Hämorriden – Ursachen und Behandlung

15 Januar, 2015
Mangelernährung kann verschiedene gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Achte auf ausreichend Ballaststoffe und Nahrungsmittel, welche die Darmbewegung fördern.

Hämorriden oder Hämmorrhoiden sind eine Entzündung der Adern um den After, dies sich durch die Anschwellung zu Krampfadern ausbilden können. Diese Entzündungen sind sehr unangenehm und können auch sehr schmerzhaft sein. Es wird zwischen inneren und äußeren Hämorriden unterschieden.

Symptome

Handelt es sich um eine leichte Erscheinung von Hämorriden, kann diese symptomfrei ablaufen. Verschlimmert sich jedoch die Situation, können folgende Symptome auftreten:

  • Blutung beim Stuhlgang
  • Gewebeprolaps: es entsteht eine Art Knoten am After, der schmerzhaft sein kann, da er Druck ausübt. Innere Hämorriden treten aus, was die Behandlung erschwert.
  • Stuhlschmieren: die inneren Hämorriden bilden Schleim, der ausgeschieden wird.
  • Reizung: diese erscheint meist beim Stuhlschmieren, was Juck- und Brennreiz verursacht.
  • Schmerzen: bei inneren Hämorriden treten normalerweise keine Schmerzen auf. Sind die Hämorriden jedoch extern, kann der Druck am After Beschwerden und Schmerzen hervorrufen.

Nahrungsmittel, die Hämorriden verursachen können

Die Ernährung ist meist Hauptursache für die Entstehung von Hämorrhoiden. Eine schlechte Ernährung bewirkt Verstopfung, Durchfall und andere Verdauungsstörungen, die die Analzone beeinträchtigen können. Konsequenz davon kann das Auftreten von Hämorriden sein.

Es gibt bestimmte Nahrungsmittel, die die Wahrscheinlichkeit an dieser unangenehmen Krankheit zu leiden deutlich erhöhen können. Der Konsum dieser sollte reduziert oder ganz eingestellt werden. Auf diese Liste gehören folgende Nahrungsmittel:

Zucker und Süßspeisen

Süssigkeiten

Bei einer zuckerreichen Ernährung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, an Verstopfung, Verdauungsstörungen und somit an einer Analvenenentzündung zu leiden. Wird die Einnahme nicht eingeschränkt, ist es sehr schwierig dieses Leiden zu heilen. Der übermäßige Konsum von Zucker kann aber auch andere Erkrankungen wie Sodbrennen, Geschwülste, Reizdarmsyndrom, Divertikulitis, Zöliakie, Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Zirrhose, Hernien usw. hervorrufen.

Salzreiche Ernährung

Jedem ist klar, dass eine salzreiche Ernährung den Blutdruck in die Höhe treibt. Dabei werden auch die Analvenen entzündungsanfälliger und das Hämorridenrisiko steigt.

Alkohol

Alkohol2

Regelmäßiger und übermäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko, an Hämorrhoiden zu leiden. Alkohol destabilisiert den Wasserhaushalt unseres Körpers und bewirkt somit schlechte Verdauungen und Verstopfung.

Weitere Ursachen

Es gibt aber auch andere Faktoren, die Auslöser für die Entstehung von Hämorriden sein können, wie z. B. Schwangerschaft, langanhaltige oder anstrengende Stuhlgänge, Alterung, Genetik, Fettleibigkeit, Verdauungsstörungen, ungleichmäßige Darmbewegungen und Erkrankungen wie Leberzirrhose.

Behandlung

Der erste Schritt ist eine Ernährungsumstellung. Eine gesunde und ballaststoffreiche Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr werden die korrekte Verdauungsfunktion wesentlich erleichtern. Es sollten mindestens zwei Liter Wasser am Tag getrunken werden. Und nicht vergessen, gesunde Lebensgewohnheiten, wie Sport, gehören auch dazu.

Kältetherapie

Um die Entzündung am After zu lindern, eignen sich Kältekompressen oder kalte Bäder. Ein in ein Tuch gewickelter Eisbeutel kann ebenfalls dienen.

Knoblauch

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Knoblauch ist zwar bei Hämorrhoiden eine sehr starke Behandlungsmaßnahme, doch er ist sehr wirksam. Er wirkt entzündungshemmend und ist besonders bei heraustretenden Hämorriden empfehlenswert.

Hierfür wird etwas Knoblauch direkt auf die Stelle aufgetragen. Ein sofortiges Brennen wird zu spüren sein, die Entzündung wird jedoch gelindert. Ca. zwei Minuten einwirken lassen und danach ein kaltes Bad nehmen.

Warmwasserbad

Warmes Wasser hat entspannende und entzündungshemmende Wirkungen. Um Beschwerden, Anschwellung und Schmerzen der Hämorriden zu beseitigen, ist täglich ein fünfzehnminütiges Warmwasserbad ratsam.

Leinsamen

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Leinsamen eignet sich sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung gegen Hämorrhoiden. Sie sind reich an Ballaststoffen, nehmen reichlich Wasser auf und bilden eine gelatineartige Masse. Diese fördert die Verdauung, hilft der korrekten Giftstoffbeseitigung und wirkt als natürliches und sanftes Abführmittel. Aus diesem Grund sollte Leinsamen im täglichen Ernährungsplan nicht fehlen.

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