Natürliche Zahnpflege: Zahnpasta und Mundwasser selber machen!

29 März, 2015

Jeder von uns möchte natürlich weiße, strahlende Zähne für ein schönes Lächeln. Frei von Karies und sonstigen Zahnbeschwerden. Dazu muss man wissen, wie man am besten seine Zähne pflegt. Und das geht auch mit Hausmitteln – ohne Zahnpasta aus dem Supermarkt. Wir zeigen dir hier, was bei Zahnpflege wichtig ist und wie du selbst Zahnpasta und Mundwasser herstellen kannst.

Zähne putzen

Richtige Zahnpflege

Wo keine Plaque ist, können auch keine Karies und kein Zahnstein entstehen. Daher solltest du mindestens 2x täglich Zähne putzen. Bitte nicht direkt nach den Mahlzeiten, da säurehaltige Lebensmittel, beispielsweise Obst, den Zahnschmelz aufweichen und dieser dann beim Putzen geschädigt wird. Warte daher mindestens eine halbe Stunde, bevor du nach dem Essen die Zähne putzt oder benutze direkt nach dem Essen eine Mundspülung. Die Spülung hilft, den Zahnschmelz mit deinem Speichel wieder zu festigen. So kann die Zahnbürste nur Plaque, nicht aber wichtige und gesunde Zahnsubstanz abtragen.

Zahnseide

Mit der Zahnseide erreichst du Stellen zwischen deinen Zähnen, die mit einer Zahnbürste nicht erreichbar sind. Nutze verschiedene Arten von Zahnseide, je nachdem, wie eng deine Zähne zusammen stehen. Es gibt besonders dünne, gewachste Zahnseide, mit der du auch in die engsten Zwischenräume kommst, aber auch Zahnseide, die im Mund etwas aufquillt und daher besonders gut für größere Zahnzwischenräume geeignet ist. Je besser du die Zahnseide nutzt, desto mehr Plaque kannst du damit beseitigen. Im Internet gibt es zahlreiche Videos, in denen du dir die richtige Anwendung von Zahnseide anschauen kannst.

In Apotheken, Drogeriemärkten und auch beim Zahnarzt gibt es Interdentalbürsten, mit denen man größere Zahnzwischenräume komfortabel reinigen kann. Wie Zahnseide einfach vor dem Zähneputzen anwenden, um Plaque an den Zähnen gründlich zu entfernen, damit kein Zahnstein und kein Karies entstehen können.

Zahnbürste (Kopie)

Richtige Zahnpasta

Eine Zahnpasta sollte die Zähne zwar sorgfältig säubern, aber nicht schädigen. Bei vielen „Raucherzahncremes“ oder „Extra Weiß“ Zahnpasten ist das leider nicht der Fall. Sie haben eine hohe „Abrasivität“, also eine aggressive Art von Putz- und Schleifmitteln, die den Zahnschmelz schädigen können. Diese Zahncremes können nicht nur Schmutz von den Zähnen entfernen, sondern auch den Zahnschmelz wegputzen – und freiliegende Zahnhälse tun sehr, sehr weh… Eine Zahnpasta sollte also deine eigene Arbeit, die du mit der Zahnbürste erledigst, nur unterstützen und die Zähne dabei nicht angreifen.

Zahnpflege selbst herstellen

Meersalz

Zahnsalz

Ganz einfach und auch ideal für Situationen, in denen du zum Beispiel deine Zahnpasta vergessen hast. Im Prinzip tut es jedes normale Haushaltssalz. Meersalz eignet sich allerdings besser, da dem keine Rieselhilfen zugesetzt werden und mehr Mineralien darin gelöst sein können. Tauche deine feuchte Zahnbürste in das Salz und schrubbe damit deine Zähne. Das Salz führt dazu, dass der Speichelfluss angeregt wird. Im Speichel befinden sich Substanzen, die deine Zähne remineralisieren lassen. Gut ausspülen! Wem der Salzgeschmack zuwider ist, kann mit einem (!) Tropfen Pfefferminzöl nachhelfen.

Zahnpulver

In jedem besseren Supermarkt gibt es Natron. Die Anwendung von Natron ist gleich wie bei Salz: Tauche die feuchte Zahnbürste in das Natronpulver. Träufele nach Geschmack noch einen Tropfen Pfefferminzöl auf die Zahnbürste und putze wie gewohnt deine Zähne. Salz und Natron haben den Vorteil, den Speichelfluss anzuregen, dadurch die Remineralisierung der Zähne zu fördern und dabei trotzdem gründlich, aber schonend, zu putzen. Die feinen Kristalle von Salz und Natron helfen als Schleifkörper, Beläge auf den Zähnen zu entfernen, sind aber nicht aggressiv zum Zahnschmelz und lösen sich mit der Zeit im Speichel auf.

Zahnpflege

Kreidepulver

Im Handel, Apotheke oder Internet gibt es Heilkreide. Und wenn man richtig sucht, findet man sogar welche aus Deutschland: Rügener Heilkreide. Wer kennt sie nicht, die Kreidelfelsen von Rügen? Kreide steckt in vielen Zahnpasten und ist ein idealer Schleifkörper. Tauche wie bei Salz und Natron deine feuchte Zahnbürste in die Heilkreide und beträufele sie mit einem Tropfen ätherischen Öl deiner Wahl. Ganz lecker ist hier übrigens Zimt!

Mundwasser

Ein Mundwasser soll desinfizierend wirken, manchmal entzündungshemmend sein und einen frischen Geschmack hinterlassen. Wenn du dein Mundwasser selbst herstellen möchtest, achte darauf, dass du es so portionierst, dass du es binnen einer Woche aufgebraucht hast. Lagere es außerdem kühl. Du brauchst dazu starken Kamillentee und reines, ätherisches Teebaumöl. Dazu kochst du die Kamillenblüten mindestens 10 Minuten lang, der Sud sollte dunkelgelb sein. Das ist die Basis deines Mundwassers. Kurz vor dem Gebrauch füllst du etwas davon in ein Glas und fügst ein paar Tropfen Teebaumöl hinzu. Fertig! Wichtig: Das Teebaumöl verfliegt relativ schnell, weswegen du es immer erst direkt vor der Anwendung hinzugeben solltest. Teebaumöl wirkt desinfizierend, Kamille lindert Entzündungen, zum Beispiel am Zahnfleisch oder im Rachen. Gerne darfst du mit deinem selbst gemachten Mundwasser auch bei Halsweh gurgeln, es hilft!

Auch interessant