Hörverlust: Ratschläge und Heilpflanzen zur Vorsorge

· 26 August, 2018
Pflege dein Gehör bereits in jungen Jahren, um Problemen vorzubeugen.

Gehörlosigkeit zeichnet sich durch einen vollständigen oder teilweise auftretenden Hörverlust aus. Man spricht dabei von Schwerhörigkeit, wenn die Hörfähigkeit nachlässt, man jedoch immer noch etwas hören kann. Wenn man überhaupt kein Geräusch mehr wahrnehmen kann, so spricht man von Taubheit.

In diesem Artikel werden wir dich näher über dieses Thema informieren und dir einige Hausmittel zeigen, die dir sowohl zur Behandlung als auch zur in der Vorsorge gegen Hörverlust helfen können.

Ursachen

Gehörlosigkeit hat viele Ursachen. Manche davon sind heilbar, andere nicht. Im Folgenden werden wir dir die häufigsten davon vorstellen, mit einigen Einschätzungen zur jeweiligen Schwere der Situation.

  • Fremdkörper im Gehörgang, wie z.B. Wasser oder Ohrenschmalz. Lässt sich im Allgemeinen leicht beheben.
  • Flüssigkeit im Mittelohr aufgrund einer akuten Erkrankung (Eiter). Ist heilbar, wenn man frühzeitig mit der Behandlung beginnt.
  • Sauerstoffmangel im Mittelohr durch Verstopfung der eustachischen Röhren. Kann infolge von vergrößerten Mandeln, einer Erkältung oder eines Katarrhs auftreten. Wenn man nichts dagegen unternimmt, kann sich das Trommelfell nach innen drücken. Ist heilbar.
  • Arteriosklerose der Blutgefäße des Innenohrs. Kann zu Nekrose oder Absterben der Nervenenden führen.
  • Entzündung des achten Hirnnervs oder akute Neuritis.
  • Zerstörung des Nervs durch Gift, wie Chinin.
  • Ein Riss des Trommelfells hinterlässt eine dauerhafte Perforation. Die Gehörlosigkeit kann auch nur teilweise auftreten.
  • Katarrhe, erkrankte oder vergrößerte Mandeln, wiederholte Erkältungen, Halsschmerzen und Verstopfungen der Nasengänge.

Sobald du feststellst, Probleme mit dem Gehör zu haben, solltest du einen Arzt konsultieren, am besten einen Spezialisten. Dieser wird dich dann gründlich untersuchen.

Symptome

Folgende Symptome, die auf den Beginn einer Taubheit hindeuten, lassen sich leicht und ohne große Schwierigkeiten erkennen:

  • Wenn du dich sehr stark konzentrieren musst, um andere Leute zu verstehen oder andere ständig darum bitten musst, das Gesagte zu wiederholen.
  • Rauschen in den Ohren.
  • Wenn du die Menschen in deinem Umfeld so wahrnimmst, als würden sie nuscheln.
  • Juckreiz durch das Auftreten einer Flüssigkeit.
  • Im schlimmsten Fall können auch starke Schmerzen auftreten, die meist mit einer Ruptur der Nervenenden zusammenhängen.

Wenn es zu einem plötzlichen Hörverlust kommt, kann dies die betroffene Person wahrnehmen, da sie nur Teile eines Gesprächs hört. Folgende Anzeichen deuten bei Kindern auf eine angeborene Schwerhörigkeit hin:

  • Schwierigkeiten beim Sprechenlernen
  • Probleme beim Lernen
  • Verhaltensänderungen

Schwierigkeiten

Beachte diese Ratschläge und nutze natürliche Heilmittel zur Vorbeugung von Hörverlust.

Die Vorsorge ist grundlegend, denn ein Hörverlust hat zum Teil schwere Auswirkungen auf die Lebensqualität des Betroffenen. Die häufigsten Probleme bei Erwachsenen, die in der Folge von Gehörlosigkeit auftreten, sind:

  • Depression
  • Angstzustände
  • Empfindung, dass andere Personen verärgert sind

Es kommt nicht selten vor, dass von Hörverlust oder Taubheit betroffene Personen mehrere Jahre mit diesen Beschwerden leben, bevor sie etwas dagegen unternehmen. Manche lassen sich überhaupt nicht behandeln, was zu Konflikten mit ihren Mitmenschen, sowohl zu Hause als auch auf der Arbeit, führen kann.

