Nächtliches Erwachen – was kann ich tun?

1 Juli, 2015

Viele wachen oft mitten in der Nacht auf und können danach nicht mehr einschlafen. Diese häufig auftretende Schlafstörung wird oft durch Ängste verursacht. Wenn du regelmäßig oder sehr häufig um 3 oder 4 Uhr in der Nacht munter wirst, handelt es sich um ein ernstes Problem, das gelöst werden sollte. Anschließend erfährst du mehr nächtliches Erwachen und die damit verbundenen Symptome.

Nächtliches Erwachen und die damit verbundenen Symptome

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Über diese häufige Schlafstörung gibt es viele Studien. Es handelt sich jedoch um ein ganz normales Phänomen: Die Reaktion des Gehirns auf Angstgefühle, die vereinzelt oder auch über längere Zeiträume auftreten können, kann bewirken, dass man zwischen 3 und 4 Uhr morgens aufwacht. Dabei zeigen sich folgende Symptome: 

  • Sobald der Betroffene munter wird, spürt er große Unruhe und Unbehagen.
  • Es kommt zu schnellem Herzschlag und Angstgefühlen.
  • Einschlafen ist danach unmöglich. So wird man noch nervöser und negative Gedanken verhindern den Schlaf.
  • Wenn man es doch schafft, einzuschlafen, ist der Schlaf nur noch sehr oberflächlich und man fühlt sich am nächsten Morgen sehr müde.
  • Dieses Phänomen des nächtlichen Munterwerdens kann sich ungefähr zwei Mal in der Woche wiederholen.

Angst und nächtliches Aufwachen

Warum wache ich fast immer um ca. 3 Uhr morgens auf?

Wenn du du oft zur gleichen Zeit in den frühen Morgenstunden aufwachst, frage dich als erstes, woran dies liegen könnte. Bist du besorgt, fühlst du dich bedroht, bist du in der Arbeit überfordert oder hast du emotionale Probleme?

All diese Faktoren führen zu Angstgefühlen, die sich nicht immer bewusst bemerkbar machen. Oft regaiert das Gehirn während der Nachtruhe und das führt zu SchlafstörungenDie angesammelte Spannung bewirkt, dass du mitten in der Nacht mit einem bedrohlichen Gefühl munter wirst.

  • Angst beeinflusst direkt das Zentralnervensystem, das kleine biochemische und neurochemische Veränderungen auslöst, die den Wach-Schlaf-Zyklus beeinflussen. Dies wiederum führt zu Schlafstörungen (in der REM Phase und anderen Schlafphasen).
  • Häufig gibt es schon beim Einschlafen Probleme, die Betroffenen schaffen es meist erst, um Mitternacht einzuschlafen. Die Angst bewirkt, dass der Schlaf fragmentiert wird und es schwierig ist, die REM-Phase zu erreichen, in der es zu einem tieferen, reparierenden Schlaf kommt. Diese Angst wird vom Gehirn als Bedrohung interpretiert, was das Bedürfnis der Flucht auslöst. Da man so ständig in Alarmbereitschaft ist, wird man plötzlich wenige Stunden nach dem Einschlafen wieder wach, meist um ca. 3 Uhr.
  • Dies ist eine normale Reaktion des Körpers auf einen Angstzustand, Neurotransmitter verursachen diese Schlafstörungen.

Wie können diese Schlafstörungen behandelt werden?

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Bei dieser durch Angst ausgelösten Schlafstörung müssen zuerst die Ursachen gelöst werden: Stress, Probleme oder emotionale Unruhe, die die Ängste verursachen, müssen bewältigt werden.

  • Dabei ist es wichtig, zuerst zu erkennen, dass etwas nicht funktioniert. Nächtliches Erwachen mit Angst- oder Drohgefühlen weist darauf hin, dass etwas nicht stimmt. Versuche herauszufinden, woran das genau liegt, was dich unglücklich macht oder dich bedroht.
  • Führe kleine Veränderungen in deinem Leben durch. Setze Prioritäten und verändere Lebensgewohnheiten, damit dein Gehirn neue Anreize bekommt und Spannungen gelöst werden.
  • Nach dem Abendessen empfiehlt sich ein entspannender Spaziergang, mindestens eine halbe Stunde lang. Genieße diese Zeit, atme tief durch und relativiere die Dinge, die dich belasten. Entspanne dich!
  • Sobald du nach Hause kommst, nimm ein Entspannungsbad und gehe danach in Ruhe zu Bett. Auf keinen Fall solltest du daran denken, dass du die ganze Nacht durchschlafen musst, um am nächsten Tag eine normale Leistung erbringen zu können. Dieses Denken produziert Stress und Druck. Die Verpflichtung „ich muss schlafen“ macht dich nur nervös. 
  • Versuche, an nichts zu denken. Du kannst noch kurz vor dem Schlafen eine Geschichte lesen, um deine Gedanken auf etwas anderes zu konzentrieren.
  • Sorge für ein frisches, gut gelüftetes Schlafzimmer, das gut duftet. Experten empfehlen eine Zimmertemperatur von ungefähr 20º C, um gut zu schlafen. Sobald die Temperatur höher als 25º C beträgt, fühlen wir uns nicht mehr wohl, vergiss das nicht.
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