Knochenödem: Alles, was du darüber wissen solltest

20 November, 2020
Ein Knochenödem ist ein entzündlicher Prozess in den Knochen. Es verursacht oft Schmerzen bei körperlicher Betätigung, insbesondere wenn diese über längere Zeiträume ausgeübt wird. Willst du mehr darüber erfahren? Dann lies weiter!

Ein Knochenödem ist ein entzündlicher Prozess, der normalerweise innerhalb des Trabekels, der inneren schwammartigen Komponente des Knochens, auftritt. Seine Ursachen reichen von Verletzungen bis hin zu degenerativen Erkrankungen.

Außerdem kommt diese Krankheit häufig bei denjenigen vor, die nach einer bewegungsarmen Lebensweise anstrengende körperliche Aktivitäten beginnen.

Die Fachzeitschrift Dolor, Investigación, Clínica y Terapéutica erklärt, dass es sich um eine häufige Erkrankung in der klinischen Rheumatologie handelt. Der Grund dafür liegt darin, dass die Magnetresonanztomographie als diagnostischer Test verstärkt genutzt wird und besser verfügbar ist. Infolgedessen ist es einfacher geworden, diese Art von Problem zu erkennen. Was sind die Merkmale dieser Krankheit?

Was ist ein Knochenödem?

Einfach ausgedrückt, lässt sich sagen, dass Knochen aus zwei verschiedenen Geweben bestehen. Eins davon ist die Kortikalis, die aus einem harten und kompakten Material besteht und die Außenhülle des Skeletts umgibt. Das andere ist der Trabekel, ein eher schwammartiges Gewebe, aus dem die innere Skelettmasse besteht.

Besonders hervorzuheben ist, dass sich in diesem letzten Knochenabschnitt eine große Anzahl von Blutgefäßen befinden, da auch die Knochen ernährt werden müssen. Einem an der Universidad FASTA de Argentina veröffentlichten Artikel zufolge verursacht eine Flüssigkeitsansammlung innerhalb des Trabekels die Knochenentzündung.

Häufig geschieht dies, weil die Blutgefäße reißen und es zu Blutungen im Inneren des Knochens kommt. Sie kann auch durch die Ansammlung von Entzündungsflüssigkeit nach einer Verletzung hervorgerufen werden. In jedem Fall könnte man sagen, dass das Knochenödem eine Art Bluterguss im Inneren des Knochens ist.

Es sollte jedoch nicht ignoriert werden, dass dieser Zustand auch in der Kortikalis auftreten kann, obwohl dies nicht häufig geschieht. Es muss auch beachtet werden, dass seine Eigenschaften je nach seiner Reversibilität variieren. Daher wird er in zwei große Gruppen eingeteilt:

  1. Transientes Knochenödem-Syndrom (TKMÖS): Hierbei handelt es sich um einen reversiblen Entzündungsprozess, der mit der Behandlung und der Zeit abnimmt.
  2. Osteonekrose: Sie verursacht das Absterben von knochenbildenden Zellen (Osteozyten). Aus diesem Grund gilt dieser Zustand als nicht umkehrbar.
Knochenödem
Ein Knochenödem ist ein entzündlicher Prozess, der durch die Ansammlung von Flüssigkeiten im Knochen gekennzeichnet ist.

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Wie entsteht ein Knochenödem?

Wie zu erwarten, sind Verletzungen und Stürze, große körperliche Belastungen oder sportliche Überlastung die Ursache für die meisten Knochenödeme. Dennoch warnt uns die Abteilung für Rheumatologie des Hospital General de Elche, dass der Ursprung in vielen Fällen nicht ganz klar ist.

Obwohl der Hauptauslöser in der Regel eine schwere Verletzung ist, muss man auch berücksichtigen, dass langanhaltende Mikroverletzungen ebenfalls ein Knochenödem verursachen können.

Zum Beispiel tritt eine Person während eines 10-km-Laufs etwa 8000 Mal auf den Boden auf. Dies wirkt sich folglich sowohl auf die innere Knochenstruktur als auch auf die Muskeln und Bänder aus.

