Selbstgemachte Seife zur Behandlung von Ekzemen der Haut

· 11 Dezember, 2015
Dank der Wirkung der enthaltenen ätherischen Öle handelt es sich hier um eine antibakterielle, feuchtigkeitsspendende Seife, mit der wir die Entzündung der betroffenen Hautzonen lindern und deren Regeneration anregen können

In diesem Artikel verraten wir dir ein Rezept, nach dem du deine eigene, natürliche Seife herstellen kannst. Diese Seife kannst du für deinen gesamten Körper verwenden, aber sie eignet sich insbesondere zur ergänzenden Behandlung von Ekzemen der Haut.

Woher weiß ich, ob ich an einem Ekzem leide?

Der Terminus Ekzem bezeichnet eine Gruppe von Hautererkrankungen, die vor allem durch Juckreiz gekennzeichnet sind. In der akuten Phase sind typische Anzeichen zudem Rötung, Bläschen, Pusteln und Krusten, während chronische Ekzeme mit Schuppen und Hautverdickung einhergehen. Manche Ekzeme gleichen im Aussehen einem Ausschlag. Sie können in jedem Lebensalter auftreten, kommen jedoch besonders häufig bei Babys vor.

Die Seife, die sich nach dem hier vorgestellten Rezept zubereiten lässt, eignet sich bei allen Arten von Ekzemen, bei atopischer Dermatitis, Schuppenflechte und anderen Hauterkrankungen.

Mit einer Seife allein lässt sich Psoriasis nicht heilen, aber du kannst die Gesundheit deiner Haut durch einen entsprechenden Lebensstil kräftig unterstützen: Kann man Schuppenflechte heilen?

Immer mehr Personen leiden an Hautkrankheiten. In einigen Fällen ist dafür sicher die Exposition gegenüber hautschädigenden Substanzen oder Umweltfaktoren verantwortlich, aber auch unsere Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit unserer Haut. Eine genetische Komponente gibt es ebenfalls.

Ekzem

Hautekzeme sind häufig chronische Probleme, deren Heilung oft zu einer langfristigen, ermüdenden Aufgabe wird. Wenn wir einen holistischen Ansatz wählen und an allen Hebeln gleichzeitig ansetzen, haben wir aber eine gute Chance auf Erfolg:

  • Achte darauf, dass du natürliche Produkte und Gewebe verwendest.
  • Ein Ernährungstagebuch kann dir helfen, mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu identifizieren.
  • Substanzen, die bei dir Allergien auslösen können, sollten gemieden werden.
  • Die Hautgesundheit spiegelt oft unsere körperliche und vor allem seelische Gesundheit wider. Meide daher Anspannung, Angst und Stress.

Welche Produkte wählen wir aus?

  • Neem: Das Öl des Niembaums hilft der Haut, ihre Struktur wieder aufzubauen, regt die Regeneration der Hautzellen an und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Diese Eigenschaften machen Neem zu einem geeigneten Mittel für jegliche Art von Hautproblemen.
  • Ringelblumenöl: Das Öl der Ringelblume wirkt entzündungshemmend und beugt der Austrocknung der Haut vor. Es eignet sich besonders für Menschen, die an Ekzemen oder Psoriasis leiden.
  • Teebaum: Teebaumöl ist ein sehr wirksames Mittel, wenn es um Hautprobleme geht, an denen Bakterien oder Pilze beteiligt sind, die es abzutöten vermag. Gleichzeitig wird die Hautregeneration angeregt.

Bakterien und Pilze sind an der Entstehung vieler Dermatitiden beteiligt. Akne zum Beispiel ist eine Erkrankung mit bakterieller Ursache und auch hier hilft Teebaumöl. Was noch getan werden kann: Hausmittel gegen Akne

Seife gegen Ekzeme

Zutaten

  • 210 ml Olivenöl
  • 30 g Ätznatron
  • 65 ml destilliertes Wasser
  • 30 Tropfen Neemöl
  • 30 Tropfen Ringelblumenöl
  • 15 Tropfen Teebaumöl

Benötigte Utensilien

  • Eine Schutzbrille für den Umgang mit dem Ätznatron.
  • Ein Glasgefäß.
  • Einen Topf.
  • Einen Holzlöffel zum Umrühren.
  • Eine Form, in die wir die Seife gießen wollen. Wenn du keine Seifenformen besitzt, kannst du auch den unteren Teil einer Flasche oder eines Tetra-Packs verwenden. Aluminiumformen sind ungeeignet.

Herstellung der Seife

Herstellung der Seife gegen Ekzem

  • Ganz vorsichtig und unter Zuhilfenahme der Schutzbrille geben wir das Ätznatron in das Glasgefäß. Am besten du stellst letzteres dazu in die Spüle.
    Dann wird das destillierte Wasser hinzugegeben. Verändere nicht die Reihenfolge der Verwendung dieser Zutaten, um Verätzungen zu vermeiden.
    Ätznatron und Wasser reagieren in einer chemischen Reaktion miteinander und es bilden sich Dämpfe. Lass die Reaktion ablaufen und die Mischung stehen, bis sie sich abgekühlt hat. Wenn du deine Küche währenddessen lüften kannst, ist das noch besser.
  • Jetzt erwärmen wir das Olivenöl in einem Topf, auf niedriger Flamme. Wenn es lauwarm ist, etwa 40 °C erreicht hat, nehmen wir es vom Herd und vermischen es vorsichtig mit dem Gemisch aus Ätznatron und Wasser. Es sollte nach Möglichkeit zu keinem Zeitpunkt vergossen werden oder spritzen.
    So lange rühren, am besten mit dem Stabmixer, bis die Mischung an Konsistenz gewinnt und zu einem Gel wird.
  • In diesem Moment und bevor sie sich abkühlt, geben wir die ätherischen Öle hinzu und rühren um.
  • Nun ist es an der Zeit, die Seife in die vorbereiteten Formen zu gießen. Diese decken wir dann mit einem Handtuch ab, damit die Wärme etwas länger erhalten bleibt und die Verseifung stattfinden kann.
  • Lass die Seife mindestens 12 bis 24 Stunden abkühlen, bevor du sie aus den Formen stürzt.
  • Die Seife sollte für anderthalb bis zwei Monate an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahrt werden, an dem sie noch an Härte gewinnt und reift.

Du bist mit dem Ergebnis deiner Seifenherstellung zufrieden? Dann kannst du das nächste Mal größere Mengen verwenden und mehr Seife zubereiten. Verwende dazu einfach mehrere Formen und multipliziere die Mengenangaben entsprechend.

Ein größeres Stück Seife kann auch mit einem Messer geschnitten werden, wenn es schon etwas gehärtet ist. Die kleineren Stücke werden dann voneinander getrennt zur weiteren Härtung und Reifung aufbewahrt.

Vorsichtsmaßnahmen

  • Wir betonen noch einmal, dass das Ätznatron sehr vorsichtig gehandhabt werden muss. Kinder und Haustiere haben in der Nähe des Ätznatrons nichts verloren!
  • In jedem Schritt der Seifenherstellung ist unbedingt eine Schutzbrille zu tragen, am besten auch eine Maske und Schutzhandschuhe. Ätznatron trägt seinen Namen zu Recht und kann schwere Verätzungen hervorrufen.
  • Sollte uns dennoch ein Tropfen Ätznatron auf die Haut fallen, ist die Stelle unverzüglich mit Essig zu behandeln.