Knochendichtemessung: Was ist das?

Eine Knochendichtemessung macht es möglich, das Frakturrisiko aufgrund eines Knochendichteverlustes abzuschätzen. In unserem heutigen Artikel erklären wir dir, was du über diesen Diagnosetest und die Folgeuntersuchungen wissen musst.
Knochendichtemessung: Was ist das?

Letzte Aktualisierung: 20. Juni 2021

Eine Knochendichtemessung ist ein weitverbreiteter Test, um die Mineraldichte der Knochen zu bestimmen und festzustellen, ob sie sich verschlechtert haben.

Dieses Verfahren wird auch als Dual-Energy-Röntgenabsorptiometrie bezeichnet. Das liegt daran, dass es einer normalen Röntgenanwendung ähnlich ist. Es ist besonders nützlich, um das Fortschreiten von Osteoporose zu diagnostizieren und zu überwachen.

Es handelt sich hierbei um einen einfachen Test, der normalerweise älteren Frauen verschrieben wird. Dies ist jedoch nicht der einzige Hinweis.

In unserem heutigen Artikel erklären wir dir alles, was du über die Knochendichtemessung wissen musst, unter anderem wie sie abläuft und wie die Ärzte die Ergebnisse interpretieren.

Wie funktioniert eine Knochendichtemessung?

Eine Knochendichtemessung, die auch unter den Kürzeln DEXA oder DXA bekannt ist, ist ein Test zur Bestimmung der Knochenmineraldichte. Dieses Verfahren hilft festzustellen, ob es einen Verlust an Integrität oder Mineralisierung im Knochengewebe gibt.

Laut einem Artikel auf RadiologyInfo.org verwendet der Test eine geringe Dosis ionisierender Strahlung. Nur so ist es möglich, Bilder von den Knochen zu erhalten. Außerdem ist der Test schnell, einfach und nicht invasiv.

Die Knochendichtenmessung konzentriert sich normalerweise auf die Knochen der Hüfte, der Wirbelsäule und des Unterarms. Die Mediziner können jedoch auch andere Teile wie die Ferse, die Finger oder das Handgelenk untersuchen.

Häufig bieten Orthopäden und Radiologen dieses Verfahren an und ein Arzt analysiert die Messung anschließend. Der Hauptzweck dieses Tests besteht darin, das Risiko einer Person zu beurteilen, Frakturen im Zusammenhang mit Osteoporose zu entwickeln.

Ärzte verwenden die Knochendichtemessung aber auch, um festzustellen, ob ein Patient wegen Osteoporose behandelt werden muss. Darüber hinaus ist sie auch sinnvoll, um die Wirkung der Behandlung selbst zu überwachen. So sollten sich die Ergebnisse einer Knochendichtemessung im Laufe der Monate verbessern, wenn die Behandlung funktioniert.

Außerdem geht die Messung mit dem Vorteil einher, dass sie beim Patienten keine Spuren von Strahlung hinterlässt. Ebenso gibt es keine Nebenwirkungen, obwohl diese nicht immer angezeigt sind. Bei Schwangeren gibt es beispielsweise eine gewisse Kontraindikation.

Die Knochendichtemessung hilft, das Frakturrisiko einer Person zu bestimmen
Die Messung der Knochendichte ermöglicht es, das Vorhandensein von Osteoporose und die Wirksamkeit der durchgeführten Behandlungen festzustellen.

Warum wird dieser Test durchgeführt?

Durch eine Knochendichtemessung kann festgestellt werden, ob ein Verlust der Knochendichte vorliegt. Dies kann auf zahlreiche Faktoren zurückzuführen sein, aber der Verlust der Dichte erhöht definitiv das Risiko, eine Fraktur zu erleiden.

Aus diesem Grund ist die Untersuchung nützlich, um das Frakturrisiko abzuschätzen. Laut einem Artikel des Centro Diagnóstico de Granada ist dieses Verfahren vor allem für postmenopausale Frauen geeignet. Vor allem für solche mit schweren Symptomen, die keine hormonelle Behandlung erhalten.

Denn die Wechseljahre sind einer der Hauptrisikofaktoren für Osteoporose. Tatsächlich ist eine Knochendichtemessung sogar noch notwendiger, wenn die Frau Raucherin ist oder war.

Dieser Test ist aber auch für Personen gedacht, die bestimmte Medikamente einnehmen, die die Knochen beeinträchtigen. Ein Beispiel hierfür sind Kortikosteroide. Eine weitere Indikation ist zum Beispiel der Hyperparathyreoidismus. Dies ist eine Störung, die aus einer erhöhten Sekretion von Parathormon (PTH) besteht.

