Syndrom leiden werden, weil immer mehr Frauen übergewichtig sind.

Schilddrüsenerkrankung

Ungewollte schnelle Gewichtszunahme (bei Schilddrüsenunterfunktion) oder Gewichtsabnahme (bei Überfunktion) sind sichtbare Merkmale einer nicht richtig funktionierenden Schilddrüse. Der Arzt kann die Konzentration der Schilddrüsenhormone bei einer Blutuntersuchung bestimmen.

Was sind die Ursachen des polyzystischen Ovar-Syndroms

So, wie das polyzystische Ovar-Syndrom eine Kombination von mehreren Symptomen ist, so sind auch die Ursachen vielfältig, aber meist durch Zivilisationskrankheiten bestimmt:

Metabolisches Syndrom

Das Metabolische Syndrom ist ein „tödliches Quartett“ aus vier Krankheiten, die man durch falsche Ernährung und ungesunde Lebensweise selbst zu verantworten hat:

  • Übergewicht (Adipositas),
  • Zucker (Diabetes mellitus),
  • Blutfettwerterhöhung (Hyperlipidämie),
  • Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)

und zusätzlich auch oft Gefäßverkalkung.

Risiken des polyzystischen Ovar-Syndroms

Da Frauen, die unter dem polyzystischen Ovar-Syndrom leiden meist unter weiteren, dem ungesunden Lebenswandel geschuldeten Krankheiten leiden, ist es sinnvoll, dafür zu sorgen, dass nicht noch weitere solche Zivilisationskrankheiten folgen. Zusätzlich ist bei Frauen mit polyzystischem Ovar-Syndrom das Risiko für Gebärmutterschleimhautverdickung und Gebärmutterschleimhautkrebs erhöht.

Ist die Krankheit heilbar?

Wenn du eine Risikopatientin bist, weil du Übergewicht hast oder unter einer Schilddrüsenfunktionsstörung leidest, oder wenn andere durch ungesunden Lebenswandel verursachte Krankheiten und Symptome vorhanden sind, solltest du dafür sorgen, dass du deine Risiken minimierst, am polyzystischen Ovar-Syndrom zu erkranken.

Das erreichst du durch einen gesunden Lebenswandel mit gesunder Ernährung und Bewegung. Menschen mit Normalgewicht haben ein wesentlich geringeres Risiko, am polyzystischen Ovar-Syndrom zu erkranken. Normalgewicht ist daher die beste Vorbeugung. Nicht nur gegen das polyzystische Ovar-Syndrom, sondern auch im Hinblick auf viele weitere ernste Krankheiten!

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