Nebenwirkungen von Eisenpräparaten: Wissenswertes

Die Einnahme von Eisenpräparaten kann zu Nebenwirkungen wie Übelkeit und Verstopfung führen. Deshalb ist es wichtig, dass du dich an die ärztlich empfohlene Dosis hältst. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren!
Nebenwirkungen von Eisenpräparaten: Wissenswertes

Geschrieben von María Vijande

Letzte Aktualisierung: 04. August 2022

Eisenpräparate dienen der Vorbeugung und Behandlung von Eisenmangelanämie. Allerdings gibt es auch Nebenwirkungen von Eisenpräparaten, die auftreten können, wenn die Einnahme nicht richtig erfolgt. Dieser Mineralstoff ist in Situationen hilfreich, in denen der Körper höhere Konzentrationen davon benötigt. Etwa in der Kindheit und in der Schwangerschaft.

Die Behandlung von Anämie umfasst nicht nur Eisenpräparate. Eine Person mit einem Eisenmangel muss auch eine eisenhaltige Ernährung zu sich nehmen. Darüber hinaus kann in schwereren Fällen auch eine Bluttransfusion notwendig sein. Lies weiter, um mehr über die Nebenwirkungen von Eisenpräparaten zu erfahren!

Arten von Eisenpräparaten und ihre Nebenwirkungen

In seiner elementaren Form ist Eisen ein instabiles Metall, das leicht oxidiert. Aus diesem Grund werden die meisten Nahrungsergänzungsmittel in Form von Komplexen wie Eisensulfat, Eisenfumarat und Eisengluconat angeboten. Das liegt daran, dass sie das Eisen stabilisieren.

Alle Nahrungsergänzungsmittel enthalten dieselbe Art von Eisen. Es kommt darauf an, wie der Körper sie aufnimmt oder wie sie mit der Nahrung interagieren. Außerdem können einige Eisenpräparate mehr Nebenwirkungen haben als andere, vor allem im Magen-Darm-Bereich.

Nebenwirkungen von Eisenpräparaten - einige Kapseln
Es gibt verschiedene Arten von Eisenpräparaten.

Eisensulfat ist das bekannteste Präparat und muss auf nüchternen Magen eingenommen werden, da es zu Übelkeit und Sodbrennen führen kann.

Es gibt jedoch auch andere Eisenpräparate, die man zu den Mahlzeiten einnehmen kann. Das Eisen ist so formuliert, dass es keine Wechselwirkungen mit der Nahrung oder anderen Substanzen eingeht. So ist es besser bioverfügbar und hat weniger Nebenwirkungen.

Darüber hinaus gibt es Eisenpräparate, die andere Stoffe wie Folsäure und Vitamin B12 enthalten. Die Dosierung beträgt für alle drei 325 mg, wobei Eisenfumarat praktikabler ist (33 %).

Lies auch diesen Artikel: Ernährung bei Eisenmangelanämie

Wie wirken diese Eisenpräparate?

Der menschliche Körper kann nur eine bestimmte Menge an Eisen auf einmal aufnehmen. Deshalb empfehlen Fachleute, mehrere kleine Dosen am Tag anstatt nur einer größeren Dosis einzunehmen. Das fördert die Aufnahme von Eisen.

Außerdem ist es am besten, Eisenpräparate auf leeren Magen einzunehmen, um die Aufnahme zu erleichtern. Daher solltest du sie eine Stunde vor dem Essen einnehmen. Außerdem ist es wichtig, dass Eisen nicht mit anderen Medikamenten interagiert. Deshalb solltest du es mindestens zwei Stunden vor oder nach der Einnahme eines anderen Medikaments zu dir nehmen. Vor allem, wenn es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel mit Kalzium, Zink oder Folsäure handelt.

Nebenwirkungen von Eisenpräparaten - Frau nimmt ein Medikament
Beachte, dass Eisenpräparate mit anderen Medikamenten in Wechselwirkung treten können. Deshalb solltest du sie vorher einnehmen.

Für eine bessere Aufnahme solltest du das Eisenpräparat zusammen mit einem Glas Orangen- oder Tomatensaft einnehmen. Denn diese Säfte enthalten Vitamin C und begünstigen die Aufnahme des Eisens. Es gibt verschiedene Ursachen für Anämie, die jedoch meist auf anhaltenden Eisenmangel zurückzuführen sind.

Die gängige Praxis zur Vorbeugung oder Behandlung von Anämie bei Frauen ist die tägliche Einnahme von Eisenpräparaten. Manchmal erfolgt auch eine Kombination mit Folsäure, anderen Vitaminen und Mineralien. Diese Behandlung dauert in der Regel drei Monate.

Allerdings gibt es einen Zusammenhang zwischen täglicher Eisenergänzung und Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Verstopfung. Daher ist die ein-, zwei- oder dreimalige Verabreichung pro Woche eine wirksame und sicherere Option als die tägliche Einnahme.

Mögliche Nebenwirkungen von Eisenpräparaten

Die Nebenwirkungen variieren je nach Art des verwendeten Eisenkomplexes. Die häufigsten sind:

  • Säurereflux und Sodbrennen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Ein metallischer Geschmack im Mund
  • Völlegefühl
  • Dunkler Stuhlgang
  • Durchfall oder Verstopfung

Außerdem können Übelkeit und Magenbeschwerden mit der Dosis der Eisenkomplexe zunehmen. Diese treten normalerweise etwa 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme auf. Sie verschwinden jedoch in der Regel nach den ersten drei Tagen der Behandlung.

Um die für dieses Medikament typische Verstopfung zu verringern, solltest du gesunde Gewohnheiten annehmen. Daher solltest du unter anderem mehr Ballaststoffe aus Obst und Gemüse zu dir nehmen und regelmäßig körperlich aktiv sein.

Wenn du Eisenpräparate einnimmst, solltest du sie nach Möglichkeit eine Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen. Beachte die Anweisungen auf der Packungsbeilage! Einige Präparate enthalten auch Folsäure und Vitamin B12, die ebenfalls gegen Anämie helfen.

Lies auch diesen Artikel: Das kannst du gegen Eisenmangel tun!

Abschließende Anmerkungen

Du darfst Eisenpräparate nur auf ärztlichen Rat hin einnehmen. Ein Mangel stabilisiert sich innerhalb von zwei Monaten, aber es dauert zwischen sechs Monaten und einem Jahr, bis sich der Körper davon erholt.

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