Oropharynxkarzinom: Symptome, die jeder kennen sollte

· 18 Januar, 2017
Viele Symptome, die auf ein Oropharynxkarzinom hinweisen, können mit anderen Beschwerden verwechselt werden, sollten jedoch nicht einfach als unwichtig abgetan werden. Auch Nichtraucher können davon betroffen sein.

Ein Oropharynxkarzinom kann nicht nur durch Rauchen entstehen. Diese Krebserkrankung, die sich im Mund, auf der Zunge, am Gaumen und im Rachen ausbreitet, wird auch mit Sonnenstrahlung und dem humanen Papillomvirus (HPV) assoziiert.

Auch wenn diese Krebsart nicht sehr häufig auftritt, sollte man darüber Bescheid wissen. Die Gefahr, daran zu erkranken steigt ab dem 50. Lebensjahr.

Je höher die Lebenserwartung, desto größer die Gefahr an einem Oropharynxkarzinom zu leiden, wobei Männer von dieser Krankheit häufiger betroffen sind.

Es ist wichtig, die Symptome frühzeitig zu erkennen. Insbesondere deshalb, weil diese mit einem einfachen Herpes, Aphthen oder einer Entzündung im Mund verwechselt werden können. 

Nichtraucher denken meist nicht, dass sie an dieser Krebserkrankung leiden könnten, deshalb sollten sie darauf hinweisende Anzeichen besonders beachten, denn auch wer keinen Tabak konsumiert, kann daran erkranken.

Deshalb ist jede Information über das Oropharynxkarzinom sehr wertvoll, um dieses gegebenenfalls bereits in frühen Phasen zu erkennen.

Symptome für das Oropharynxkarzinom

Ein Karzinom ist eine Krebserkrankung, die von Zellen der Haut oder Schleimhaut ausgeht. Es handelt sich nicht um einfache Verletzungen oder Aphthen.

Personen mit einem schwachen Immunsystem sind daran gewöhnt, öfters an einer Mundentzündung, kleinen Verletzungen, Zahnfleischbluten oder Aphthen zu leiden, und sind sich deshalb oft nicht über die Anzeichen eines Oropharynxkarzinoms bewusst. 

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Wenn der Arzt jedoch den Zungen- und Rachenbereich gründlich untersucht, kann er die richtige Diagnose stellen.

Danach wird eine Biopsie durchgeführt, um sich Klarheit über eine mögliche Krebserkrankung zu verschaffen.

Anschließend nennen wir die häufigsten Symptome, die bei einem Oropharynxkarzinom auftreten.

Physische Veränderungen im Mund

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  • Zu den ersten Anzeichen eines Oropharynxkarzinoms zählen kleine Verletzungen im Mund, die nicht heilen. 
  • Darüber hinaus entwickeln sich häufig rote oder weiße Flecken im Zungenbereich, am Zahnfleisch oder auch in den Mundwinkeln.
  • Es ist wichtig, sich bewusst darüber zu sein, dass jede ungewöhnliche Veränderung, die nicht in ein paar Tagen heilt, von einem Arzt untersucht werden sollte.

Kleine Beschwerden, die sich mit der Zeit verschlimmern

Weiters charakteristisch für ein Oropharynxkarzinom sind Beschwerden beim Kauen oder Schlucken. Personen mit künstlichem Gebiss spüren von einem Tag auf den anderen, dass die Prothese zu Beschwerden führt und auch Blutungen und Schmerzen entstehen.

  • Plötzlich kann Sprechen Schmerzen verursachen.
  • Wenn man die Zunge bewegt oder auch nur das Kiefer streift, können Schmerzen und beharrliche Beschwerden auftreten.
  • Die Schmerzen können sich bis zum Gehör ausdehnen.

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Das Gefühl, einen „Knopf“ im Hals zu haben

Schwierigkeiten beim Schlucken und das Gefühl des ständigen Brennens im Bereich der Mandeln, manchmal sogar blutiger Husten – diese Symptome sollten auf jeden Fall beachtet und untersucht werden.

  • Häufig sind diese Beschwerden auf Krankheiten zurückzuführen, die nicht weiter ernst sind. Darüber hinaus kann das Oropharynxkarzinom auch gutartig sein, man sollte deshalb nicht gleich an das Schlimmste denken, der Sache jedoch auf jeden Fall auf den Grund gehen.
  • Eine frühzeitige Diagnose kann die Behandlung erleichtern, deshalb müssen eventuelle Veränderungen beobachtet werden.

Unerklärlicher Gewichtsverlust

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Die meisten Krebserkrankungen gehen mit einem Gewichtsverlust einher. Im Falle eines Oropharynxkarzinoms kommt es häufig vor, dass die Betroffenen keinen Hunger mehr haben oder nicht normal kauen können.

Zusätzlich ist das Immunsystem oft geschwächt, deshalb kommt es zum Gewichtsverlust.

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Kann Vorsorge gegen ein Oropharynxkarzinom getroffen werden?

Keine Krankheit kann durch Vorsorge zu 100% vermieden werden. Man kann zwar gewisse Auslöser vermeiden, um das Risiko so gering wie möglich zu halten, doch ganz ausschließen ist unmöglich.

Folgende Faktoren erhöhen die Gefahr, an diesem Leiden zu erkranken:

  • Tabak
  • Alkohol
  • Humanes Papillomvirus (HPV). Mit Halskrebs (Oropharynxkarzinom mit eingeschlossen) wird konkret HPV16 assoziiert.
  • Ultraviolettes Licht. Lippenkrebs ist beispielsweise bei Personen, die im Freien arbeiten häufiger, da sie länger der Sonnenstrahlung ausgesetzt sind.
  • Schlechte Ernährung und schwaches Immunsystem.
  • Genetische Krankheiten wie die Fanconi-Anämie.
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Da du nun mögliche Auslöser kennst, kannst du deine Lebensgewohnheiten dementsprechend verändern. Höre mit dem Rauchen auf, achte auf eine vielseitige, ausgeglichene Ernährung und schütze deine Haut und Lippen vor schädlicher Strahlung.

Du darfst auf keinen Fall Angst haben und solltest bei Beschwerden einen Arzt aufsuchen, um eine Diagnose stellen zu lassen.

Es lohnt sich, vorsichtig zu sein. Gesundheitsfragen sollte man nie aufschieben. 

  • Herrero, R. (2003). Human Papillomavirus and Oral Cancer: The International Agency for Research on Cancer Multicenter Study. CancerSpectrum Knowledge Environment. https://doi.org/10.1093/jnci/djg107
  • Clump, D. A., Bauman, J. E., & Ferris, R. L. (2015). Cancer of the Oropharynx. Surgical Oncology Clinics of North America. https://doi.org/10.1016/j.soc.2015.03.014