PAP-Test: Was du darüber wissen solltest

5 Juni, 2019
Der PAP-Test ist die wichtigste Methode zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, die normalerweise bei einer frauenärztlichen Untersuchung angewendet wird. 

Der PAP-Test, der auch als Krebsabstrich oder kurz Abstrich bezeichnet wird, gehört normalerweise zur Routineuntersuchung beim Frauenarzt. Denn damit kann Gebärmutterhalskrebs frühzeitig erkannt werden.

Der Name dieser Untersuchung ist eine Hommage an George Papanicolaou. Dieser griechische Pathologe entwickelte diese Methode für eine frühzeitige zytologische Diagnose, die erstmals 1923 durchgeführt wurde.

Der PAP-Test ermöglicht die Untersuchung von Zellen des Gebärmutterhalses, um herauszufinden, ob diese normal sind oder sich bösartig entwickeln könnten. Damit wird versucht, eine möglichst frühe Diagnose präkanzeröser Zellen zu erhalten, um die Entwicklung eines Tumors zu verhindern.

Außerdem können mit dem Papanicolaou-Test auch Entzündungen und Schwellungen erkannt werden. Doch wie oft sollte man diesen Test durchführen? Lies weiter, um mehr zu diesem Thema zu erfahren.

Wie wird der PAP-Test durchgeführt? 

PAP-Test
Der PAP-Test ermöglicht die Untersuchung von Zellen des Gebärmutterhalses, um herauszufinden, ob diese normal sind oder sich bösartig entwickeln könnten.
Der PAP-Test wird normalerweise bei einer Routineuntersuchung beim Gynäkologen durchgeführt. Dafür benötigt der Arzt keine kostspieligen Geräte und außerdem geht dieser Test ganz schnell. Er kann allerdings zu leichten Beschwerden führen.

Gleichzeitig wird normalerweise das Becken untersucht, um den gesundheitlichen Zustand der Gebärmutter, Vagina und Eierstöcke zu beurteilen. 

Darüber hinaus werden meist auch die Eileiter, die Blase und das Rektum untersucht. Um den inneren Körperbereich sehen zu können, führt der Arzt ein Spekulum in die Scheide ein, um diese leicht zu dehnen.

Anschließend wird der Abstrich mit einer kleinen Bürste oder einem Wattestäbchen genommen, was für die Frau unangenehm sein kann. Dabei entstehen jedoch normalerweise keine Schmerzen. Die entnommenen Zellen werden dann im Labor ausgewertet. 

Nach einigen Tagen stehen schließlich die Befunde bereit. Die Frau muss dann noch einmal zum Frauenarzt, um die Ergebnisse abzuholen.

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In welchem Alter sollte der PAP-Test durchgeführt werden?

Mit welchem Alter sollte der PAP-Test durchgeführt werden?

Normalerweise wird der erste Besuch beim Frauenarzt dann empfohlen, wenn die ersten sexuellen Beziehungen stattfinden oder Anzeichen für Probleme vorhanden sind.

Die Meinung der Gynäkologen geht allerdings auseinander, wenn es um das empfohlene Alter für einen PAP-Abstrich geht. Bis vor Kurzem wurde von vielen Experten empfohlen, den ersten Abstrich in einem Alter zwischen 16 und 18 Jahren zu machen.

Doch jetzt wird dies nicht mehr als notwendig erachtet, wenn in diesem Alter keine sexuellen Beziehungen stattfinden und auch keine Beschwerden vorhanden sind, die auf eine Krankheit hinweisen könnten. Normalerweise beginnt man mit dieser Untersuchung ab einem Alter von 21 Jahren. 

Der Beginn sexueller Beziehungen ist allerdings ein geeigneter Augenblick, um einen Frauenarzt aufzusuchen. Wenn irgendwelche Beschwerden vorliegen, sollte dies natürlich auch schon früher erfolgen.

Sexuelle Beziehungen erhöhen die Gefahr für die Ansteckung mit dem humanen Papillomvirus (HPV), das in manchen Fällen auch zu Krebs führen kann. Außerdem erhöht sich das Risiko, an einer sexuell übertragbaren Krankheit zu leiden.

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Wie oft sollte der PAP-Abstrich erfolgen?

Wie oft sollte der PAP-Abstrich untersucht werden?
Insbesondere Frauen mit einem aktiven Sexualleben sollten sich regelmäßig untersuchen lassen.
In der Vergangenheit wurde der PAP-Test meist einmal im Jahr bei der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung durchgeführt, doch dies kann variieren. Der behandelnde Arzt entscheidet unter Berücksichtigung der individuellen Situation jeder Frau, wann der Abstrich notwendig ist.

Dabei wird auch berücksichtigt, ob es eine familiäre Vorgeschichte gibt, welche das Risiko für eine Krebserkrankung erhöht. Sollte dies nicht der Fall sein und wenn auch keine speziellen Symptome vorliegen und die Befunde mehrere Jahre lang negativ sind (meist 3 Jahre), kann der Arzt entscheiden, den PAP-Test nicht jedes Jahr durchzuführen.

In diesem Fall wird er bei Frauen zwischen 21 und 29 meist nur alle drei Jahre durchgeführt. 
Zwischen dem 30. und 65. Lebensjahr erfolgt diese Untersuchung oft alle drei bis fünf Jahre, doch wie erwähnt, hängt dies von der individuellen Situation jeder Frau ab.Nach dem 65. Lebensjahr sind keine regelmäßigen Untersuchungen mehr notwendig. Sollte jedoch ein Risiko für HIV, eine Immunsuppression oder Fälle in der Familie vorkommen, kann der Abstrich weiterhin erforderlich sein.

  • Centros para el Control y la Prevención de Enfermedades. División de Prevención y Control del Cáncer. Prueba de detección del cuello uterino mediante la prueba del VPH y la de Papanicolaou. Extraído de: https://www.cdc.gov/spanish/cancer/hpv/pdf/hpv_brochure_es.pdf
  • Fundación ABIM. 2018. Pruebas de Papanicolaou. Extraído de: http://www.choosingwisely.org/wp-content/uploads/2018/02/Pruebas-De-Papanicolaou-AAFP.pdf