Natürliche Hausmittel gegen Fußpilz

29 Oktober, 2015
Zusätzlich zu diesen Hausmitteln solltest du die Füße vorsorglich immer gut trocknen. Du kannst Fußpuder oder Natron verwenden, um übermäßiges Schwitzen zu verhindern.

Es ist ein sehr verbreitetes Leiden. Jeder kann davon betroffen sein, deshalb erklären wir dir in diesem Beitrag die besten natürlichen Hausmittel gegen Fußpilz.

Solltest du an ihm leiden, beginnst du am besten so schnell wie möglich mit einer dieser Behandlungen gegen Fußpilz!

Wissenswertes über Fußpilz

In der Fachwelt spricht man von Tinea Pedis. Dabei handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die sich häufig zwischen den Zehen und auf der Fußsohle ausbreitet, jedoch auch andere Körperbereiche befallen kann, so zum Beispiel die Leistengegend oder die Hände.

In feucht-warmen Bereichen verbreitet sich der Pilz besonders gerne.

Bei Fußpilz kommt es zu folgenden Symptomen:

  • unerträglicher Juckreiz
  • Gefühl des Brennens
  • Blasenbildung
  • trockene Haut
  • Abschuppung der Haut
  • schlechter Geruch
  • Schmerzen beim Ausstrecken der Zehen

Bei Sportlern tritt Fußpilz besonders häufig auf, da dieser in Umkleidekabinen oder öffentlichen Duschen oft verbreitet wird. Auch wenn man sich zwischen den Zehen nicht gut abtrocknet, ist die Gefahr für eine Pilzerkrankung größer.

Fußpilz

Folgende Faktoren können das Risiko für Fußpilz ebenfalls fördern:

  • Übermäßiges Schwitzen
  • synthetische Socken,
  • falsches Schuhwerk (nicht atemaktiv)
  • Hautverletzungen
  • schwaches Immunsystem
  • Feuchtigkeit
  • nasse Füße über einen längeren Zeitraum

Männer sind für Fußpilz überdies anfälliger als Frauen, wie auch für andere Pilzerkrankungen. Der Pilz kann sich ausbreiten und auch andere Körperteile befallen, wenn das Problem nicht behandelt wird.

Deshalb ist es wichtig, so schnell wie möglich etwas zu unternehmen.

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6 natürliche Hausmittel gegen Fußpilz

Falls es für die Vorsorge schon zu spät ist, da sich der Pilz bereits an den Füßen angesiedelt hat, können folgende Hausmittel helfen: 

Tee

Die Teebeutel, mit denen du dir einen köstlichen Tee zum Frühstück oder am Nachmittag zubereitest, können auch zur Behandlung von Fußpilz verwendet werden. Tee enthält nämlich Gerbsäure, die sehr hilfreich ist.

Es handelt sich um ein natürliches adstringierendes Mittel, das die Verbreitung des Pilzes und auch die Feuchtigkeit reduzieren kann. Um von allen Vorteilen zu profitieren, bereitest du dir am besten ein entspannendes Fußbad zu.

Zutaten

  • 5 Beutel Schwarztee
  • 1 Liter Wasser

Zubereitung

  • Das Wasser mit den Teebeuteln 5 Minuten lang kochen und danach vom Herd nehmen.
  • Warte dann bis der Tee abkühlt und entferne die Teebeutel.
  • Bade darin dann deine Füße eine halbe Stunde lang.
  • Danach gut abtrocknen!
  • Wiederhole diese Behandlung dann jeden Morgen und jeden Abend mindestens einen Monat lang.

Teebaumöl

Teebaumöl

Teebaumöl wirkt stark antiseptisch und hat auch antimykotische Eigenschaften. Deshalb verhindert es, dass sich der Fußpilz weiter ausbreitet. Eine Lotion kann sehr hilfreich sein, um von den positiven Eigenschaften dieses Öls zu profitieren.

