Pflanzenschutz mit Zimt!

30 Januar, 2019
Biologischer Pflanzenschutz im eigenen Garten und auch am Fensterbrett macht Sinn, denn schließlich ist es unlogisch, sich selbst Gift ins Haus zu holen.

Pflanzenschutz muss nicht immer giftig sein. Wenn du Schimmel und Schädlinge von deinen Gartenpflanzen oder Zimmerpflanzen abwehren möchtest, muss du nicht zu hochgiftigen Präparaen greifen, denn es geht auch mit Hausmitteln, zum Beispiel Zimt.

Pflanzenschutz mit Zimt

Zimt hat im Pflanzenschutz verschiedene Wirkungen, die du dir alle für deine Pflanzen in Haus und Garten zunutze machen kannst. Pflanzenschutz mit Zimt ist ungefährlich, da Zimt ungiftig ist und daher vom Pflanzenschutzmittel keine Gefahr für dich, deine Kinder oder Haustiere ausgehen kann.

Zimt wirkt zum Beispiel gegen Schimmel, indem er die Schimmelpilze in ihrer Entwicklung hemmt. Du kannst Zimt im Pflanzenschutz also eher vorbeugend anwenden als zur Zerstörung von Schimmel. Schimmelpilze werden in ihrer Ausbreitung gehindert, jedoch nicht abgetötet.

Noch mehr Ideen mit Zimt:

Zimt in der Haarpflege

TomatenAusnahme: Tomaten

Zimt ist ein ungefährlicher Pflanzenschutz, der Zimmerpflanzen und Gartenpflanzen vor Schimmelbefall schützt, die Bewurzelung und das Wachstum fördert und die Ausbreitung von Schimmel hemmt. Wie immer gibt es jedoch eine wichtige Ausnahme:

Tomaten! In Studien wurde herausgefunden, dass Zimt auf Tomaten wachstumshemmend wirkt. Wendest du im Garten Zimt als Pflanzenschutz an, so spare unbedingt die Tomaten aus, wenn du kräftig und zügig wachsende Tomatenpflanzen möchtest! Die zweite Ausnahme bildet die Gartenkresse.

Hilft Zimt auch da?

Zimt gegen Blutzucker?

Zimt in der Anzucht von Sämlingen

Mit Ausnahme der Tomaten kannst du Zimt nutzen, um die Bewurzelung deiner Sämlinge zu fördern und sie vor einer Krankheit zu schützen, bei der die Sämlinge scheinbar grundlos umfallen. Dazu streust du ganz vorsichtig den Zimt dünn über die gerade gesprießten Sämlinge.

Mit dem Gießwasser hältst du den Zimt automatisch feucht und verhinderst damit, dass sich die gefürchtete „Umfallkrankheit“ auch auf deine Sämlinge ausbreitet.

Pflanzen pflegenZimt gegen Schimmel auf der Blumenerde

Sicher kennst du das, dass sich manchmal auf der Oberfläche deiner Blumenerde in Töpfen oder Blumenkästen eine Schimmelschicht bildet. Ist es bereits geschehen, kann Zimt nicht mehr helfen. Du kannst mit Zimt aber verhindern, dass es dazu kommt!

Wenn du Pflanzen eintopfst oder umtopfst, kannst du etwas Zimtpulver unter die Blumenerde mischen. Wenn nicht, bestreue die frische Blumenerde auf der gesamten Oberfläche mit etwas Zimtpulver, um Schimmel in Zukunft zu verhindern.

Pflanzenschutz gegen Blattschimmel

Manche Pflanzen werden von grauem oder anderem Blattschimmel befallen. Wie bereits gesagt, kannst du den Schimmelbefall mit Zimt nicht abtöten, aber seine Entstehung verhindern, indem du prophylaktisch mit einer Sprühlösung arbeitest.

Löse dazu einen Esslöffel Zimtpulver in fünf Liter heißem Wasser auf und lasse es einige Stunden, besser über Nacht, ziehen. Filtere dann die Sprühlösung durch einen Kaffee- oder Teefilter, damit das etwas aufgequollene Zimtpulver nicht die Sprühdüsen verstopft.

Besprühe vorbeugend deine Pflanzen, egal ob Zimmerpflanze oder Gartenpflanze, mit der Lösung, um die Blätter vor Schimmelbefall zu schützen. Wendest du die Lösung im Freien an, sprühe abends und nicht in der Sonne, um den Blättern keinen Schaden zuzufügen.

Schutz vor Wurzelschimmel

Der beste Schutz, um deine Pflanzen vor Wurzelfäule zu schützen, ist eine richtige Gießtechnik, bei der die Erde nur mäßig feucht gehalten wird und niemals Staunässe entsteht.

Zusätzlich kannst du dem normalen Gießwasser auch Zimt zusetzen oder die oben beschriebene Lösung auch zum Gießen nutzen. In dem Fall kannst du dir das Filtern sparen.

ZimtWelcher Zimt ist geeignet?

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Sorten Zimt, die im Handel als Gewürz angeboten werden. Der klassische Ceylon-Zimt wächst in Burma, Bangladesch oder Sri Lanka und hat ein feineres, edleres Aroma.

Schärfer und billiger würzt der Cassia-Zimt, der in großen Mengen aus China kommt.

Den Unterschied erkennst du auch an den Röllchen, die aus der Rinde geformt werden: Cassia-Zimt wird in dickere Rindenscheiben geschnitten, bevor er zu Rollen geformt wird. Je dünner und feinblättriger, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Ceylon-Zimt handelt.

Grundsätzlich solltest du zum Verzehr Ceylon-Zimt verwenden und nur zu Dekorationszwecken und als Pflanzenschutz den Cassia-Zimt wählen. Letzterer enthält nämlich erhebliche Mengen an Cumarin, welches giftig ist.

Die Stiftung Warentest warnte nach einem Test vor vielen Zimtsternen und anderem Weihnachtsgebäck, das mit dem billigeren Cassia-Zimt gewürzt, bis zu 37x höhere Cumarinwerte als erlaubt enthielt!

Achte also unbedingt darauf, welchen Zimt du zum Verzehr kaufst, wenn im Handel die Zeit für Zimt wieder eingeläutet wird!