Mehr Sex oder besserer Sex?

· 28 Januar, 2017
Bein Sex ist jedes Paar eine eigene Welt, deshalb macht es keinen Sinn, zu vergleichen. Vergiss nicht, dass bei sexuellen Beziehungen die Qualität zählt, nicht die Quantität.

Viele prahlen damit, dass sie oft Sex haben, doch Qualität ist auch hier viel wichtiger als Quantität.

Mehr bedeutet nicht besser. Oft sind häufige sexuelle Beziehungen weitaus nicht so zufriedenstellend wie wenig, dafür jedoch besserer Sex.

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Eine Sexualbeziehung geht weit über reinen Sex hinaus, nicht nur der Sexualakt ist von Bedeutung. Wenn wir von Qualität sprechen, sind viele andere Faktoren im Spiel, die oft vergessen werden.

Beim Sex kommt es auf die Qualität an!

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Wer viele sexuelle Beziehungen hat ist noch lange nicht zufriedener. Sobald sich Sex in Routine verwandelt, kann er genause langweilig werden, wie das bei anderen Dingen der Fall ist.

Was ist tatsächlich wichtig in einer zufriedenstellender Sexualbeziehung? Hier sind ein paar Beispiele:

  • Die Kommunikation ist während der Beziehugn ausschlaggebend. So können sich die Partner gegenseitig mitteilen, was sie sich von der sexuellen Erfahrung erwarten.
  • Auch Großzügigkeit ist sehr wichtig, diese muss auf Gegenseitigkeit beruhen. Es geht nicht darum, passiv zu bleiben, sondern sich zu bemühen, dass der Partner die Beziehung genießen kann. Es sollte sich nicht um eine Anstrengung, sondern um einen Genuss handeln!
  • Ein bequemes, angenehmes Ambiente ist immer vorteilhaft. Man kann Sex besser genießen, wenn man dafür Zeit und Ruhe hat.
  • Du solltest auf das Vorspiel nie verzichten. Ohne dieses ist die vollständige sexuelle Erfahrung sehr schwierig. Küsse und Zärtlichkeiten sind für den Genuss sehr wichtig.
  • Das „Feeling“ und das Zusammenspiel sind ebenfalls Voraussetzung. Vielleicht gibst du alles, doch wenn die gegenseitige Verbindung fehlt, wird auch das Ende der Erfahrung nicht erinnernswert sein.
  • Darüber hinaus ist Vertrauen wichtig. Dadurch kannst du dich von Angst, Scham und Zurückhaltung befreien und die Beziehung voll genießen.

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Sexuelle Beziehung und Glück

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Eine in der Zeitschrift Journal of Economic Behaviour & Organization veröffentlichte Studie hat die Beziehung von Sex und Glück untersucht.

Daran nahmen 64 Paare im Alter zwischen 35 und 65 Jahren teil. Die Hälfte der Paare wurden gebebten, mit der von ihnen gewohnten Frequenz an Sexualbeziehungen weiterzumachen. Die andere Hälfte wurde aufgefordert, mehr Sex zu haben.

Das Ergebnis der Studie zeigte, dass jene Paare, die mehr Sex hatten, kaum glücklicher als die anderen Teilnehmer waren.

Das ist vielleicht darauf zurückzuführen, dass die Zeit fehlte, um den sexuellen Wunsch aufkommen zu lassen. Die Lust auf sexuelle Beziehungen nahm so immer mehr ab.

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In dieser Studie wurde also festgestellt, dass mehr Sex nicht bedeutet, glücklicher zu sein, und auch nicht, dass man die Sexualbeziehungen mehr genießen kann.

Deshalb ist es ratsam, sich auf die Qualität zu konzentrieren, denn darin liegt der Schlüssel zur sexuellen Befriedigung.

Man kann das nicht kontrollieren

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Mit fortschreitenden Jahren kann in einer Beziehung Angst aufkommen, da Sex immer weniger praktiziert wird.

Deshalb legen manche bestimmte Tage fest, um Sexualbeziehungen zur Gewohnheit zu machen, und denken, dass sie sich fest daran halten müssen.

Doch dies kann sich zu einem Problem entwickeln und dazu führen, dass man Sex „hasst“.

Man muss der Lust ihren natürlichen Lauf lassen, ohne diese auf Normen zu reduzieren. Es ist nicht so wie beim Essen: Man isst, obwohl man keinen Hunger hat, nur weil bestimmte Essenszeiten festgelegt wurden.

Mit der Zeit, ist man es leid und hat gar keine Lust mehr auf Sex. Du genießt die Erfahrung nicht mehr und erfüllst nur noch eine Routine, obwohl gar kein Verlangen da war.

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Jedes Paar ist anders, es gibt keine Notwendigkeit eine Anzahl an sexuellen Erfahrungen festzulegen. Was für den einen gut ist, kann für den anderen eine Qual sein. Wer sagt, dass einmal im Monat zu wenig ist und dies die Beziehung negativ belasten kann?

Vergleiche dich nie mit anderen Paaren, jeder hat seinen eigenen Rhythmus und sollte sich zu nichts zwingen lassen. Genau dies könnte negativ sein.

Wie bereits erwähnt: Qualität geht vor Quantität. Es geht darum, zu genießen und das Verlangen zu spüren, um eine zufriedenstellende Beziehung haben zu können.