Hummus: leckere Rezepte rund um die Kichererbse

· 24 August, 2018
Hummus wird traditionell aus Kichererbsen und Sesampaste hergestellt und mit Kreuzkümmel gewürzt. Lerne die orientalische Spezialität kennen!

Hummus wird hauptsächlich aus Kichererbsen hergestellt, man kann aber auch Bohnen dazu verwenden. Klassische weitere Zutaten sind Sesampaste, Olivenöl, Knoblauch, Kreuzkümmel und Zitrone. Doch es gibt viele weitere Rezeptvarianten!

Was ist Hummus?

Vielleicht hast du Hummus noch nicht probiert, ihn aber in kleinen Schälchen im Kühlregal schon entdeckt. Hummus ist eine orientalische Spezialität, bei der es sich um eine dicke Paste handelt, die aus Kichererbsen oder Bohnen und anderen leckeren Zutaten hergestellt wird.

Hummus isst man traditionell als Dip mit frischem Fladenbrot, bei uns wird die Paste auch gerne zu Gemüsesticks serviert. Hummus ist sehr eiweißreich und auch fettarm, denn das Olivenöl wird nur zum Servieren auf die Oberfläche gegossen. Lässt du es weg, hast du eine fettarme, eiweißreiche Paste, die du auch als leckeren Brotaufstrich verwenden kannst.

HummusGrundrezept für Hummus

Dieses Rezept ist traditionell eine Art Basis für eigene Kreationen. Du kannst es dir einfacher machen, wenn du Kichererbsen schon vorgekocht in Glas oder Dose kaufst. Damit dein Hummus schön fein ist, achte darauf, dass die Kichererbsen kein äußeres Häutchen mehr haben. Mit Häutchen ist es aufgrund der Ballaststoffe allerdings wesentlich gesünder…

Unser Rezept ist die „Schnellvariante“ mit Kichererbsen aus der Dose, du kannst aber auch getrocknete Kichererbsen verwenden. Tahin bekommst du in der Feinkostabteilung größerer Supermärkte oder in jedem Bioladen. Du brauchst:

  • 1 große Dose Kichererbsen (ca. 1/2kg)
  • 3 EL Tahin (Sesampaste)
  • 2 Zitronen
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 EL Kreuzkümmel (Pulver, fein gemahlen)
  • Salz
  • Kräftiges Olivenöl, kalt gepresst

Gieße die Flüssigkeit aus der Dose ab und gib die Kichererbsen in ein hohes Rührgefäß, in dem du gut pürieren kannst. Gieße die Flüssigkeit aus der Dose nicht weg, sondern fange sie auf! Presse die Zitronen aus und stelle den Saft zur Seite.

Beginne nun, die Kichererbsen mit Tahin und Knoblauch zu pürieren. Gib etwa die Hälfte des Zitronensaftes hinzu und schmecke ab, sodass man die Zitrone schmeckt, es aber nicht zu sauer wird. Ist die Paste zu fest, gib von der Flüssigkeit aus der Dose dazu, bis die Creme schön streichfähig wird.

Würze dann großzügig mit Kreuzkümmel (Cumin) und schmecke mit Salz ab. Streiche die Paste in einen Suppenteller und drücke mit einem angefeuchteten Löffel Vertiefungen in die Oberfläche. Gieße vorsichtig das Olivenöl über den Hummus, sodass es sich in den Vertiefungen sammelt. Fertig!

Je länger du nun die Creme durchziehen lässt desto intensiver wird das herrliche Aroma. Das ist das Grundrezept. Du kannst es variieren und folgende Gewürze mit unter die Paste rühren:

  • Chilischoten (in Flocken für eine schöne Optik)
  • Pfeffer
  • Petersilie (auch zur Dekoration reichlich verwenden)
  • Rosenpaprika (scharf!)
  • Süßer Paprika (auch mit Olivenöl vermischt schöne Deko)
  • Currypulver (vorsichtig dosieren)

Deiner Phantasie und Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt! Hummus passt auch gut zu warmen Gemüsegerichten statt Sauce… Probiere weitere Rezeptvarianten:

Hummus mit BohnenTomaten-Hummus

Diese Variante schmeckt süßlicher und hat eine tolle Farbe. Ideal als bunte Hummusvariante neben dem etwas „farblosen“ Grundrezept. Füge zum Grundrezept ein Glas getrocknete Tomaten in Olivenöl hinzu. Lasse die Tomaten dazu gut abtropfen und drücke sie vor dem Pürieren etwas aus, damit die Paste nicht zu ölig wird. Zu den getrockneten Tomaten passt auch etwas mehr Knoblauch als in Grundrezept angegeben.

Rezeptvariante mit Bohnen

Wenn du keine Kichererbsen finden kannst, ist die einfachste Alternative eine große Dose weiße Bohnen, welche es in jedem Supermarkt zu kaufen gibt. Achte darauf, dass nur weiße Bohnen in der Dose sind und nicht noch Suppengrün mit Kräutern, Karotten und Gewürzen, welche den Geschmack verfälschen würden. Die Zubereitung ändert sich nicht und der Geschmack ist recht ähnlich.

Guacamole ohne AvocadoAvocado-Variante

Eine weitere Farbvariante für eine bunte Hummus-Platte ist das Rezept mit Avodado abzuwandeln. Du brauchst dazu eine halbe, sehr reife Avocado, die du mit den anderen Zutaten mit pürierst. Ist die Avocado noch nicht reif und aromatisch genug, verwende eine ganze Avocado. Die Avocado ist zusätzlich zu den Kichererbsen und ersetzt diese nicht – sonst wäre es ja fast Guacamole

Schoko-Hummus

Klingt schräg, ist aber lecker und bringt eine weitere Farbe ins Spiel. Achtung: diese Variante ist nicht süß, passt aber sehr gut zu herbstlichem Obst wie Feigen, Birnen oder Trauben – oder auf Fladenbrot einfach nur so. Ergänze das Grundrezept um 30g Kakaopulver, 30g gemahlene Mandeln und ergänze etwas Flüssigkeit, um die Cremigkeit zu erhalten.