Stimme im Alter: 10 Tipps, um sie gesund zu halten

5 November, 2019
Die Stimmbildung wird im Wesentlichen vom oberen Kehlkopf beeinflusst und unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Dass sich unsere Stimme im Alter verändert, unterliegt weiterhin hormonellen Veränderungen.

Die Stimmbildung wird im Wesentlichen vom oberen Kehlkopf beeinflusst und unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Dass sich unsere Stimme im Alter verändert, unterliegt weiterhin hormonellen Veränderungen.

Wer ein bestimmtes Alter erreicht, wird feststellen, dass sie nicht mehr so klingt wie gewohnt. Dieser Wandel wird als Presbyphonie bezeichnet und ist die Folge natürlicher Veränderungen des Kehlkopfes während des Alterungsprozesses.

Der Kehlkopf und die Stimmbänder können mehr oder weniger stark schwingen, je nach Verfassung der jeweiligen Person, aber auch in Abhängigkeit des Alters. Im Laufe der Zeit verlieren sie an Elastizität und Kollagenfasern.

Was ist die Stimmbildung?

Jeder Mensch hat seine eigene Stimme, die ihn auszeichnet und einzigartig macht. Aus diesem Grund muss sie gepflegt werden. Was uns als Stimmbildung bekannt ist, wird maßgeblich vom oberen Kehlkopf beeinflusst. Unsere Stimmresonanz variiert somit ebenfalls – auch im Alter.

Während des Veränderungsprozesses der Stimme spielen Hormone eine große Rolle: das Testosteron bei Männern und das Östrogen bei Frauen. Im Greisenalter nimmt das Testosteron bei Männern ab, weshalb deren Stimme brüchiger klingt. Bei Frauen hingegen erscheint diese aufgrund des Östrogens etwas tiefer.

Fünf Veränderungen der Stimme im Alter

Wie bereits erwähnt, kann die Stimme im Alter andere Züge annehmen. Auch wenn sich viele Erwachsene ihre jugendhafte Stimme bewahren, gibt es einige allgemein bemerkbare Veränderungen.

  1. Dünnere Stimme: Ihr Klang ist weniger resonant. Die Stimmbänder im Inneren des Kehlkopfes werden feiner und weniger flexibel. Dies liegt daran, dass sie im Laufe der Zeit an Muskelstärke verlieren und weniger schwingen.
  2. Rauere Stimme: Diese klingt rauer, da sie einer stärkeren Vibration bedarf, um einen klaren Ton zu erzeugen. Daher führt alles, was das Schließen der Stimmbänder beeinträchtigt oder den Kehlkopf schädigt, dazu, dass sie rauer und heiserer erscheint.
  3. Schwächeres Stimmvolumen: Der Alterungsprozess wirkt sich ebenfalls auf das Stimmvolumen aus. Außerdem können Personen mit einem veränderten Atemsystem feststellen, dass ihre Stimmleistung leiser wird.
  4. Veränderter Stimmklang: Dieser Wandel kann ebenfalls auf den Muskelschwund der Stimmbänder zurückgeführt werden; bei Frauen teils auch auf hormonelle Veränderungen.
  5. Stimmmüdigkeit: Wer normalerweise eine starke Stimme hat, diese jedoch im Laufe des Tages schwindet, ist möglicherweise von einer sogenannten Stimmmüdigkeit betroffen. Wie jede andere Form von Müdigkeit ist auch diese mit einem Verbrauch verbunden – hier der Stimme.

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Stimme im Alter pflegen: zehn Tipps

Vorbeugung ist das beste Mittel, um mögliche Probleme der Stimme zu vermeiden und diese zu pflegen. Nachfolgend geben wir dir daher ein paar Tipps, wie du frühzeitig Erkrankungen verhindern kannst, die deine Stimmorgane betreffen können.

  1. Überanstrenge deine Stimme nicht und vermeide es zu schreien.
  2. Meide laute Orte, um nicht gegen den Lärm ansprechen zu müssen, wenn du dich an solchen aufhältst.
  3. Rauche nicht und verweile nicht zu lange an Orten mit Rauchbildung, da diese den Kehlkopf reizt.
  4. Versuche nicht zu sprechen, wenn du heiser bist.
  5. Bei entzündeten Schleimhäuten, einer Allergie oder regelmäßigem Husten solltest du für eine angemessene Behandlung einen Arzt aufsuchen.
  6. Wenn du an Heiserkeit oder Stimmlosigkeit leidest und diese Situation mehr als zehn Tage andauert, solltest du ebenfalls einen Arzt konsultieren.
  7. Trinke täglich zwei Liter Wasser. Dadurch bleibt die Schleimhaut, die die Stimmbänder umgibt, ausreichend hydriert.
  8. Erhole dich genug, da sich körperliche Erschöpfung auch in der Stimme niederschlägt – insbesondere, wenn du sie für die Arbeit brauchst.
  9. Wann immer es möglich ist, solltest du nicht länger als vier Stunden am Stück sprechen oder mehr als zwei Stunden singen, weil hierdurch die Stimmbänder beeinträchtigt werden.
  10. Reduziere den Konsum von Alkohol und Koffein, da sie die Stimmlippen dehydrieren. Weiterhin solltest du versuchen, dich ausgewogen zu ernähren und scharfe Speisen sowie Milchprodukte zu vermeiden, die sich negativ auf diese auswirken können.

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Schlussfolgerung zum Thema Stimme im Alter

Zur stimmlichen Veränderung im Alter liegen noch keine ausreichenden Daten vor, um eine konkrete Vermeidungsstrategie zu entwerfen. Jedoch steht fest, dass sich die in diesem Artikel genannten Tipps als besonders effektiv erweisen und dir dabei helfen können, sie auch im späteren Lebensabschnitt zu bewahren.

  • Cobeta, I., Núñez, F., Fernández, S., Núñez, F., Cobeta, I., & Fernández, S. (2013). Patología de la voz. Marge Medica Books.

  • Martínez-Sánchez, F. (2010). Trastornos del habla y la voz en la enfermedad de Parkinson. Revista de Neurologia.

  • Sataloff, R. (1993). La voz humana. Investigación y Ciencia.