Leberfreundliche Ernährung

· 29 Mai, 2018
Eine leberfreundliche Ernährung dient dazu, die Funktion der Leber zu erhalten und zu unterstützen und damit deine Gesundheit zu fördern.

Eine leberfreundliche Ernährung umfasst Lebensmittel und Naturheilmittel, die der Leber in erster Linie nicht schaden und sie bei ihrer tagtäglichen Aufgabe unterstützen, deinen Köper zu entgiften. Lerne die wichtigsten leberfreundlichen Lebensmittel und Heilpflanzen kennen und erfahre, was deiner Leber schadet.

Warum ist eine leberfreundliche Ernährung so wichtig?

Eine leberfreundliche Ernährung ist fast überlebenswichtig, denn ohne die Leber können wichtige Entgiftungsvorgänge im Körper nicht ablaufen.

Die Leber gehört zu unseren wichtigsten Organen – und zu denen, die im Alltag besonders strapaziert werden: Alkohol, Medikamente, Pflanzenschutzmittel und andere Umweltgifte müssen von ihr Tag für Tag abgebaut werden, damit uns diese Stoffe nicht vergiften.

Sei nett zu deiner Leber, denn sie erhält dich am Leben! Verwöhne sie regelmäßig mit einer leberfreundlichen Ernährung, die ihr bei ihrer lebenswichtigen Arbeit hilft!

Zur leberfreundlichen Ernährung gehört natürlich auch eine gesunde Verhaltensweise, die deine Leber weder strapaziert noch krankhaft verändert. Dazu erfährst du am Ende dieses Artikel etwas. Doch zunächst möchten wir dir Lebensmittel und Heilpflanzen vorstellen, die Bestandteil einer leberfreundlichen Ernährung sind:

Wasser und leberfreundliche ErnährungWasser

Leberfreundliche Ernährung kann so einfach sein! Viel kalorienfrei trinken trägt dazu bei, die Leber bei ihren entgiftenden Aufgaben optimal zu unterstützen. Nur, wenn der Körper genug Flüssigkeit zur Verfügung hat, können Giftstoffe auch gut zur Leber transportiert und dort abgebaut werden!

Achte darauf, dass das Wasser, das du trinkst, mineralreich ist. Es lohnt sich, im Supermarkt mit etwas Zeit die Etiketten zu vergleichen. Nimm das Wasser, das den höchsten Mineralstoffgehalt hat. Schmeckt es dir nicht, wähle das mit dem zweithöchsten Mineralstoffgehalt. So führst du deinem Körper beim Trinken schon gleich wichtige Mineralien zu, die er braucht, um seine Körperfunktionen aufrecht zu halten!

Die Faustformel für das, was du jeden Tag an Wasser zu dir nehmen musst ist ganz einfach: pro Kilo Körpergewicht sollten es ca. 40ml Wasser sein. Wiegst Du also 60kg, ist deine persönliche Trinkmenge an Wasser pro Tag 2,4 Liter.

Diese Werte erhöhen sich noch, wenn du Sport treibst, schwitzt, in trockener Bergluft unterwegs bist, bei trockener Heizungsluft oder wenn du entwässernde Medikamente nimmst.

Chicorée

Es sind die Bitterstoffe im Chicorée, die für unseren Fettstoffwechsel gut sind und die Leber entlasten. Chicorée wird gerne als Salat zubereitet, er schmeckt aber auch gut als Gemüsebeilage oder überbacken als Auflauf und sogar in leckeren Smoothies wird er eingesetzt!

Radicchio

Bei Kindern sind die roten Salatblätter sehr unbeliebt. Auch das liegt an den gesunden Bitterstoffen, die Leber und Galle anregen und für eine gesunde Verdauung sorgen. Radicchio harmoniert sehr gut mit fruchtigen Salatzutaten, zum Beispiel Birnen. Wie wäre es also mit einem herbstlichen Radicchio-Birnen-Salat mit Kürbiskern- oder Walnussöl und darüber gestreuten Nüssen?

leberfreundliche Ernährung mit ArtischockenArtischocke

Die Artischocke als traditionelle Heilpflanze kann die Leber bei ihren Aufgaben im Stoffwechsel unterstützen. Der in Artischocken enthaltene Bitterstoff regt den Stoffwechsel von Leber und Galle an.

Artischocken schmecken nicht nur auf Pizza aus dem Glas gut, auch frisch zubereitet, in Salzwasser gekocht und mit etwas Olivenöl, schmecken sie hervorragend!

leberfreundliche Ernährung mit LöwenzahnLöwenzahn

Auch der Löwenzahn enthält Bitterstoffe, die den Stoffwechsel der Leber unterstützen. Das Frühjahr ist die beste Zeit, um frischen Löwenzahn zu genießen!

Achte darauf, nur weit ab von Straßen die jungen Blätter zu pflücken. Du kannst sie als Salat zubereiten, in grünen Smoothies verarbeiten, einen Tee daraus aufgießen oder wie Spinat als Gemüse zubereiten oder davon Saucen machen.

Das gehört nicht in eine leberfreundliche Ernährung

Es sollte klar sein, dass alles, was deine Leber belastet, nicht in eine leberfreundliche Ernährung gehört. Und das ist mehr, als du denkst! Schaue dir folgende Liste an:

  • Alkohol,
  • Zucker,
  • chemische Farbstoffe,
  • Konservierungsmittel,
  • Pflanzenschutzmittel,
  • künstliche Geschmackstoffe und
  • andere Produkte aus Chemielabors, die in natürlichen Lebensmitteln nichts verloren haben!

Eine leberfreundliche Ernährung besteht daher möglichst aus Bio-Lebensmitteln, Obst und Gemüse (natürlich ungespritzt!) aus dem eigenen Garten oder wenigstens gründlich und lauwarm gewaschen und geschält, um die Schadstoffbelastung konventioneller Lebensmittel zu minimieren.

Auch bei Medikamenten solltest du Rücksicht auf deine Leber nehmen, auch frei verkäufliche Arzneimittel sind nicht gerade leberfreundlich!

So wirkt das beliebte Schmerzmittel Paracetamol schädlich auf die Leber. Wenn du also Kopfschmerzen unbedingt mit Medikamenten lindern möchtest, greife nicht zu Paracetamol, sondern beispielsweise zu Aspirin.