Dieses Hormon ist für die Regulierung des Stoffwechsels von Kalzium und Phosphor verantwortlich. Dies liegt daran, dass dies zwei der wichtigsten Mineralien für die Knochenstruktur und -dichte sind. Daher ist eine familiäre oder persönliche Vorgeschichte von Hüft- oder Wirbelsäulenfrakturen ein weiterer Grund, den Test durchführen zu lassen.

So bereitest du dich auf eine Knochendichtemessung vor

Eine Knochendichtemessung ist ein einfacher Test, der keine vorherige Vorbereitung erfordert. Er verursacht keine Beschwerden und nimmt auch nicht viel Zeit in Anspruch. Die Clínica Universidad de Navarra gibt an, dass der Test ungefähr eine halbe Stunde dauert.

Idealerweise trägst du für die Untersuchung bequeme Kleidung und keine Accessoires oder Schmuck. Vor dem Test musst du alle metallischen Gegenstände ablegen. Anschließend wird der behandelnde Mediziner dich bitten, während des Eingriffs ruhig zu liegen.

Am Tag vor dem Test kannst du wie gewohnt essen. Allerdings musst du 24 Stunden vorher die Einnahme von Kalziumpräparaten einstellen.

Wie bereits zuvor erwähnt, ist schwangeren Frauen von diesem Verfahren abzuraten. Daher ist es wichtig, den Arzt zu informieren, wenn die Möglichkeit einer aktuellen Schwangerschaft besteht. Informiere ihn auch, wenn du dich vor Kurzem einem Test mit Kontrastmittel unterzogen hast, wie zum Beispiel einem CT-Scan.

Was können die Ergebnisse dieses Tests zeigen?

Ärzte interpretieren in der Regel die Ergebnisse der Knochendichtemessung. Die Sociedad Española de Geriatría Gerontología beschreibt, dass sie nach der Untersuchung eine Reihe von digitalisierten und farbigen Bildern erhalten. Dann müssen sie diese mit den Werten vergleichen, die für die Altersgruppe und das Geschlecht, zu denen der Patient gehört, als normal festgelegt sind.

Auf diese Weise erhalten die Ärzte zwei Werte oder Scores.

  • Der erste ist der T-Score, der die Knochendichte im Vergleich zu einem Erwachsenen gleichen Geschlechts mit maximaler Knochenkapazität angibt. Ein T-Score unter -1,1 ist niedrig, das heißt eine Osteopenie liegt vor. Der T-Score muss unter -2,5 liegen, damit eine Osteoporose vorliegt.
  • Der andere Score, den dieser Test anzeigt, ist der Z-Score. Dieser vergleicht den Patienten mit einer Gruppe von Menschen des gleichen Alters und Geschlechts, und die auch in einer ähnlichen körperlichen Verfassung sind. Dieser Score ermöglicht es den Ärzten, den Behandlungsverlauf zu überwachen.
Eine Knochendichtemessung ist ein einfacher harmloser Test
Die Verlaufskontrolle der Osteoporose mit der Knochendichtemessung ermöglicht es, die Effektivität der Behandlung mit Kalzium und fixativen Medikamenten zu beurteilen.

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Was du sonst noch über die Knochendichtemessung wissen solltest

Du solltest deinen Arzt vor dem Eingriff über alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel informieren, die du aktuell einnimmst. Wie bereits zuvor erwähnt, brauchst du vor dem Test nicht zu fasten, aber du solltest mindestens einen Tag zuvor kein Kalzium einnehmen. Neben Schmuck und Metallgegenständen müssen auch Brillen und Zahnprothesen entfernt werden.

Was du ebenfalls bedenken solltest, ist, dass die Knochendichtemessung nicht vorhersagen kann, wer eine Fraktur erleiden wird. Allerdings liefert sie Hinweise hinsichtlich des relativen Risikos von Frakturen.

Analysen an der Wirbelsäule oder Hüfte sind hilfreich, um das Ansprechen auf die Behandlung zu überprüfen. Allerdings sind diejenigen, die an der Ferse oder am Handgelenk ausgeführt werden, für diesen Zweck nicht geeignet. Andererseits sind sie definitiv nützlich, um das Frakturrisiko vorherzusagen.

Eine Knochendichtemessung ist ein einfacher harmloser Test

Diese Art von Test ermöglicht es, die Knochenmineraldichte zu untersuchen, da Röntgenstrahlen verwendet werden. So hilft diese Untersuchung zu überprüfen, ob ein Problem mit Osteoporose vorliegt und ob die Behandlung anschlägt.

Dank diesem Test ist es möglich, vorherzusagen, wie hoch das Frakturrisiko einer Person ist. Aus diesem Grund verwenden Ärzte die Knochendichtemessung heutzutage regelmäßig, zusätzlich zu der Tatsache, dass sie sicher und einfach durchzuführen ist.

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