Im Traum ins Leere fallen – was bedeutet das?

· 20 März, 2015
Du hast diesen Traum sicher auch schon einmal gehabt. Weißt du, dass diese Art von Träumen oft mit Stress in Verbindung stehen?

Mindestens 95% aller Personen haben irgendwann einmal geträumt, ins Leere zu fallen. Dieser Traum wirkt verängstigend und führt häufig zu einem plötzlichen Erwachen. Doch was bedeutet dieses Fallen im Traum?

Im Traum ins Leere fallen: Mögliche Bedeutungen

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Dieser Angsttraum ist ganz normal: Wir gehen ruhig und fallen plötzlich in die Tiefe, der Boden unter uns verschwindet oder wir stürzen einfach ins Leere, der Körper fällt furchterregend ins Ungwisse. 

Das Herz beginnt zu schlagen und wir wachen ängstlich und unruhig auf. Oft hat man dabei auch das Gefühl, dass man aus dem Bett fällt. Viele fallen auch wirklich auf den Boden. Doch was kann dieser Traum bedeuten?

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1. In der ersten Schlafphase

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Vielleicht kannst du dich daran erinnern, dass dieser Traum kurz nach dem Einschlafen auftritt. In der Schlafabteilung des Hospital de Madrid (Spanien), wo diese Träume erforscht werden, erklärt man die Ursache darin, dass das Gleichgewichtssystem aus der Ordnung kommt.

Der Körper hat sich noch nicht richtig an die horizontale Position gewöhnt und deshalb kommt es zu einem kleinen Verarbeitungsfehler, der zu plötzlichem Aufwachen mit dem Gefühl eines tiefen Falls führt. Deshalb fallen viele Personen auch tatsächlich aus dem Bett.

2. Auch Stress ist im Spiel

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Kannst du dich an den Tag erinnern, an dem du diesen Albtraum hattest? Meist kommt dieser Traum nach stressigen Situationen vor.

Das Gehirn ist hoch aktiv, Cortisol wird vermehrt produziert und beschleunigt die Grundfunktionen, Sorgen vermehren sich und die Hirnwellen stoßen an ihr Limit.

Sobald wir uns jedoch ins Bett legen, entspannt sich der Körper, doch das Hirn ist immer noch übermäßig aktiv.

Es kommt erneut zu einer Deskompensationsphase: Hohe Gehirntätigkeit bei entspanntem Körper. So wird das Gefühl des plötzlichen Falls verursacht, durch das wir schnell wieder wach werden.

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3. Das Phänomen der Bewegungsunfähigkeit im Schlaf

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Es kann vorkommen, dass jemand sich während eines Albtraums bewusst wird, dass er träumt, jedoch nicht aufwachen oder sich bewegen kann. Dieses Gefühl ist sehr intensiv und lebhaft, manchmal erschreckend und unheimlich und gleichzeitig sehr realistisch.

Wer träumt, tief zu fallen, durchläuft auch eine schlechte Erfahrung und möchte aufwachen, noch vor er Schmerzen verspürt.

Ursache für diese Albträume ist also hauptsächlich Stress: Das Gehirn ist hochaktiv und überbelastet und so kommt es in der ersten Schlafphase zu einer Spannung zwischen Geist und Körper, auf die das Gehirn mit Angstträumen reagiert.

Ethologisch wird dieser Traum auf einen vererbten Instinkt zurückgeführt: Die Angst unserer Vorfahren, die noch auf Bäumen schliefen und plötzlich aufwachen mussten, um nicht auf den Boden zu fallen.