Ratschläge

  • Es empfiehlt sich, impulsive Geräusche zu vermeiden. Man sollte Musik nie lauter als 110 Dezibel hören, weil sonst ein frühzeitiger Hörverlust eintreten kann.
  • Man sollte nie Gegenstände oder fremde Substanzen in den Gehörgang einführen, da diese das Ohrenschmalz nach innen schieben und das Trommelfell beschädigen können.
  • Es ist ratsam, nur den äußeren Teil des Ohrs mit einem Hand- oder Mulltuch zu reinigen. Niemals zum Reinigen oder Kratzen die Finger einführen.
  • Bei der Ausübung von Kontaktsportarten sollte man besonders Acht geben, denn sie können Traumata im Bereich des Gehörs verursachen und weitere Beschwerden zur Folge haben.
  • Vorsorgend sollte man bei länger andauernder Lärmbelastung einen Gehörschutz verwenden.

Hörverlust: natürliche Heilpflanzen zur Behandlung und Vorbeugung 

Majoran

Dieses aromatische Heilkraut senkt den Blutdruck und ist in der Vorsorge gegen Arteriosklerose hilfreich. Es handelt sich deshalb auch um ein gutes Mittel gegen Gehörverlust. Durch die Regulierung des Blutdrucks kann Majoran auch unangenehme Symptome lindern.

Zutaten

  • 1 EL Majoran (15 g)
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Zubereitung

  • Zuerst das Wasser in einem Gefäß zum Kochen bringen.
  • Sobald der Siedepunkt erreicht ist, den Majoran hinzufügen und ihn noch 2 Minuten lang abgedeckt mitkochen.
  • Anschließend vom Herd nehmen und noch ca. 5 Minuten durchziehen lassen. 
  • Es empfiehlt sich, täglich zwei Tassen davon zu trinken.

Zwiebel

Zwiebel ist ein wirksames Naturheilmittel zur Behandlung und Vorbeugung von Hörverlust.

Die Zwiebel ist für verschiedenste heilende Eigenschaften bekannt. Unter anderem beugt sie zum Beispiel der Bildung von Blutgerinnseln vor, wirkt antibiotisch und schmerzstillend.

Zutaten

  • 1 Zwiebel
  • 4 Tassen Wasser (1 Liter)

Zubereitung

  • Zuerst die Zwiebel pürieren und in einen Behälter geben.
  • Dann das gesamte Wasser hinzufügen.
  • Um eine starke Konzentration zu erhalten, das Ganze vor dem Verzehr 12 Stunden ziehen lassen.
  • Drei Mal täglich ein Glas einnehmen.

Knoblauch

Auch Knoblauch hat eine exzellente Heilwirkung. Er hat unter anderem antibiotische und entzündungshemmende Eigenschaften, die auch gegen einen Hörverlust sehr nützlich sind.

Zutaten

  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl (15 ml)

Zubereitung

  • Zuerst den Knoblauch gut zerdrücken, bis man eine Paste erhält.
  • Dann das Öl in einem Behälter erhitzen und den Knoblauch hinzufügen.
  • Anschließend mit einem Löffel den Knoblauch weiter zerdrücken, um seine Extrakte freizugeben.
  • Verwende dann eine Pipette und tropfe von dem Öl drei Tropfen in jedes Ohr.
  • Du kannst diese Anwendung mehrmals wöchentlich wiederholen.

Ginkgo biloba

Ginkgo hat hervorragende Eigenschaften, um den Blutfluss zu verbessern und somit auch das Gehirn mit mehr Sauerstoff zu versorgen. Diese Heilpflanze ist daher auch empfehlenswert, um dein Gehör gesund zu halten.

Zutaten

  • 1 EL Ginkgo biloba (15 g)
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Zubereitung

  • Ginkgo biloba mit kochendem Wasser überbrühen und abgedeckt 5 Minuten ziehen lassen.
  • Trinke davon täglich eine Tasse.

Unwohlsein in den Ohren oder eine nachlassende Hörfähigkeit treten für gewöhnlich im Alter auf. Es gibt jedoch viele Faktoren, die dabei eine Rolle spielen. Pflege dein Gehör bereits in jungen Jahren, um Problemen vorzubeugen.

Wenn du bereits an einem Hörverlust leidest, können dir die zuvor genannten natürlichen Heilmittel eine große Hilfe sein. Du muss jedoch auf jeden Fall zum Arzt, um eine Diagnose stellen zu lassen und gegebenenfalls eine entsprechende Behandlung einzuleiten.