Kongestive Herzinsuffizienz: 7 mögliche Ursachen

· 24 Mai, 2017
Eine kongestive Herzinsuffizienz kann durch verschiedene Beschwerden verursacht werden, die anfangs meist nicht mit der Herzgesundheit in Verbindung gebracht werden.

Als Herzinsuffizienz wird eine chronische Störung bezeichnet, die ensteht, wenn das Herz Schwierigkeiten hat, das Blut in die verschiedenen Körperteile zu pumpen und deshalb die Zellen nicht mit ausreichend Blut und Sauerstoff versorgt werden können.

Es kann eine Linksherzinsuffizienz, eine Rechtsherzinsuffizienz oder eine globale Herzinsuffizienz auftreten.

Je nach Entwickling der Krankheit kann sich das Blut in bestimmten Körperteilen ansammeln, es kommt zu Flüssigkeitsretentionen und auch andere Organe werden dadurch stark in Mitleidenschaft gezogen. 

Es kann ebenfalls zu einer entzündlichen Reaktion kommen, die sich sehr häufig durch Lungenbeschwerden, Probleme mit der Leber oder dem Magen-Darm-Trakt äußert.

In der Anfangsphase sind meist keine eindeutigen Symptome zu spüren, doch im Lauf der Zeit kommt es zu Atembeschwerden, Müdigkeit, unregelmäßigem Puls und anderen Gesundheitsbeschwerden.

In den meisten Fällen entsteht die Herzinsuffizienz in der Folge von anderen Herzkrankheiten, die wahrscheinlich nicht richtig behandelt wurden.

In unserem heutigen Beitrag wirst du mehr über 7 mögliche Ursachen für eine kongestive Herzinsuffizienz finden.

1. Krankheit der Koronararterien

Arterien und Herzinsuffizienz

Die Erkrankung der Koronararterien wird durch die Ansammlung von Plaques an den Arterienwänden verursacht. 

Dies ist gefährlich, da dadurch der Blutfluss blockiert werden kann. In schwerwiegenden Fällen kann die Folge ein Herzinfarkt sein.

Dieser kann zum Tode führen, doch wenn schnell und richtig gehandelt wird, sind die Überlebenschancen sehr hoch.

Ein hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck und Diabetes erhöhen das Risiko daran zu leiden deutlich.

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2. Bluthochdruck

Ein erhöhter Blutdruck entsteht dann, wenn der Druck, der das Blut bei jedem Herzschlag auf die Gefäße ausübt, zu hoch ist. 

Es handelt sich um eine weitverbreitete Gefäßkrankheit, an der weltweit Millionen von Menschen leiden. Diese ist eng verbunden mit vielen Krankheiten, welche die Sterblichkeitsrate erhöhen.

Der Bluthochdruck verläuft asymptomatisch und kann zu schwerwiegenden, oft auch tödlichen Komplikationen führen, wenn nicht die richtige Behandlung eingeleitet wird. 

Es ist grundlegend, die Blutdruckwerte unter Kontrolle zu bringen, um Herzschäden, Nierenprobleme und kognitive Beschwerden zu vermeiden.

3. Dilatative Kardiomyopathie

Frau mit Herzinsuffizienz

Als dilatative Kardiomyopathie bezeichnet man eine krankhafte Erweiterung des Herzmuskels, insbesondere des linken Ventrikels. 

Es handelt sich um die dritthäufigste Ursache für eine Herzinsuffizienz und einen der häufigsten Gründe für die Notwendigkeit einer Herztransplantation.

Der wichtigste Risikofaktor ist das Vorkommen dieser Erkrankung bei Familienangehörigen, deshalb wird eine Familienanamnese durchgeführt. Darüber hinaus besteht ein Zusammenhang zu Infektionen und Schadstoffen. 

4. Schilddrüsenstörungen

Stoffwechselveränderungen und Hormonschwankungen, die durch eine Schilddrüsenstörung entstehen, führen ebenfalls zu einem erhöhten Risiko für eine Herzinsuffizienz. 

Sowohl eine Schilddrüsenüberfunktion als auch eine -unterfunktion können zu Herz-Gefäß-Krankheiten und Durchblutungsstörungen führen und den Herzmuskel schädigen.

Im Allgemeinen äußert sich dies duch verschiedene innerliche und äußerliche Symptome, welche die Erkennung und Kontrolle erleichtern. 

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5. Nierenstörung

Nierenstörung und Herzinsuffizienz

Die Funktionstüchtigkeit der Nieren steht in engem Zusammenhang mit der Gesundheit des Herzens und des Gefäßsystems sowie der Durchblutung und des Lymphsystems. 

Kranke Nieren können Schadstoffe nicht richtig ausleiten und sind auch nicht fähig, den Mineralsalzhaushalt auszugleichen.

Aus diesem Grund kommt es zu Störungen des Blutdrucks und dadurch nimmt wiederum das Risiko für Diabetes, einen Herzinfarkt sowie Störungen in den Harnwegen zu. 

Eine akute oder chronische Nierenerkrankung zählt zu den wichtigsten Gründen für eine Herzinsuffizienz im Erwachsenenalter.

6. Diabetes

Diabetes zeichnet sich durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel aus, der aufgrund einer Insulinresistenz oder einem Insulinmangel entstehen kann.

Dieses Hormon wird in der Bauchspeicheldrüse freigesetzt und ist für einen ausgeglichenen Zuckerspiegel zuständig. Zucker ist eine wichtige Energiequelle.

Diabetiker müssen den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle bringen, denn mit fortschreitender Krankheit könnte es zu Augenschäden, Störungen des Nervensystems und dem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten kommen.

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7. Hämochromatose

Blutprobe zur Untersuchung von Herzinsuffizienz

Bei Hämochromatose handelt es sich um eine vererbliche Krankheit, bei der es zu einer erhöhten Konzentration von Eisen im Blut kommt und deshalb Eisen im Organismus auf abnormale Weise abgelagert wird.

Da dieses Mineral nicht korrekt verstoffwechselt werden kann, wird es für Organe wie Leber, Herz und Bauchspeicheldrüse zu einem Schadstoff. 

Durch Komplikationen kommt es zu Schilddrüsenstörungen, Diabetes, Herzinsuffizienz und anderen schweren Krankheiten, welche die Lebensqualität negativ beeinflussen.

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Die Kontrolle und richtige Behandlung all dieser Erkrankungen sind grundlegend, um eine kongestive Herzinsuffizienz zu verhindern.

Bei Abnormalitäten solltest du auf jeden Fall sofortige ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, um Komplikationen und Folgekrankheiten zu vermeiden!