Solltest du dein Baby zum Windelwechseln wecken?

6 Januar, 2019
Viele Eltern sind sich bei der Frage, ob sie ihr Baby zum Windelwechseln wecken sollen, sehr unsicher.

Die Haut eines Babys ist sehr empfindlich, daher ist häufiges Windelwechseln sehr wichtig, um Ausschläge und Neurodermitis vorzubeugen.

Ob du dein Baby zum Windelwechseln aufwecken solltest, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine Mutter, deren Kind nur sehr schwer einschläft, wird sich davor hüten ihr Kind zu wecken. Niemand möchte ein Baby, das aufgebracht ist, weil es aus dem Schlaf gerissen wurde.

Mütter, deren Kinder dazu neigen Ausschlag zu bekommen, werden sie eher wecken, um die Windel zu wechseln.

Solltest du dein Baby zum Windelwechseln wecken?

Wecken zum Windelwechseln

Wie eben schon erwähnt, ist jedes Kind anders. Was bei einem funktioniert, funktioniert nicht unbedingt bei einem anderen. Das bedeutet, dass du dich nicht auf die Methoden verlassen solltest, die bei deinen anderen Kindern funktioniert haben.

Eltern müssen selbst entscheiden, was ihr Kind braucht. Doch wir beschäftigen uns jetzt näher mit den Faktoren, die entscheidend dafür sind, ob du dein Kind zum Windelwechseln wecken solltest.

Was ist wichtiger, Schlaf oder Hygiene?

Was ist wichtiger, Schlaf oder hygienisches Windelwechseln

Zweifellos ist eine volle Windel schädlich für die empfindliche Haut eines Neugeborenen, wenn sie über einen längeren Zeitraum nicht gewechselt wird. Andererseits ist es auch wichtig für die Entwicklung, ihren Schlaf nicht zu stören.

Während dein Baby wach ist, kannst du die Windeln jederzeit wechseln. Wenn das Baby jedoch schläft stellt sich die Frage, ob man nicht doch lieber ein bisschen wartet.

Prioritäten zu setzen, ob die Hygiene oder der Schlaf deines Kindes wichtiger ist, ist der Schlüssel, um die richtige Entscheidung zu treffen.

Ein Baby, das mit Milchersatz gefüttert wird, wacht etwa alle 3 Stunden auf und verlangt nach Essen. Das ist der perfekte Zeitpunkt, um auch die Windel zu wechseln.

Wenn du dein Baby stillst, wird es wahrscheinlich öfter gefüttert und auch die Windel muss öfter gewechselt werden. Nutze die Zeit, in der dein Kind wach ist.

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Langschläfer zum Windelwechseln wecken

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Die Entscheidung fällt Eltern, deren Kind besonders lange schläft, noch schwerer. Ob sie das Baby zum Windelwechseln wecken sollen, wird zu einer großen Sorge. Viele Mütter wenden sich in dieser Situation hilfesuchend an ihren Kinderarzt.

Windeln werden immer saugfähiger. Es gibt sogar Nachtwindeln, die extra dafür gemacht sind deinem Baby das Durchschlafen zu ermöglichen. Du solltest kein Baby wecken, das 6 bis 7 Stunden am Stück schläft, nur um die Windel zu wechseln.

Eine gute Windel ist auch am nächsten Morgen noch fast trocken. Wechsel die Windel kurz vor der Schlafenszeit und trage eine Creme auf, die Ausschläge verhindert. Du kannst deinen Kinderarzt fragen, welche Creme am besten für dein Baby geeignet ist.

Wenn dein Kind nachts zum Trinken aufwacht, schläft es meist beim Stillen wieder ein. Daher ist es völlig kontraproduktiv, das Baby zum Windelwechseln zu wecken. Die Windel sollte bis zum nächsten Morgen trocken bleiben. Allerdings solltest du darauf achten, die Windel sofort zu wechseln, wenn dein Kind aufwacht.

Wann sollte ich mein Kind zum Windelwechseln wecken?

Sollte dein Kind nur Baumwollwindeln vertragen, weil es Allergien hat, solltest du die Windel immer wechseln, wenn sie voll ist. Daher ist es leider unvermeidbar, dein Kind zu wecken.

Indem du ein weiteres Tuch zwischen Matratze und Bettlaken hinzufügst, kannst du dein Baby von Nässe isolieren. Du kannst dafür einen Bettbezug, eine Decke oder ein paar Handtücher benutzen. Das Wichtigste ist, dass dein Baby nicht im Nassen liegt.

Wenn dein Kind Durchfall hat, sollte die Windel sofort gewechselt werden, um der Haut nicht zu schaden, auch wenn du Wegwerfwindeln verwendest. Leider wird das Baby dabei höchstwahrscheinlich aufwachen und du musst dich damit quälen, es wieder zum Einschlafen zu bringen.

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