Menorrhagie: Symptome, Ursachen und Behandlung

20 Mai, 2018
Menorrhagie, eine übermäßige Monatsblutung, ist in den meisten Fällen harmlos. Trotzdem solltest du zum Arzt gehen, um eine schwerwiegende Erkrankung auszuschließen.

Unter Menorrhagie versteht man eine übermäßig starke Monatsblutung.

Die Menge an Blut, die Frauen während ihrer Periode verlieren, kann sich stark unterscheiden. Nicht alle Frauen bluten gleich stark und gleich lange. Deshalb ist es schwierig, herauszufinden, was zu viel oder zu wenig bedeutet.

Es ist wichtig, Veränderungen in deinem Monatszyklus genau zu beobachten. Denn sie können Anzeichen für Probleme sein.

Aber ab wann spricht man überhaupt von Menorrhagie? Und ab wann gilt sie als krankhaft? In diesem Artikel geben wir dir Antworten auf deine Fragen.

Symptome für Menorrhagie

Menorrhagie kann schmerzhaft sein

Wie bereits erwähnt, geht es bei Menorrhagie vor allem um eine verstärkte Monatsblutung. Diese kann man am besten daran messen, wie oft du Binden oder Tampons wechseln musst.

Wenn du jede Stunde den Tampon wechseln musst, ist das ein klares Zeichen für eine übermäßige Menstruation.

Wenn du auch während der Nacht so viel blutest, solltest du dringend etwas unternehmen.

Ein weiteres Anzeichen für Menorrhagie ist eine verlängerte Monatsblutung von mehr als sieben Tagen.

  • Die Faustregel besagt: Wenn deine Regel bis zu einer Woche dauert, ist alles in Ordnung. Sollte sie länger anhalten, ist das ein klares Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Vor allem dann, wenn die Blutung an allen Tagen gleich stark ist.
  • Eine verlängerte Regelblutung bewirkt, dass du dich schlapp und ausgelaugt fühlst. Es ist nicht verwunderlich, dass zum Beispiel Anämie bei Frauen mit Menorrhagie häufiger auftritt.

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Ursachen

Menorrhagie kann verschiedene Ursachen haben

Eine verstärkte Monatsblutung kann viele verschiedene Ursachen haben. Daher sind Diagnose und Behandlung oft schwierig.

Diese Faktoren können jedoch eine Rolle spielen:

  • Hormonschwankungen: Östrogen und Progesteron sind am Aufbau der Gebärmutterschleimhaut beteiligt. Wenn jedoch ein Ungleichgewicht zwischen ihnen auftritt, kann sich das Gewebe vergrößern. Das sorgt für eine verstärkte Blutung.
  • Funktionsstörung der Eierstöcke: Es mag zwar seltsam klingen, aber manche Frauen bekommen ihre Regel, obwohl kein Eisprung stattfindet. In diesen Fällen kann es zu Menorrhagie kommen.
  • Polypen: Hierbei handelt es sich um kleine, gutartige Zysten. Sie können Blut aufnehmen oder abgeben.

Viele Frauen mit diesen Problemen leiden unter einer starken Regelblutung. In anderen Fällen tritt genau das Gegenteil auf.

Zusätzlich leiden Frauen mit Menorrhagie oft unter starken Regelschmerzen.

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  • Uterusmyom: Dies ist ein gutartiger Tumor in der Gebärmutter. Genau wie Polypen kann er zu einer verstärkten Blutung führen.
  • Adenomyom: Hierbei treten die Drüsen im Uterus hervor. Regelschmerzen werden dadurch verstärkt.
  • Verhütungsspirale: Komplikationen mit der Spirale können zu Problemen führen.
  • Krebs: Er macht uns am meisten Angst, ist aber die unwahrscheinlichste Ursache. Er kann in den Eierstöcken, in der Gebärmutter oder am Muttermund auftreten.

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Behandlung

Menorrhagie sollte man mit dem Arzt besprechen

Die Behandlung von Menorrhagie richtet sich natürlich individuell nach der Ursache. Dies sind jedoch die am weitesten verbreiteten Ansätze:

  • Entzündungshemmende Medikamente: Vielen Frauen hilft es ganz einfach, zum Beispiel Ibuprofen zu nehmen.
  • Einsatz einer Hormonspirale: Sie reguliert den Hormonhaushalt. So kann sie bei einem Ungleichgewicht – wie oben beschrieben – helfen.
  • Die Pille: Eventuell wird die Hormonspirale nicht vertragen. Dann kann stattdessen die Pille beim Ausgleich des Hormonhaushalts helfen.
  • Tranexamsäure: Sie unterstützt die Blutgerinnung, so dass die Blutung vermindert wird.
  • Operativer Eingriff: Polypen, Auswüchse oder bösartige Tumore werden in einer Operation entfernt.

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Wie du siehst, ist Menorrhagie in den meisten Fällen harmlos.

Wenn du Zweifel hast, ist es aber auf jeden Fall gut, zum Arzt zu gehen. Er kann die Ursache für eine starke Regelblutung feststellen und diese entsprechend behandeln. Auch wenn du keine Beschwerden hast, solltest du immer zur Routineuntersuchung zum Frauenarzt gehen.

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