Zutaten

  • 1 Esslöffel Teebaumöl (16 g)
  • 1 Esslöffel Olivenöl (25 g)

Zubereitung

  • Beide Zutaten mischen und dann damit etwas Watte befeuchten.
  • Damit reibst du dann die betroffenen Stellen, nicht abwaschen.
  • Dann zwei Mal täglich über einen Zeitraum von 4 Wochen wiederholen.

Salz

Auch Salz kann zur Behandlung von Fußpilz sehr nützlich sein. Es wirkt auch ausgezeichnet gegen Feuchtigkeit und hilft so zu verhindern, dass sich der Pilz weiter ausbreitet. Du kannst die betroffene Stelle in einer Salzlösung baden.

Zutaten

  • 1 Liter Wasser
  • 6 Esslöffel Kochsalz (60 g)

Zubereitung

  • Das Salz im warmen Wasser auflösen und dann in eine Fußbadewanne geben.
  • Darin badest du dann die betroffenen Stellen 10 Minuten lang (oder bis das Wasser kalt wird).
  • Danach die Füße gut abtrocknen und Fußpulver oder Natron verwenden, damit sie auch trocken bleiben.
  • Dann mehrmals täglich wiederholen, mindestens 2 Wochen lang.

Joghurt

Joghurt

Joghurt enthält aktive Bakterien, die bei bakteriellen Pilzinfektionen sehr wirksam sein können. Am besten verwendest du dann Naturjoghurt mit lebenden, aktiven Kulturen.

Du kannst dieses Hausmittel sowohl äußerlich als auch innerlich verwenden. Einfach Joghurt auf die betroffenen Stellen auftragen und mit lauwarmem Wasser abspülen sobald er trocken ist. Zweimal täglich wiederholen.

Falls du eine innere Anwendung bevorzugst, empfiehlt es sich am Morgen auf nüchternen Magen und am Abend vor dem Schlafengehen einen Becher Joghurt zu essen.

Essig

Die Säure des Essigs kann bei verschiedensten Leiden helfen. Auch gegen Fußpilz ist sie sehr wirksam. Essig bremst die Ausbreitung der Pilze auf andere Körperstellen und beseitigt Feuchtigkeit, so kann die Pilzerkrankung schneller geheilt werden.

Zutaten

  • 1/4 Liter Essig (250 ml)
  • 3/4 Liter Wasser (750 ml)

Zubereitung

  • Mische beide Zutaten und bade dann darin deine Füße.
  • Nach 15 Minuten Wirkzeit die Füße dann gut abtrocknen. Wiederhole diese Behandlung dann ein- bis zweimal täglich.
  • Behandle den Fußpilz dann damit mindestens eine ganze Woche lang.

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Knoblauch

Knoblauch

Knoblauch besistzt antimykotische Eigenschaften und ist deshalb zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen ausgezeichnet geeignet. Du kannst rohen Knoblauch mit dem Essen verzehren und auch äußere Behandlungen anwenden, um die antibakterielle und antimykotische Wirkung zu nutzen.

Zutaten

  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Tropfen Olivenöl

Zubereitung

  • Die Knoblauchzehe pressen und dann Olivenöl dazugeben, um eine dickflüssige Paste herzustellen.
  • Diese soll dann auf den betroffenen Stellen eine halbe Stunde lang wirken.
  • Danach mit lauwarmem Wasser und neutraler Seife abwaschen.
  • Die Füße gut abtrocknen und die Behandlung dann täglich mindestens zwei Wochen lang wiederholen.
  • Azzouz, M. a, & Bullerman, L. B. (1982). Comparative antimycotic effects of selected herbs, spices, plant components and commercial antifungal agents. Journal Of Food Protection. https://doi.org/DOI: 10.1111/j.1365-2672.1985.tb01774.x
  • Ankri, S., & Mirelman, D. (1999). Antimicrobial properties of allicin from garlic. Microbes and Infection. https://doi.org/10.1016/S1286-4579(99)80003-3