Bewegung ist jedoch nicht der einzige Auslöser; auch Krankheiten wie Arthrose, Knochennekrose (mangelnde Blutversorgung), Osteoporose oder ein Komplexes Regionales Schmerzsyndrom begünstigen das Auftreten dieser Entzündung. Kurz gesagt: Alles, was den Knochen schwächt, macht ihn für einen Bruch anfällig.

Symptome eines Knochenödems

Die klinischen Manifestationen eines Knochenödems können je nach seinem Schweregrad bei jedem Menschen unterschiedlich sein. Nach Informationen, die in der Fachzeitschrift Reumatología Clínica veröffentlicht wurden, gehören zu den Hauptsymptomen die folgenden:

  • Lokalisierte Schmerzen in der betroffenen Knochenstruktur.
  • Unbehagen beim Einsatz des verletzten Knochens. Die Schmerzen werden mit zunehmender Bewegung schlimmer.
  • Wenn die Verletzung nicht rechtzeitig behandelt wird, dehnt sich der Schmerz auch im Ruhezustand aus.
  • In schwereren Fällen kann die Person Beschwerden bei alltäglichen Aktivitäten wie beim Gehen haben.

Aufgrund ihrer Beschaffenheit lässt es sich leicht vermuten, dass Knochenödeme häufiger in den Knien, in den Mittelfußknochen oder im Fersenbein auftreten. Dennoch variieren die Symptome je nach der betroffenen Knochenstruktur.

Diagnose

Diese Art von Verletzung ist auf einem traditionellen Röntgenbild nicht zu erkennen, sodass ein MRT erforderlich ist. Darüber hinaus geht aus Studien hervor, dass neue Techniken wie die Dual-Energie-Computertomographie (DECT), die Bilder ab der Zersetzung von Materialien rekonstruiert, sehr nützliche Hilfsmittel bei der Erkennung von Knochenödemen sein können.

Wie sieht die Behandlung aus?

Nach Angaben von Traumatologie-Spezialisten des spanischen Gesundheitsportals Asepeyo Salud umfasst die Behandlung eines Knochenödems die folgenden Phasen:

  • Ruhe ist für eine optimale Genesung maßgebend. Um akute Symptome zu lindern, ist die Verwendung von Gehhilfen wichtig. Mindestens vier Wochen lang muss der Patient Stress und die Belastung der Knochen verringern.
  • Es können auch verschiedene Medikamente eingesetzt werden, z. B. Schmerzmittel, Bisphosphonate, Vitamine und andere Komplexe zur Erhöhung der Knochendichte oder auch Iloprost zur Gefäßerweiterung.
  • Nach den medizinischen Anfangsstadien ist es angebracht, die Genesung mit einer physiotherapeutischen Behandlung anzugehen. Dazu können Techniken wie beispielsweise Magnet- und Thermotherapie, Muskelentspannung sowie Wassergymnastik gehören.

In den schwersten Fällen kann ein Gang in den Operationssaal erforderlich sein. Dort kann der Chirurg eine Rückenmarksdekompression mit mehrfacher Perforierung durchführen, um die Flüssigkeit aus dem Knochen abzuziehen.

Physiotherapie bei Knochenödem
Die Behandlung eines Knochenödems besteht aus mehreren Phasen. Zuerst ist Ruhe der Schlüssel, später schlagen Experten jedoch physiotherapeutische Techniken vor.

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Vorbeugende Maßnahmen gegen Knochenödeme

Wie eine volkstümliche Redewendung besagt: „Vorbeugen ist die beste Medizin.“ Wir sollten unseren Körper nicht mehr belasten als nötig, und bei extremer körperlicher Aktivität ist die Anwesenheit eines Trainers, der die Übung kontrolliert, unerlässlich.

Wenn aber nach dem Gehen, Joggen oder einer anderen Aktivität Beschwerden auftreten, musst du zum Arzt gehen. Unabhängig davon, ob es sich um ein Knochenödem, einen Bruch oder eine Verstauchung handelt, ist es notwendig, eine frühe Diagnose zu erhalten, um rechtzeitig eingreifen zu können und so Komplikationen zu verhindern.

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