Körperliche Symptome psychischer Gewalt

24 Dezember, 2018
Die Symptome psychischer Gewalt zeigen sich oft versteckt im Kleinen, sodass du auf diese Warnsignale achtgeben solltest.

Körperliche Symptome psychischer Gewalt können auch von Außenstehenden bemerkt werden. Falls du solche Symptome psychischer Gewalt bei deinen Freunden beobachtest oder vermutest dann handele, denn diese Person braucht Hilfe!

Was sind Anzeichen psychischer Gewalt?

Bevor wir uns um die körperlichen Anzeichen psychischer Gewalt kümmern, sollten wir klären, was man unter psychischer Gewalt überhaupt versteht. Psychologische Gewalt ist eine Art von verbalem (nicht physischem) Missbrauch, der auf Demütigung, Disqualifikation, Beleidigung, Isolation oder Mobbing basiert.

Da es keine physischen Beweise wie Beulen, Kratzer oder Prellungen gibt, kann es manchmal schwierig sein, dies zu beweisen, da ein Wort gegen das andere steht.

Es ist eine Art von Missbrauch, bei der es darum geht, die Person unter ständigem Druck zu unterwerfen. Beispielsweise durch Schreien oder andere Erniedrigung, die die Würde des Opfers diskriminiert. Folgende Signale und Auswirkungen kann dies auf den Körper haben:

Körperliche Symptome psychischer Gewalt

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Schlafstörungen

Psychologischer Missbrauch führt normalerweise zu Schlafstörungen. Die hohen Dosen von Druck und verbaler Gewalt verursachen psychische Zustände von Angst, Stress und Schlaflosigkeit. Das Aushalten von verschiedenen Arten von Demütigungen kann Nerven- und Herzstörungen verursachen.

Die Angst vor dem Unterdrücker erzeugt eine Schlaflosigkeit, die das Opfer noch mehr schwächt. Es fügt auch die Schwierigkeit der Entkräftung und Aufgabe hinzu, die den Machtmissbrauch noch einfacher macht. Bei unzureichenden Schlafzeiten schwächt sich der Körper und neigt dazu, krank zu werden. Die körperliche Abwärtsspirale beginnt…

Essstörungen

Im Allgemeinen leiden Opfer psychischer Gewalt an Essstörungen. Durch die Verringerung des Selbstwertgefühls fühlt der Mensch, dass er nichts verdient, weil alles seine Schuld ist. Diese Deformation der Realität zeigt sich unter anderem in:

  • Appetitlosigkeit
  • Mangel an Kontrolle der Nahrungsaufnahme
  • Unsicherheit und Missachtung dessen, was man isst

Eine Essstörung ist eine Krankheit, bei der das Körperbild verzerrt ist. Es gibt Faktoren, die zu diesen Essstörungen führen können, wie Gefühle der Einsamkeit, Frustration, unterdrückter Ärger oder emotionaler Stress.

Auch Verdauungsstörungen wie Blähungen, Verstopfungen oder Erkrankungen des Verdauungsapparates, zum Beispiel Gastritis, sind häufige körperlicher Symptome psychischer Gewalt.

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Bluthochdruck

Bluthochdruck ist ein weiteres Zeichen, welches psychische Gewalt im Körper hinterlassen kann. Die Tatsache, dass man ständig wachsam ist, um das Leben zu schützen, lässt den Blutdruck steigen. Der Geist sendet Signale an den Körper, um ein Risiko oder eine Gefahr zu erkennen, weswegen der Körper den Blutdruck erhöht.

Menschen, die sich in Krisengebieten befinden oder in denen ihr Leben einer ständigen Bedrohung ausgesetzt ist, neigen dazu, Bluthochdruck zu entwickeln. Kurz gesagt, es ist eine Verteidigungsstrategie des Körpers, die eng mit Menschen verbunden ist, die psychische Gewalt erleiden.

Depression

Psychische Gewalt führt dazu, dass das Opfer in einen Zustand der Depression gerät und intensive  Angstzustände entstehen. Es gibt viele Anzeichen psychischer Gewalt, die zu einer psychischen Krankheit oder Störung führen:

  • Erpressung
  • Unkontrollierte Eifersucht
  • Freiheitsentzug und Geldkontrolle
  • Beleidigende und demütigende Spitznamen
  • Totale Kontrolle der sozialen Beziehungen
  • Verletzung der Privatsphäre
  • Schreie, Disqualifikationen und Verunglimpfungen
  • Kleidungskontrolle
  • Nicht einvernehmliche sexuelle Beziehungen
  • Dominanz

Dabei ist es nicht verwunderlich, dass das Opfer selbst ohne Anzeichen von körperlicher Gewalt in einen Zustand innerer Verwüstung gerät. Selbst bis zu dem Punkt, an dem man selbstmordgefährdet ist oder es einem völlig egal ist, was mit seinem Leben passiert. Zusätzlich ist der erschwerende Faktor, dass der Aggressor gewöhnlich der Partner oder ein nahes Mitglied der Familie ist.

Was tun gegen psychische Gewalt?

Beachte diese Hinweise, um nicht Opfer psychischer Gewalt zu werden:

  • Jemand, der dich liebt, bringt dich nicht zum Weinen.
  • Akzeptiere oder normalisiere die Schreie und Wutausbrüche nicht.
  • Erlaube niemals Beleidigung, Disqualifikation oder Verachtung.
  • Deine Meinung ist genauso viel wert wie die Anderer.
  • Niemand besitzt eine andere Person.
  • Begründe oder verteidige gewalttätiges Verhalten nicht.
  • Du kannst nicht immer vergeben.
  • Wenn du Angst vor deinem Partner hast, ist das keine Liebe.

Wenn es bei dir der Fall ist, bitte um Hilfe. Beobachtest du psychische Gewalt oder ihre Anzeichen in deinem sozialen Umfeld, so handle, indem du deine Hilfe anbietest oder fachkundige Unterstützung organisierst.

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