Gelenkverschleiß – Was können wir tun?

Alle 5 bis 10 Minuten sollte die Haltung verändert werden, insbesondere bei langem Sitzen.

Sollten Sie Gelenkschmerzen, zum Beispiel am Knie oder Handgelenk verspüren, warten Sie nicht lange und suchen Sie einen Arzt auf. Vorbeugung und eine vorzeitige Behandlung sind in diesen Fällen äußerst wichtig, da Gelenkverschleiß zu sehr schmerzhafter Arthritis oder Arthrose führen kann. Lesen Sie unsere Ratschläge zu diesem Thema.

Was kann zu Gelenkverschleiß führen?

Es gibt zahlreiche Ursachen für Gelenkprobleme. Die häufigsten sind folgende:

  • Alter: Im Laufe der Jahre kann Verschleiß auftreten und je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es, die Schmerzen zu lindern oder gar die Krankheit zu heilen, ganz besonders, wenn diese bereits chronisch ist.
  • Vererbung: In verschiedenen Studien wurde festgestellt, dass Frauen mit Arthrose an den Handgelenken ein Gen geerbt haben, das für diese Krankheit verantwortlich ist. Ungefähr 10 % der Arthrosepatienten weisen Arthrosefälle in der Familie auf.
  • Übergewicht: Fettleibigkeit schadet den Gelenken an Knien und Hüften, da das ganze Gewicht von den unteren Gliedmaßen getragen wird.
  • Überladung: Wenn Sie über längere Zeiträume schweres Gewicht wie zum Beispiel Kisten und Koffer heben oder Einkaufstüten mit derselben Hand tragen, belasten Sie ein Gelenk mehr als das andere.

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  • Beruf: Abhängig vom Beruf den Sie ausüben, werden Sie mehr oder weniger anfällig für Arthrose oder Arthritis sein.
  • Verletzungen: Verletzungen oder Unfälle an einem Gelenk können ebenfalls zur Verschleifung führen, da eine Heilung niemals zu 100 % erfolgt.
  • Feuchtigkeit: Dieser Faktor kann klimatisch bedingt sein oder von Ihrem Arbeitsplatz abhängen. Wenn Sie viele Stunden im Kontakt mit Wasser sind, können Sie anfälliger sein.
  • Ernährung: Arthrose und Arthrisis hängen oft von der Ernährung ab, da jene Lebenmittel, die Harnsäure produzieren, Kristalle bilden, welche für Knorpel und Knochen schädlich sind.

Symptome des Gelenkverschleißes

Achten Sie besonders auf diese Symptome, um festzusellen, ob Sie Gelenkprobleme haben.

  • Versteifung beim Aufstehen, Mangel an Flexibilität, wenn Sie sich bewegen oder etwas heben möchten.
  • Kontinuierliche Gelenkschmerzen und immer an derselben Stelle. Diese Schmerzen können durch eine falsche Bewegung verursacht werden, es kann sich aber auch um ein ernsteres Leiden handeln.
  • Sie fühlen sich ständig kraftlos.
  • Heftige Knochenschmerzen, akute und stechende Muskelschmerzen (mit einer elektrischen Entladung vergleichbar) oder Schmerzen die schnell von einer Stelle in die andere übergehen. Diese Schmerzen können sich abhängig von der Umwelt, Feuchtigkeit, Wärme , Kälte usw. verschlimmern.
  • Gerötete Gelenke und wenn eine leichte Berührung unheimliche Schmerz auslöst. Es können auch „violette Flecken“ an den betroffenden Stelle auftreten.
  • Übermäßiges Schwitzen während der Nacht oder Fieberausbrüche.

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Gelenkverschleiß, was tun?

Hier ein paar Ratschläge, um die Schmerzen bei Gelenkverschleiß zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern:

  • Bewegen Sie ihre Beine bevor Sie aufstehen, damit die ganze Körperlast nicht sofort auf die Knie fällt. Falls Sie für einen längeren Zeitraum gesessen haben (zum Beispiel bei der Arbeit, während einer Reise oder beim Fernsehen), bewegen Sie ihre Beine vor dem Aufstehen.
  • Ruhen Sie sich mehrmals am Tag aus: Sind Sie beim Arbeiten oder führen eine andere Tätigkeit aus, ist es ratsam öfters 5-10 Minuten auszuruhen, besonders wenn Sie lange Zeit stehen oder sitzen.
  • Benutzen Sie angemessenes Schuhwerk. Die Schuhe sollten richtig sitzen, so dass sich die Füße im Schuh nicht hin und her bewegen und bei einer besonderen Tätigkeit nicht aus den Schuhen rutschen. Benutzen Sie vorzugsweise geschlossene Schuhe und bei Knieverschleiß sind Schuhe ohne Absatz empfehlenswert. Überprüfen Sie auch regelmäßig, ob Ihre Schuhe noch passend sind und ob die Sohlen nicht ungleich abgetragen sind.
  • Strecken Sie ihre Beine so oft wie möglich, wenn Sie lange sitzen und Sie genügend Platz dafür haben. Die Kniescheibe wird somit weniger Druck auf den Oberschenkelknochen ausüben.
  • Vorsicht beim Gewicht heben oder tragen: Sollten Sie eine Arbeit ausführen, in der Sie viel Gewicht heben oder wenn Sie viele Einkaufstüten tragen müssen, versuchen Sie das Gewicht zu verteilen und tragen Sie nicht alles auf einmal. Wenn Sie etwas aufheben, beugen Sie die Knie und nicht den Rücken.
  • Benutzen Sie die Treppen: die Bewegung sollte langsam sein, halten Sie sich am Geländer fest und überspringen Sie keine Stufe.

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Welche Ernährung ist bei Gelenkverschleiß angebracht?

Sie sollten nicht nur den obengenannten Hinweisen folgen, sondern auch eine gesunde und ausgeglichene Ernährung beachten, um die Gelenke zu schützen.

  • Trinken Sie viel Wasser, um ihren Wasserhaushalt zu regulieren und ausreichend Gelenkflüßigkeit zu bilden.
  • Nehmen Sie genügend Vitamine zu sich. Vitamin C, zum Beispiel hilft Kollagen, Knochenmatrix und Knorpel  zu bilden; Vitamin A trägt zur Gewebserneuerung bei; Vitamin D hilft der Verarbeitung von Kalzium und Phosphor, zwei wichtige Elemente, die  Osteoporose und andere Knochenprobleme verhindern.
  • Nehmen Sie Lebensmittel zu sich, die Mucopolysaccharide beinhalten, wie zum Beispiel Schweine- oder Ochsenfleisch, so stärken und erholen Sie ihre Gelenke. Essen Sie dieses jedoch in Maßen, da Sie viel Fett haben und den Cholesterinspiegel erhöhen können.
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