Rauchentwöhnung mit Heilpflanzen

Zusätzlich zu deinem Willen und Durchhaltevermögen können Heilpflanzen wie Passionsblume und Süßholz die Auswirkungen des Entzugssyndroms lindern.

Rauchen ist, wie wir alle wissen, eine der gesundheitsschädlichsten Gewohnheiten. Doch die Sucht nach Nikotin und anderen krebserregenden Komponenten zwingt viele dazu, jeden Tag erneut zur Zigarette zu greifen. Bei den Betroffenen werden viele Tagesabläufe und Gewohnheiten vom Tabak beherrscht. Leider ruinieren sie auf diese Weise allmählich ihre Gesundheit.

Die Rauchentwöhnung braucht sehr viel Willensstärke und eine klare persönliche Entscheidung für ein gesünderes Leben. Dafür benötigen wir fachärztliche Hilfe oder zumindest eine hohe persönliche Motivation, denn die meisten Betroffenen geben zu, dass sie es nicht ganz alleine schaffen. Willensstärke, Durchhaltevermögen und der Wunsch, ein gesünderes Leben zu führen, sind die wichtigsten Eckpfeiler. Unser fester Entschluss ist dabei besonders wichtig, insbesondere bei einem täglichen Konsum von 20 Zigaretten oder mehr. 

Die nachfolgend erwähnten Pflanzen können beruhigend wirken und das Begehren stillen um die Entwöhnungsphase so angenehm wie möglich zu gestalten. Sie sind leicht im Supermarkt oder im Kräuterladen erhältlich und auch die Zubereitung ist denkbar einfach. Verwenden Sie diese Heilpflanzen täglich. Es ist zudem auch sehr wichtig, Gewohnheiten und Tagesabläufe zu verändern, Sport zu treiben und Gelüste zu bekämpfen.

Passiflora oder Passionsblume

Diese Pflanze wirkt entspannend und kann uns deshalb in der Entwöhnungsphase helfen. Sowohl die Blüten als auch die Früchte können für Tee verwendet werden. Lassen Sie diesen zehn Minuten ziehen. Wenn Sie dieses Entspannungsgetränk vor der Nachtruhe zu sich nehmen, werden Sie am nächsten Tag erholt und frisch aufwachen.

Süßholz

Süßholz oder Lakritze wird seit Jahrhunderten als Ersatz für Tabak benutzt. An einem Stück Süßholzwurzel zu kauen kann uns körperlich und geistig entspannen, wobei ihre Inhaltsstoffe nicht nur die Entzugserscheinungen abschwächen, sondern auch vor Hautkrebs schützen können. Die Pflanze weist nur eine leichte Toxizität auf, sollte jedoch trotzdem nicht von Diabetikern verzehrt werden, da Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten möglich sind. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Süßholz einzunehmen: in Pulverform als Aufguss, als Sud, indem man die Wurzel kaut oder als Tabletten, die man im Reformhaus kaufen kann.

Ingwer

(Foto: Organicus Blog / Flickr.com)
(Foto: Organicus Blog / Flickr.com)

Ingwer bietet viele Gesundheitsvorteile. Dieses Gewürz ist besonders für die Unterstützung des Verdauungssystems sehr geeignet und wird deshalb auch in vielen Rezepten und natürlichen Medikamenten verwendet. Man verwendet den Wurzelstock oder die Wurzel, wobei Ingwer-Tee besonders empfehlenswert ist. Ingwer hilft – wie auch Süßholz –  die Lust auf Rauchen besser zu kontrollieren. Der intensive Geschmack hinterlässt ein befriedigendes Gefühl im Mund und lenkt uns von den Zigaretten ab.

Noni

Diese wunderbare Pflanze mit medizinaler Wirkung wird bereits seit langer Zeit in vielen Kulturen als Mittel gegen diverse Beschwerden und Krankheiten eingesetzt. Für die Rauchentwöhung ist ein Aufguss aus trockenen Noni-Blättern zu empfehlen. Entzugserscheinungen können so gelindert werden. Auch die Verdauung wir mit dieser Pflanze verbessert.

Selbstverständlich steht die Willenskraft an erster Stelle, wenn Sie sich von Ihrer Abhängigkeit befreien möchten. Sie können damit anfangen, weniger Zigaretten zu rauchen, Sport zu betreiben und auf Situationen achten, welche Rauchgelüste auslösen, z.B. beim Aufstehen, nach dem Essen, beim Kaffeetrinken, mit Freunden … Die hier vorgestellten Heilpflanzen können unterstützend verwendet werden, doch Ihr Wille und Ihr Durchhaltevermögen sind ausschlaggebend für ein Leben als Nichtraucher. 

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